Anfahrt und erster Tag ...

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"Tiny-Pfalzwagen ... 17. bis 20. August 2020

Heute, am 17. August geht es los ... die Vorbereitungen sind abgeschlossen, die Checkliste abge-arbeitet, es dürfte eigentlich nichts fehlen.

Meine "Ruhrpott-Fahne" ... 160 x 90 cm ... muss unbedingt auch mit ... ich zeige Flagge für meine Heimat und das in der Pfalz ... mal sehen, wie das ankommt???!!!

Der Vormittag vergeht mit packen und Checkliste nochmal checken ... um 9.30 Uhr fahren wir zur Autovermietung, um meinen Opel Corsa abzuholen, den ich bis Donnerstag gemietet habe. Die Fa. Budget zu finden ist nicht ganz einfach, aber es gelingt letztendlich. Der Opel Corsa entpuppt sich als etwas größeres ... als ein DACIA Duster, tolles Auto, 4-türig und viel Platz ... ich bin sehr zufrieden. Karin und ich treffen uns daheim, da ich noch Resteinkäufe zu tätigen habe, bei LIDL. Da ist es mir dann auf dem PP sehr peinlich, dass ich den Rückwärtsgang nicht hinein bekomme Mein Gegenüber muss aus seinem PP rausfahren, damit ich vorwärts entkommen kann.

Naja ... es gibt Schlimmeres, oder???

Ab 12:00 Uhr beginnt das Einladen ... der Auszug aus Ägypten, wie meine Frau Karin zu sagen pflegt. Naja ... der Duster hätte noch mehr Platz aber ich will ja nicht übertreiben. Mein Mittagessen sind 2 Reststücke Pizza vom Vortag ... es reicht, ich bin aufgeregt genug. 

13:15 Uhr geht`s los ... ich entschließe mich mit der Fähre zu fahren und in die Pfalz überzusetzten und dann die B 39 hoch über die "Käffer" zu fahren. Das NAVI vom Duster weiß alles besser ... es dirigiert mich in der Gegend rum, immer wieder nicht den Weg erfolgend, den ich möchte. Irgendwann habe ich die Faxen dicke und schalte es aus und dafür mein iPhone-Navi ein. Nach einigem hin und her habe ich meinen Weg, wenn auch über die Autobahnen ... in Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit auch eine gute Lösung. Ankunftszeit 15:01 Uhr, 20 Minuten später als vorgesehen. Naja, geht noch.

Um 15:01 bin ich noch nicht ganz da, weil mich die örtliche Müllabfuhr etwas aufhält. 15:10 Uhr ist es dann endlich, dass ich den PP vor dem Pfalzwagen befahren kann. Die Tochter des Hauses, Charlotte, empfängt mich, erklärt einiges, ist dann aber wieder froh mir "Einen schönen Nachmittag" wünsche zu können ... was soll ein junges Mädchen auch mit so einem alten Zausel wie mir. Sie läßt mich alleine ... das Auto voll und zum Pfalzwagen  hinunter, dem Paradies ... steile, notdürftige Stufen ... ich muss froh sein, dass Gepäck und mich heil hinunter zu bringen, aber es gelingt. Alle Utensilien stehen auf der Plattform neben der Eingangstür zum Wagen.

Ich verschaffe mir erst mal einen Überblick, etliche Schweißtropfen im Gesicht. Als Erstes baue ich meinen Deutschlandsessel auf, in dem ich nachher relaxen werde und meinen Ventilator ... den brauche ich jetzt. Naja ... so nach und nach verschwindet alles in dem "Pfalzwagen", hat aber noch nicht den optimalen Platz, denn es ist eng und der Wagen ist auf so "üppigen" Besuch wie mich nicht vorbereitet. Optimierung heißt das Zauberwort ... aber das später. 

Ab in den Deutschlandsessel, eine Zigarre und ein Glas Rotwein ... dazu bläst der Vemtilator sein schönes Lied der Abkühlung ... herrlich.

Nach einer erholsamen Atempause geht es daran, das Gepäck und die vielen Utensilien, die ich glaubte, mitnehmen zu müssen, zu sortieren und irgendwie unterzubringen. Wenn ich daran denke, dass ich ursprünglich ... der "Urichkeit" wegen, mit einem Koffer, Rucksack und dem Zug anreisen wollte, so kommt mir das jetzt doch sehr unrealistisch vor. Allein der Lebensmittel wegen ... aber, die hätte man ja hier kaufen können. Nein, der Videoausrüstung wegen ... die hätte man aber auf eine kleine Kamera beschränken können ... tja, es wäre vielleicht gegangen, aber ... der Bequemlichkeit wegen ... genau, das wäre nicht gegangen!!!

Also, Ich war beim Auspacken ... zunächst den Koffer ... Klamotten sind da nicht viele drin, auch unnötiges Zeug, die meiste Zeit könnte man hier "hüllenlos" verbringen ... wieder etwas eingespartes ... das nächste Mal reise ich mit einem kleinen Rucksack an. Erstmal alles auf dem großen Bett verteilen, auch den Inhalt der Reisetasche ... das dritte Paar Schuhe, das sich darin befindet, bleibt drin ... auch nicht gebraucht. Alles andere kann man gut auf Ablagen, am Kleiderständer mit unterer Ablage, an der Wand entlang dem Bett gegenüber usw. verstauen. Wenn man dann Platz haben möchte schafft man Koffer und Reisetasche wieder ins Auto. 

Achja ... den Korb mit den Lebensmitteln stelle ich übrigens auf das Klo ... passt irgendwie zusammen und ist aufgeräumt. Man könnte auch was in die Dusche stellen, aber ... das Weinfaß sieht so besser aus. Die Kühltasche, auch mit Lebensmitteln und Getränken und vielen Akkus hat neben dem einen Schrank Platz, der Abfalleimer neben dem anderen ... den habe ich mitgebracht, um meinen Müll wieder mitzunehmen. Eine gute Entscheidung, denn der Abfalleimer im Pfalzwagen ist doch eher "mini" und hätte einer häufigen Entsorgung bedurft.

So ... das wäre geschaftt ... und jetzt, achja ... entspannen!!! Wieder eine Zigarre und ein Gläschen, diesmal aber an der Lagerfeuerstelle. Die besteht aus einer Feuerschale mit Abdeckrost und 2 lustigen Holzstühlchen, die sich als gar nicht so unbequem entpuppen ... so sehen sie eigentlich nicht aus. Der Blick auf die leere Feuerschale mahnt mich daran Holz zu sammeln ... später. 

Aber das kann ich ja mit einem kleinen Spaziergang den Waldweg hinunter verbinden ... gedacht, getan, los gehts. Das meiste Holz, das ich finde, ist noch ein wenig feucht, aber es gibt genug davon und da ich Brennspiritus dabei habe ... übrigens nix Unnötiges ... wird das schon irgendwie gehen bzw. brennen. Nach einer halben Stunde habe ich genug gesammelt und mache mich auf den Weg zurück und wieder etwas bergauf ... zum Pfalzwagen. Nun ist es auch schon 18:00 Uhr und bald wird meine Gastgeberin auftauchen, Nicole Stöber, die bis 18:00 Uhr arbeitet. 

Ich kann mir die Zeit aber noch etwas mit wichtigen Dingen verbringen, nämlich mit "Nixtun", sitzen und immer wieder ein wenig die Ruhe und die Natur genießen. Es ist wirklich "mucksmäuschenstill" hier, ab und zu zwitschert ein Vogel, aber sonst ... Ruhe. Das ist meine Welt, die ich im Moment brauche ... ich rede mit mir wann ich will, kein anderer tut das einfach so ... herrlich. Ich vermisse noch nicht mal ALEXA, die einzige Frau, die auf mich hört und mit der ich klar komme ... kleiner Scherz!!!

Aber mit Nicole Stöber komme ich auch klar, wie sich gegen 19:00 Uhr herausstellen soll, denn um diese Zeit kommt sie mich besuchen. Eine nette "Seele von Mensch" ... wir reden gar nicht viel, es gibt ja auch nichts zu erklären ... dazu liegt auch ein "Pfalzwagen-Ordner" bereit. Sie hat einen langen Arbeitstag hinter sich und lässt ihre Gäste eher in Ruhe ... ist aber für Fragen jederzeit zur Stelle ... einfach über WhattsApp. Also ... schwupps, ist sie weg und ich darf wieder mit mir alleine klar kommen ... aber gerne. 

Ich richte mal das kleine halbrunde Tischchen an der Aussenwand des Wagens ... einige Blatt Küchenrolle sind die Tischdecke, ein Glas mit grünen Blättern die Vase, ein Windlicht hat es und Teller und Besteck ja sowieso. Der einzige Luxusartikel auf dem Tisch ist mein AIDA-Glas ... das ist groß und es passt einiges hinein, in diesem Fall roter Rebensaft. Noch ein paar Schritte in den Wald hinein und wieder zurück, dann ist es Zeit, die "Würstchen-Grillstelle" zu befeuern. Spiritus auf das Holz, meinen Zigarren-Flammenwerfer dran gehalten und ... hei, wie das lustig brennt und knistert. Noch ein langer Strahl Spiritus aus einiger Entfernung und dann kann ich das brennende Holz sich selbst überlassen und zuschauen ... auf einem dieser lustigen Holzstühle. 

Es dauert eine Weile, bis das Holz soweit heruntergebrannt ist, dass ich Würstchen an einem Holzspieß über die Glut halten kann ... aber ich habe ja Zeeeiiit!!! Sechs Würstchen habe ich dabei ... 3 für zwei Feuerabende. Am dritten Abend gibt es eben irgendwas anderes, mal sehen. So, nun ist es soweit ... "Würstchen am Spieß" ... brutzelbraun, langsam gegrillt und etwas aufgeplatzt, nicht zu arg. Donnerwetter ... was ich vergessen habe ist Senf oder Grillsoße ... naja, so gibt es eben Würstchen pur!!! Schmeckt auch gut auf meinem Tischchen ... mit Bauernbrot übrigens, sonst nix.

Danach schmeiße ich das Feuer nochmal an und genieße den Anblick der lodernden Flammen bis in die Dunkelheit hinein. Ein längerer Waldspaziergang mit Taschenlampe rundet diesen ersten Abend ab ...

Gute Nacht!!!