Humor ist wenn man trotzdem lacht ...

Liebe Mitleidende ...

bei allem "Elend" der Depressionen und des "Alkoholmissbrauchs" gibt es doch auch mal was zu lachen, denn wenn ich meinen Humor nicht hätte bzw. immer wieder finden würde ...???

Hier eine selbsterlebte Geschichte, die Namen sind frei erfunden ---

Viel Spaß!!!

 

Die verkorkste Weinlieferung

Eine lustig-peinliche Geschichte, ist doch der Ausgang trotz exzellenter Planung nicht gerade optimal … das Verhalten der beteiligten Menschen  ist halt unberechenbar.

Also … es war an einem Sonntag nachmittag im Sommer, als alle Geschäfte natürlich geschlossen hatten und sich bei Herrn Meyer ein großer Durst bemerkbar machte  … auf Wein wohlgemerkt … auf einen kühlen Weisswein, der ihm angenehm im Garten durch die Kehle rinnen würde. Er spürte dieses Gefühl als ob … aber es war eben nur ein Gefühl und nicht die Realität  dieses herrlichen Getränkes nicht nur auf der Zunge.

Seine „Bessere Hälfte“  war zuhause, was die Angelegenheit etwas erschwerte … eine Fahrt zur Tankstelle, die dieses Getränk evtl. im Sortiment hatten kam deshalb nicht in Frage. Zudem … man stelle sich die überhöhten Preise in diesem „Not-Supermarkt“ vor … Herr Meyer war Schwabe, das sagte ja wohl alles.

Da kam ihm ein Gedanke … der im nächsten Ort ansässige Pizza-Service hatte auch Spirituosen im Angebot, oder??? Schnell ein heimlicher Blick in den Flyer in der Kommode im Flur, die Frau im Wohnzimmer nicht aus den Augen verlierend … Ja !!! … Italienischer Weisswein, die Flasche für 6,50 € … 0,75 l versteht sich. Naja … auch nicht billiger als an der Tankstelle, aber mit Lieferung. Ein heimlicher Anruf im Garten… orderte 2 Flaschen dieses Getränkes … gekühlt versteht sich. Ja … man habe gerade noch 2 Flaschen kalt … ein inneres „Hallehluhjah“ war bei Herrn Meyer die Folge dieser Auskunft. 

Nun aber … wie den Wein an der Frau vorbei liefern lassen, die es gar nicht gerne sah, dass Herr Meyer zu viel Rebensaft konsumierte. „Hören Sie bitte … flüsterte er ins Telefon …den Wein … und eine Pizza (als Alibi) … liefern Sie bitte an mein Gartentor in der Hauptstraße 111 … wir haben gerade eine Gartenparty. Das Garten Tor ist ca. 20 m von der eigentlichen Adresse entfernt!!! Kann ich mich darauf verlassen???“ „Si … Si, gehte in die Ordnung!!! In eine 3/4 Stunde kommt der Mann mit die Sachen. Keine Probleme.“

Bene … Multo-Bene … Herr Meyer rieb sich voller Vorfreude die Hände. Die Zeit bis zur Lieferung an das schon mal geöffnete Gartentor würde er sich mit leichter, sonntags-verträglicher leiser Gartenarbeit vertreiben, immer wieder einen Blick auf die Straße vor dem Tor werfend. Seine Frau war im Hause … er hoffte sehr, dass das auch so bliebe. Aber sie bügelte und der Korb war noch voll. Die Zeit verging … nach 40 Minuten ein Auto, haltend an der Stelle zum Hauseingang … er blickte zum Tor hinaus!!!

Ja … „Leckts mich doch am Arsch“  … auf italienisch war es zu schwierig auszusprechen … jetzt hielt dieser Depp von Lieferant doch 20 m weiter weg beim Eingang und telefonierte mit seinem Handy. Herr Meyer eilte dem Pizzaservice-Mann entgegen … der „Depp“ stand nun mit 2 Flaschen Wein und einer Pizza unter dem Arm, und hielt ein Schwätzchen mit den Nachbarn. Schnell wurde der Kauf der sehnlichst erwarteten Ware auf der Straße erledigt, nicht ohne zu schimpfen und den Pizza-Service einen „Saftladen“ zu heißen.

Schnell zurück in den Garten … in dem bereits  Frau Meyer grinsend wartete, das Telefon noch in der Hand. „Du, Schatz … der Pizza-Service hat gerade bei mir angerufen und gefragt, wo denn unser Gartentor wäre, er hätte eine Lieferung abzugeben!!!“