"Der Schwarze Hund" beißt und zerrt wieder ... er ist groß

... trotzdem ...
wenn es auch schwer fällt

Der Schwarze Hund ist in meinem Leben wieder groß geworden 

Ich bin hingefallen ... habe lange das Liegenbleiben gespürt ... und stehe jetzt wieder auf

Vergleichbar mit einem Liegestütz, bei dem zunächst die Kraft fehlt ... aber dann 

 

Die sich immer wieder stellenden Fragen sind:

Was wird im Neuen Jahr ... ???

- geschieht ein Wunder nach soviel Fehlschlägen und Enttäuschungen

- wann kann ich endlich in die Klinik

- wie halte ich/wir den "Schwarzen Hund" klein

- finde ich endlich heraus, wer ich eigentlich sein möchte

- ???????????????????

 

02. bis 31. Januar 2020 ... zunächst 4 Wochen in der Klinik

- in Bearbeitung -

30. Dezember 2019 ... noch "2" Tage bis 2020

Ja, übermorgen Nacht um 00:00 Uhr ist es soweit ... das Jahr 2020 steht vor der Tür und wohl oder übel werden wir es wohl herein lassen, egal was es Deutschland, Europa, der Welt aber auch ganz besonders UNS, jedem EINZELNEN bringt. 

Jeder hat Wünsche, Sehnsüchte und Hoffnungen ... unabhängig, ob Donald Trumpp abgewählt wird, ob Erdogan endlich von der Bildfläche verschwindet oder wer neuer Deutscher Bundes-kanzler wird. Das persönliche Schicksal ist zunächst so viel wichtiger als regionale, staatliche oder globale Entwicklungen. Wenn wir mit UNS und UNSEREN Familien im Reinen sind, wenn sich dort MITEINANDER, HARMONIE, VERSÖHNUNG oder auch ZEIT füreinander ergeben in diesem "Jahr 2020" ... dann könne WIR auch ZEIT und ENERGIE für ANDERE aufbringen, evtl. auch HILFE für diejenigen, die wir zwar sehen, aber die uns durch räumliche und emotionale Trennung "noch nicht" am Herzen" liegen.

Ich wünsche mir, dass ich in diesem Neuen Jahr wieder zu MIR finde und zum realen Leben, zu den Freuden der Realität, aber auch zu den Gefühlen, die vielleicht nicht ganz so positiv sind, aber zum Leben und zur REALITÄT nun mal dazu gehören. "LEBEN spüren Tag für Tag" ..." hat Volker Lechtenbrinck einmal gesungen ... "LEBEN spür`n wie ICH es mag" ...

In diesem Sinne wünsche ich mir die sich langsam öffnende Tür des Neuen Jahres 2020. Geht sie leise auf oder quietscht sie ... egal, sie wird aufgehen und was sich dahinter verbirgt ... das liegt in erster Linie an UNS selbst, an unerern EINSTELLUNGEN, GEDANKEN, GEFÜHLEN und den damit verbundenen TATEN, durch die wir UNS bemerkbar machen ... für UNS selbst und für andere Menschen. Denkt an Goethe: "Es gibt nichts Gutes, außer man Tut es!"

Ich  werde am Donnerstag, den 02. Januar 2020 um 11:00 Uhr meinen Platz in einer Klinik einnehmen ... mit dem Wissen für "2020" eine neue Chance zu bekommen, für Alles , was sich da so ereignen mag. Aber ganz besonders für meine Beziehung "ICH zu MIR" und damit auch zu meiner Frau und anderen Menschen. Es wird ein hartes Stück Arbeit und Selbsterziehung werden, das weiß ich, aber ohne diesen Versuch gibt es kein "Gutes Neues Jahr",

 

Euer GERD K.

Euch allen wünsche ich ein Gutes Neues Jahr, was heißt aber so einfach ausgedrückt "Gut". Was schließt das ein ...

Ich wünsche Euch:

- Gesundheit

- Eine gute Beziehung zu EUCH selbst und Euren Freunden und Familien

- Die richtigen Gedanken und Taten in einer immer schwieriger werdenden Welt

- Verbundenheit mit der Welt ... im Kleinen wie im Großen, jeder auf seine Weise

- Erfolg in Eurem Beruf oder Euern sinnvollen Tätigkeiten

- und eigentlich noch so viel mehr ...

GERD K.

Aktuell - Stand 28.12.2919

Gestern war ein Familienfest, dass mir zu groß, zu laut und "nicht-machbar" erschien ... Angst und Panik machten sich breit. Also ließ ich meine Frau wieder einmal alleine zu diesem Fest gehen.  Ich habe dann doch erneut Alkohol eingekauft ... die ständigen Depressionen und das  "Heulen wie ein Schloßhund" habe ich nicht mehr ausgehalten. Morgens schon freute ich mich auf mein Bett am Abend ... "wie bringe ich den Tag nur rum". Dazu kam noch, dass ich bei der Klinikstation angerufen habe, in der Hoffnung, am Montag einen Platz zu bekommen, mit dem Ergebnis, dass die Station mir nix sagen kann ... ich soll am Montag beim Sekretariat des lewtd. Professors anrufen, ob das allerdings am 30. 12. überhaupt besetzt ist ... keiner weiß was genaues!!!

Nun muss ich mich also wieder mit den "Nachwehen" des Weines herumschlagen ... Strafe???

Aber ein Kontakt per Messenger mit einem lieben Freund gibt mir tröstende Worte und baut mich etwas auf. Die Zeit bis zum Klinikaufenthalt will durchstanden sein ... egal wie, aber mit Hilfe!!!

 

Aktuell - Stand 25.12.2919, 1. Weihnachtstag

Seit Montag 23.12. habe ich meinen Alkoholkonsum eingestellt ... unter Hilfe von Beruhigungs-mitteln, die ich iM noch brauche, aber auch ausschleichen werde. Den ganz kalten Entzug schaffe ich nicht ... er ist die Hölle. Heute fühle ich mich schon wohler, auch die Depressionen haben etwas nachgelassen und ich habe vermehrt Lust auf sinnhaftiges Tun. 

Die Klinik hat nicht angerufen ... ich bin froh drum und freue mich, dass ich Weihnachten zuhause bin. Gestern haben wir den Hl. Abend im kleinen Familienkreis mit einem süßen kleinen 1 1/4 Jahre alten Kind verbracht. Diese Stunden einschl. sehr gutem Essen und etwas LIVE-Musik ... ich habe mal wieder mein Akkordeon "malträtiert" und Weihnachtslieder gespielt ... haben meiner Seele gut getan. 

Heute habe ich mich mit meiner Frau dazu aufgherafft, meinen Pfarrerfreund Helmut im Seniorenstift zu besuchen und 1 Stunde über "Gott-und-die-Welt" und Weihnachten zu plaudern. Auch das tat gut ... Raus aus dem Haus und soziale Kontakte pflegen, auch wenn es schwer fällt.

Praktische Hilfsmittel gegen Depressionen und den "Schwarzen Hund", der natürlich daheim bleiben musste ... bildlich gesprochen.

Ansonsten ein ruhiger Tag zu Zweit mit schönen Filmen, die wir für Weihnachten ausgesucht hatten und die ...für uns ... positiven Charakter hatten.

 

Aktuell - Stand 22.12.2919, Sonntag vor Weihnachten

Sorry, wenn Euch der tägliche Bericht "auf den Wecker" geht, aber für manche "Gleich-Leidende" ist es evtl. durchaus wichtig, wie der "Schwarze Hund" sich entwickelt und welche Gefühle so eine Wartezeit bis zur klinischen Hilfe mit sich bringt. Es fällt mir hier durchaus schwer, mich zu outen ... Euch mein Innerstes mitzuteilen, aber ich tue dies, um zu zeigen, dass ich mich mit Euch verbunden fühle, die Ihr ebenfalls leidet.

Ich habe gerade wieder auf dem Akkordeon Weihnachtslieder gespielt ... die Seele dieser Lieder hat mich nicht erreicht, ich habe nur die Melodien gespürt. Auch die Tatsache, dass ich gar nicht so schlecht gespielt habe und mich eigentlich darüber freuen könnte löst keinen Anti-Depressionsschub in mir aus ... nach dem Spielen kommt wieder das "Schwarze Loch" mit der Frage "Wozu das Ganze???" ... lieber glücklich sein ohne Akkordeon spielen zu können oder ... die ganzen Fähigkeiten zu haben, die man mir so nachsagt und auf die Manche durchaus neidisch sind. Aber wozu diese Frage??? 

Ihr spürt, wie ich mich im Kreis drehe und Ihr wahrscheinlich oft auch!!! Grübeln nennt man das wohl!!! 

 

Aktuell - Stand 21.12.2919, Samstag vor Weihnachten

Das Ergebnis der Tatsache, dass ich gestern 2 Dominal 80 genommen habe, da mein RLS (RestlessLegSyndrom) mich mal wieder nicht schlafen ließ, spüre ich heute morgen ... meine Frau ist vor mir wach ... ich quäle mich um 8:15 Uhr aus dem Bett ... wieder mit den gleichen trüben Gedanken wie gestern ... vorgestern ...

Warum kann nicht jemand einen Teil der menschlichen Festplatte da oben löschen und den Rest reinigen???  

Die Sonne scheint und meine Frau nimmt mich in den Arm, denn bereits wieder machen sich die Tränendrüsen selbstständig ... verdammt nochmal!!!

 

 

 

Aktuell - Stand 20.12.2919, Freitag vor Weihnachten

Ich mache es kurz ... als die Uhr 9:30 zeigt ist mir klar, dass auch heute wieder kein Anruf der Klinikstation erfolgt. Denn Aufnahme an einem Freitag, an dem auch die meisten Entlassungen stattfinden, ist 11:00 Uhr ... damit noch Zeit für ein Arztgespräch und die vielen Formalitäten bleibt.

Wieder nix!!! Das ist das ernüchternde Fazit des heutigen Tages.

Aber ich möchte heute zumindest einigermaßen sinnvolle Dinge tun. Es ist bald Weihnachten und es sieht so aus, als wäre ich zur kleinen Familienfeier am Hl. Abend zuhause ... also übe ich nach langer Zeit mal wieder Weinachtslieder auf meinem kleineren Akkordeon. Das große ... eine Hohner MORINO IV mit 120 Bässen aus den 1980er Jahren habe ich vor 4 jahren verkauft. Manchmal sehne ich mich danach zurück. 

Aber es gehört auch zum Krankheitsbild der bipolaren Störung, dass man gerne viel möchte, können möchte und doch eigentlich weiß/wissen müßte, dass man das Alles nicht auf die Reihe bekommt ... was bleibt sind Wünsche und Sehnsüchte, die einen dann doch nur belasten und auch frustrieren, wenn man sie doch umsetzen möchte. Das ist die bittere Realität!!!

Was mich bei meiner Krankheit am meisten belastet und die meiste Energie kostet sind gewaltige Stimmungsschwankungen, die mich unangekündigt und sehr spontan überrumpeln ... der "Schwarze Hund" biegt plötzlich knurrend und agressiv um die Ecke und überfällt mich.So auch gestern Abend ... völlig depressiv, die Tränendrüsen gaben ihr Bestes und ich wollte mich nur noch zurückziehen, durchaus auch mit dem Gedanken, diesem Allen endlich ein Ende zu bereiten ... sprich: dem LEBEN, das ich nicht mehr spüre.

Gedanklich war es nah dran ... die Umsetzung scheiterte wieder an Gedanken. Gedanken an meine Frau, meine "Freunde" ... daran, was ich für einen Berg an Arbeit und Belastungen hinterlasse. Sich daraus entwickelnder Hass auf meine "Flucht" ... ein eher unwürdiges Ende ... NEIN!!! Aber das Aushalten der Depressionen fällt so schwer ... vielleicht morgen besser???

Aktuell - Stand 19.12.2919, Donnerstag vor Weihnachten

Wieder vergeht ein Tag mit "Warten" auf einen Anruf der Klinik ...mit geringer  Hoffnung, dass ich doch noch evtl. morgen ein Bett bekomme und in einer sicheren Umgebung bin ... weg vom Alltag ... weg von den Süchten und Versuchungen, die mich hier zuhause umgeben.

Schon bald nach dem Aufwachen haben mich meine ... meist leicht definierbaren ... Ängste im Griff. Angst, wieder einen Tag zu versagen, sinnlos zu gestalten, doch wieder Alkohol zu kaufen und darin die zZ die einzige Erlösung und Beruhigung gegen meine Depressionen (glauben) zu haben. Aber auch undefinierbare Ängste ... Krankheit, Tod ... Strafe für mein "schlechtes" Leben ... und die größte Angst, es bald nicht mehr zu schaffen, aufzustehen, weil einfach die Kraft dafür fehlt.

Meine Frau ist mit Freundinnen auf dem Weihnachtsmarkt ... genießt das Leben und hat Freude an dem, was sich außerhalb unseres Hauses so tut. Sie kann es genießen ... ich nicht, aber ich gönne es ihr von ganzem Herzen. Wer will schon ständig eine "Jammergestalt" um sich herum haben, die alleine nicht mehr die Kraft aufbringt, sich aus dem Sumpf zu ziehen ... wie Baron von Münchhausen, ja das wäre schön, ist aber leider ein Märchen. 

Der Koffer ist doch gepackt, ich wäre sofort abrufbereit ... aber das Telefon bleibt stumm, kein Anruf der Klinik ... der 19. Dezember vergeht ... wie der 18. ... 17. ... 16.

 

 

Doch beleuchten wir mal die Zeit ... die "Leidenszeit" vor dem erneuten Klinikaufenthalt. Ist es der 7. oder 8. ... ich weiß es nicht mehr.

September 2019

Ja, die letzten Wochen/Monate gehören wohl meinen Krankheiten,meiner Kraft & Energie, die ich dafür und für meinen Alltag, meine unbedingt nötigen Termine und Verpfilchtungen aufwenden muss und meinem sozialen Rückzug, der vor allem meine Partnerin stark trifft.

Beginnen wir mit den Anfängen seit September 2019 ... 4 1/2 Monate nach dem letzten Klinikaufenthalt!!!

Zunächst aber immer das POSITIVE:

Positiv ist zu berichten:

ich habe mich vor 14 Tagen über meine Oberärztin im "Zentrum für Psychische Gesundheit" für einen erneuten Klinikaufenthalt angemeldet mit dem Motto: "Scheiß auf Weihnachten", was meine momentane seelische  Stimmung widerspiegelt und auch meiner Partnerin wohl so lieber ist.

ich habe einen wichtigen "Vorlesungstermin" im Seniorenheim mit meinem Pfarrerfreund Helmut wahrgenommen: "ENGEL - Gibt es die?", 75 Minuten vor 50 Leuten lesen und diskutieren ... eine große Herausforderung, die nur mit Tavor möglich war ... mich grundsätzlich berührt aber nicht befriedigt hat. Für die Veranstaltung hatte ich sogar 15 Hörbuch-CDs angefertigt ... auch das ging irgendwie ??? mit viel Kraft, aber ohne Freude. Ich warte auf meinen Schutzengel ... aber habe ich den nicht schon so oft gehabt???

Meine aktuellen Laborberichte zeigen etwas, was ich bei einem "Lebenswandel" einfach nicht mehr glauben kann, aber ich habe es schwarz auf weiss: Alle Laborwerte einschl. Bauchspeicheldrüse und Leberwerte sind ok ... lediglich Cholesterin ist etwas erhöht. Ich kann es einfach nicht glauben ... spielt hier bereits bein Engel oder GOTT selbst mit ... oder: >>> ist das Leben, das Weiterleben bei diesen Werten meine Strafe ... mein Leiden zwischen massiven körperlichen und psychischen Beschwerden. Haben meine "Sünden" dies zur Folge? Da kommt die katholische Erziehung wieder durch (siehe "Kindheit im Ruhrgebiet). Fragen über Fragen!!!

Jedenfalls ... aktuell, 18.12.2019 ...

ich habe mich gedanklich und Materialmäßig auf meinen Klinikaufenthalt vorbereitet, sogar den Koffer und die Reisetasche ab 15.12. gepackt, in der Hoffnung, bald ein Bett dort zu bekommen.

Warten auf die Klinik ... aushalten des Alltags, vermeiden von Terminen ... aber auch Alkohol und Beruhigungsmittel ... das ist iM meine Strategie, um die Zeit ... bis zur "Einweisung" in einen geborgenen und geschützten Raum ... zu überstehen!!! Hoffnung ??? Vielleicht ... was wäre eine Situation wie diese ohne ein wenig Hoffnung???

Warten auf die Klinik ... das Aushalten des Alltags, vermeiden von Terminen ... Alkohol und Beruhigungsmittel als "Unterstützung" ... das ist iM meine Strategie, um die Zeit ... welche eigentlich??? ... zu überstehen!!!

Morgen, am 19.12. rufe ich wieder in der Klinik an ... "Was gibt es Neues?" ... in der Hoffnung, dass ich vielleicht am Freitag "einrücken" kann. Ich brauche ja keine Betreuung ... ich brauche meine Ruhe, etwas Ablenkung, die ich mir selber verschaffe, Musik, die Klinikkapelle, vielleicht etwas angenehmen Besuch an den Feiertagen und das war`s dann.

Sollte der Termin jedoch auf den 23. Dezember, einen Tag vor dem Hl. Abend fallen ... werfen sich in meiner Seele doch Fragen auf, denn am 24.12. abends gibt es bei uns daheim ein kleines Familienfest ... was also tun??? Aber wie heißt es so schön: "Es gibt immer eine Lösung!!!" Na denn!!!

- Details folgen -