AIDA vita auf dem Nordatlantik ... irgendwo vor Kanada, unserem Ziel der Reise

Unsere Route von Hamburg nach Montreal

Liebe Blogfreunde und AIDA-Fans,

hier meine Reisebeschreibung für:

“Mit AIDAvita von HAMBURG nach MONTREAL“

04. - 22. Juni 2019

 

04.06. Dienstag  Wetter: dunstig-schwül bis 26 Grad

Anreise Hamburg, Einchecken, Auslaufen

Sonnenuntergang: 21:40 Uhr 

Mein Gewicht vor der Reise beträgt 84,5 kg ... und danach 😂 ... Eintrag erst am 23. Juni ...

Es geht los um 4:30 Uhr ... da heißt es nämlich aufstehen ... kleines Frühstück und um 6:00 Uhr holt uns das Taxi ab. Wir gönnen uns diese Fahrt zum Hauptbahnhof Karlsruhe ... so können wir viel entspannter den evtl. Ärger mit der DB auffangen ... wir wollen ´s mal nicht hoffen, aber unsere Erfahrungen sind ja nicht gerade die besten.

Taxi „Wunsch“ aus Leopoldshafen ist pünktlich und um 6: 20 Uhr sind wir am Hbf Karlsruhe. Gleis 3 ist nicht weit enrfernt und auf dem Bahnsteig angekommen … unser Zug steht schon da. Super!!! In Basel eingesetzt ist er … warum auch immer … 20 min früher. Meine Planung ist perfekt: Aus dem Aufzug raus stehen wir lt. Wagenstandsanzeiger genau an der richtigen Stelle für Wagen 2. Die reservierten Plätze, 115/116 gleich im 1. Abteil sind direkt neben dem WC. Wir hieven die schweren Koffer gemeinsam in die Ablage … ufff!!!. 

Bis auf eine „Geschäftsfrau“, die bis Frankfurt mitfährt, haben wir das Abteil bis Hannover für uns. Und dann die Überraschung des Tages … bei der Einfahrt in Hannover glaube ich eine AIDA-Freundin zu sehen, die wir erst vor wenigen Tagen in Lüneburg beim AIDAcara-Rivival-Treffen wiedergesehen hatten. Und tatsächlich … Peggy und Birgit steigen ein. Das „HALLO“ ist natürlich groß und die Überraschung perfekt … es gibt bei AIDA-Freunden eben keine Zufälle. Bis Hamburg quatschen wir in unserem Abteil über … AIDA natürlich.

Um 11:50 Uhr sind wir mit 20 minütiger Verspätung in Hamburg. Zunächst der falsche Ausgang … Karin war sich so sicher, dass die Richtung zur AIDA Koffersammelstelle stimmt … Pustekuchen. Sie ist „so klein mit Hut“ und ich habe einen dicken Hals. Naja, Koffer abgeben und zum Shattlebus laufen … Mit 10 kg Videotasche auf der Schulter und (noch) 66 Jahren ziehen sich die vielleicht 300 m doch ganz schön. Der Shuttlebus bringt uns nach Hamburg-Altona zum „CRUISE-Center“ und nach kurzem Check-In … die Warteschlange ist um diese Zeit noch recht kurz … und einem problemlosen „Security-Check“ sind wir um 13:30 Uhr sind wir auf der Kabine 4143. Alles ist (wieder) perfekt vorbereitet … alle reservierten Ausflüge und Wäschepakete und andere Bestätigungen sind da … wir sind zuhause angekommen und er kann beginnen … unser großer Urlaub. Eine kleine Überraschung gibt es noch beim Sichten der Unterlagen … wir haben jeder 150 € Bordguthaben, nicht pro Kabine!!! Juchhuuuh … !!! 

Etwas relaxen und ab 14:30 rauf aufs Außendeck. Ws ist warm und schwül in Hamburg. Nicht mein Wetter … aber das wird sich ab dem folgenden Tag sicher ändern, wenn wir erst mal auf See sind. Um 17:00 Uhr heißt es dann „Seenotrettungsübung“, die aber durch ein neues „Life-Jacket“ System und eine erstaunliche Kürze total easy ist … um 17:20 Uhr sind wir schon wieder auf der Kabine. Der nächste „Pfilchttermin“ ist um 18:00 Uhr … Buchung der „Kitchen-Party“ im „SELECTION-Restaurant“ für den 12. Juni. Danach warten wir auf „Leinen los“, das sich um 3o Minuten verzögert … ist mir recht, denn der Akku meiner gr0ßen Kamera ist leer und ich kann nochmal auf die Kabine gehen. 

Um 18:30 Uhr dann endlich … das Typhon dröhnt 3 mal und wir fahren auf die Elbe mit phantastischer Gegenlichtstimmung. Zwischen den Videoaufnahmen gönne ich mir eine kostenfreie Bratwurst am Pool-Grill … filmen ist anstrengend. 19:30 Uhr gehen wir auf Deck 9 ins „CALYPSO-Restaurant“ und danach ziehe ich mich bis zum nächsten „Pflichttermin“ … Begrüßung und Party auf dem Pooldeck … etwas aufs Bett zurück.

21:15 Uhr … Pooldeck … Annett Beitlich, die Entertainment-Managerin von der letzten Tour ist auch an Bord … noch eine Bekannte mehr, die uns begleiten wird. Keine so schöne Nachricht von Boris Henn ist, dass unser geliebter Jörg Böhm, der Krimiautor, im Krankaenhaus ist und das wahrscheinlich für längere Zeit … darüber müssen wir noch reden und ihm natürlich alles Gute wünschen.

Ich bin noch kurz ab 21:30 Uhr in der AIDA-Bar bei „Party-Of-Six“, die wir ebenfalls von bereits 2 Touren her kennen … leider aber mit neuer Besetzung. Nur noch 2 der „Alten“ sind dabei. Jammerschade!!! Ich bin müde und lege mich aufs Bett … schlafe ein und irgendwann kommt Karin. Ich habe einiges verpasst: Gespräche mit den Beiden von „Party-Of-Six“, Wiedersehen mit Annet Beitlich und die Lasershow. Aber das Alter hat Priorität und „wat mut dat mut“. Karin hat die Show gefilmt … sie ist halt doch ein Schatz!!! Dann heißt es für uns beide: Schlaaafen!!!

Gute Nacht!!!

 

05.06. Mittwoch  Wetter:  zunächst dunstig, dann sonnig und 17 Grad

Seetag 1 und mein 67. Geburtstag 

Sonnenaufgang: 4:55 / -untergang: 21:42

Heute Nacht wurde die Uhr um 1 Stunde zurück gestellt … na toll denn dadurch bin ich ja noch früher wach. Um 4:00 Uhr bin ich auf dem Außendeck … aber andere können auch nicht schlafen. Einige Crew-Mitglieder richten bereits die Liegen auf dem Pooldeck und in der „HEMMINGWAY-Lounge“ sitzt auch jemand und bearbeitet sein MacBook. Das mache ich dann … nach einigen Videoaufnahmen … in der AIDA-Bar auch, ich schreibe nämlich an diesem Reisebericht.

Um 8:30 Uhr ist dann … endlich … Frühstück angesagt. An meinem Geburtstag natürlich ein Gourmetfrühstück im SELECTION ein Genuss in der Abgeschiedenheit der Massen … leider füllt sich das Restaurant dann doch auch, denn alle „Goldfahrer“, das sind die mit der Clubstufe Golde, die Vielfahrer, haben das Gourmetfrühstück inklusive. Naja!!! 

Nach kurzen Besuchen im Foto- und AIDA-Shop ist es dann soweit … ein FAN-Treffen in der ANYTIME-Bar um 11:15 Uhr. Da es sich um nicht soviele Fans handelt hat man 2 Gruppen zusammengetan, damit dann doch der Eindruck eines größeren Treffens entsteht. So sind es dann ca. 35-40 AIDA-begeisterte Menschen, die sich bei dieser Gelegenheit beschnuppern wollen. ANNETT Beitlich, die Entertainment-Managerin, die wir von der letzten Reise bereits kennen, und alle Fans machen „Stößchen“, wie man hier zu zuprosten sagt. Irgendwann erwische ich die vielbeschäftigte Dame auch mal alleine und überrasche sie mit meinem Button, den ich für die Reise gebastelt habe. Sie scheint sich zu freuen, denn sie drückt und „busselt“ mich. Schnell st dann auch die Erinnerung an 2018 aufgefrischt und ich entlasse sie wieder in ihren Job … Gäste betreuen.

Was mich sehr freut, dass auch Boris Henn, der „Premium-Lektor“ mit dabei ist. Bei dieser Gelegenheit tauschen wir auch die Neuigkeiten über Jörg, seinen Mann, aus. Jörg ist ja im Krankenhaus, aber es geht ihm dort besser, wenn es auch eine längere Genesungszeit werden wird. Boris wird einige Parts von Jörg mit übernehmen und auch wieder die „Legende vom Ozeanpianisten“ vorlesen. Das ist für mich eine große Freude, denn diese Geschichte liebe ich. 

Im Fotoshop etwas später teste ich mal die Funktion der Gesichtserkennung … mit Erfolg, zumindest was meine Lachmuskeln anbelangt. Nach 3-maliger Meldung: „Mit Ihrem Gesicht konnten wir leider nichts anfangen … oder so ähnlich … gebe ich auf und werde es glaube auch nicht mehr probieren … vielleicht unter professioneller Anleitung???

Um 14:30 Uhr heißt es dann im Theater: „Boris Henn, Ihr Premium Lektor,  informiert über Schottland“. Im Nachhinein ein toller Geschichtsunterricht bis 15:50. Ich erfahre zB dass ein Foto von Nessie aus dem Jahre 1914, welches die „Nessie-Manie“ ausgelöst hat, eine Fälschung ist. Dies hatte nach 60 Jahren der Fälscher zugegeben. Um 16:15 Uhr bestelle ich mir noch ein Lunchpaket für Leith. Der dortige Ausflug dauert immerhin 8 Stunden.Ein Froozie an der Poolbar und um 18:15 werfen wir uns in Schale für mein Geburtstagsessen im Selection. 

Wir feiern bei einem „6-Gang-Menü French Kiss“ bis 20:45 mit der besten „Creme-Brulle“ ever-seen bzw. geschmeckt. Wenn Ihr Lust habt schaut Euch auf „YouTube“ den zweiten Videoteil „Seetag 1“ an … dort seht Ihr Bilder, die Euch das Wasser im Munde nur so zusammen laufen lassen.

Ab 21:30 Uhr hatte ich in die AIDA Bar zu einem Geburtstags-„Stösschen“ & Gruppenfoto Boris, Danilo und Annett eingeladen, Karin natürlich auch. Boris kommt um 21:40, Anett um 22:30 … Frauen eben … und Danilo hat wohl Stress und kommt nicht. es geht ziemlich lustig zu, auch das Gruppenfoto entsteht … sowohl digital als auch analog (später abzuholen im Fotoshop!!!). Naja … es ist das einzige Foto, das ich für 8,95 € käuflich erwerbe.

Irgendwann nach 23 … Uhr irgendwas lockt das Bett und wir gehen schlafen.

Gute Nacht!!!

 

06.06. Donnerstag  Wetter:

Schottland: Edinburgh/Leith (08:00 - 18:00)

Sonnenaufgang: 4:31 / -untergang: 21:35

Hafeninfo:

Vergessen Sie in Edinburgh Ihre Wanderschuhe nicht. Spazieren Sie die mittelalterliche Royal Mile hinunter zum Palast von Holyroodhouse und sehen Sie sich die Abtei und die Räume der Königen Mary an. Bestaunen Sie die wunderbare georgianische und viktorianische Architektur in der Altstadt. Bewundern Sie das eindrucksvolle Schloss von Edinburgh, hoch auf einem Vulkanfelsen mit einer fabelhaften Aussicht. Besuchen Sie die St. Giles-Kathedrale, wo einst John Knox predigte. Sparen Sie sich aber genügend Zeit, um sich in einem von Edinburghs Restaurants am Meer etwas zu entspannen und frischen Lachs, Muscheln, Lamm und feinste Steaks vom Angusrind zu genießen.

Leith ist ein Stadtteil von Edinburgh, ca. 4 km vom Stadtzentrum entfernt und beherbergt den Hafen von Edinburgh. An diesem legen heute eher Jachten und Kreuzfahrtschiffe als Handelsschiffe an. Und außerdem beherbergt er die Royal Yacht Britannia. Die Royal Yacht Britannia war die ehemalige Privatjacht von Queen Elisabeth II, die heute als Museum einen Einblick in das Privatleben der Königsfamilie und die Arbeitsbedingungen auf dem Schiff gibt.

Beim Aufstehen um 4:45 verspüre ich Halskratzen und lutsche gleich mal eine Neoangin. Nach meiner morgendlichen "Video-Runde" gibt es um 5:50 auf Deck 10 wieder ein frühes Frühstück für Menschen wie mich, die dem Bette entfliehen und lieber an die frische Luft gehen. 

Ab 7:15 Uhr ist "Behörden-Identifikation" im Theater angesagt. Da ich bereits um 8:00 zum Ausflugstreff soll stelle ich mich beim Theater mal in die Warteschlange, die zu dem Zeitpunkt noch überschaubar ist. Wie überall auf der Welt können Behörden einfach nicht pünktlich sein und die Zeit vergeht. Ich lerne Nicole aus OFrie (Ostfriesland) kennen, die für uns beide in der Schlange verbleibt während ich mr ein gemütlicheres Plätzchen suche. Als alter Mann kann man einfach nicht mehr solange stehen.

Mit über 30 Minuten Verspätung traben dann ... natürlich immer noch gemütlich ... 2 Beamte aus Edinburgh an und es geht ... bald ...los. Die eigentliche Prozedur ... das Bild im Reisepass mit der Person vergleichen, die genervt vor den Beamten steht ... dauert keine Minute und es reicht noch locker, mein Lunch-Paket abzuholen und im Markt-Restaurant zu frühstücken. Ab 8:00 Uhr ist Treffen für den Ausflug ... aber zunächst mal an Land per "Tendern", denn AIDAvita kann nicht in den Hafen von Edinburgh. Auch gut ... das hatte ich noch nicht, eine weitere "Videoerfahrung". Schnell ist man in die Tenderboote, die im Ernstfall der Rettung dienen, eingestiegen und in "wilder" fahrt geht es ca. 15 Minuten zum Hafen. 

Dort werden wir ... wie könnte es anders sein ... mit Dudelsackmusik empfangen. Die Bläserin ... oder sagt man Pfeiferin ... sieht aus der Ferne und von hinten gar nicht so schlecht aus. Beim näherkommen helfen auch die blonden Harre nix mehr ... sie ist eher stämmig und nicht sonderlich hübsch. Dafür blöst sie einen flotten Sack, dem sie Melodien entlockt, die eher "Schottlanduntypisch" sind, wie zB "An der Nordseeküste" oder "Mussi I denn ...".

Für den Ausflug "Die Highlands im Kleinformat" erwarten uns DUNCAN ... in Nationaltracht ... und  Busfahrer JAMES mit Krawatte. Es stellt sich heraus, dass DUNCAN gut deutsch kann und einen trockenen Humor hat. Die Fahrt verläuft zunächst durch Edinburgh ... ab 9:15 kommt die Sonne heraus und schaut, was deutsche Kreuzfahrer in SCHOTTLAND zu suchen haben. Nach kurzer Fahrt machen wir einen Fotostopp bei den „3-Generations-Brücken. Das sind 3 noch genutzte Brücken verschiedener Bauepochen ... die älteste ist eine Stahlbrücke.Ich traue mich und führe Gespräche mit Duncan auf englisch. Er erzählt ua dass man für umgerechnet 9 € von Baden-Airport und vielen anderen deutschen Flughäfen mal eben so nach Edinburgh fliegen kann ... mit RYAN-Air natürlich.

Wir kommen durch verschiedene kleinere Orte wie zB: Newmills. In CULROSS halten wir für eine erste Besichtigung: Der "CULROSS-Abbey". Der Weg durch den Ort führt steil bergauf und ist zum Teil mit sehr groben Kopfsteinen gepflastert, die den Fußgelenken ganz schön was abfordern. Eine kleine Entschädigung dafür sind die kleinen bunten Häuschen, die den Weg durch den Ort entlang der "KIRKSTREET" begleiten. Irgendwann ist dann "CULROSS ABBEY" erreicht und ich muss sagen, die kleine Anstrengung hat sich durchaus gelohnt. 

- Beschreibung der Abbey folgt -

Der Rückweg ist auf jeden Fall angenehmer, da er bergab geht ... manchmal erhascht man einen Blick in die Ferne, wenn sich in der wegbegleitenden Mauer eine Lücke auftut. Die Strecke mit dem üblen Kopfsteinpflaster bringe ich auch hinter mich, ohne mir den Fuß zu verstauchen oder ähnliches. Beim Spaziergang unten im Ort biege ich mal nach rechts ab, es ist ja noch genügend Zeit bis zur Abfahrt. Gleich um die Ecke tut sich eine kleiner Innenhof mit orange-farbenen Gebäuden auf ... eine Sehenswürdigkeit, die sogar durch Führungen erklärt werden kann. Soviel Zeit habe ich aber nun doch nicht und komme aber mit der netten Schottin am Eingang ins Gespräch ... so schlecht ist mein Englisch nun auch wieder nicht. In den Hof steht die Skilptur eines Schweines ... in Rosa gehalten, versteht sich ... und die Schottin erklärt mir, dass dieses Schwein sogar einen Namen hat: "Penelope". Aber so richtig herausfinden, was es denn mit diesem Schwein auf sich hat ... irgendwie weiß sie es nicht oder ich verstehe es nicht ... schade.

Um 11:00 Uhr geht’s dann weiter ... Duncan erzählt über „Whisky“  er hat eine Stimme/Sprache wie Chris Howland. Die  Fahrt führt nach: "Dunblane", einem Ort der lt. Duncan als Eingang zu den  Highlandes gesehen wird. Dann eine wichtige Ankündigung ... in Kürze erreichen wir eine Art Besucherzentrum und dort gibt es 1 Stde Mittagspause ... juchuuh! Das Zentrum stellt sich als große Anlaufstelle für Touristen dar ... logisch ... und man könnte hier einkaufen, shoppen ... nach Herzenslust. Aber erstens habe ich nur 15 SP (Schottische Pfund) und zweitens ein Lunchpaket von der AIDA, bin also versorgt. Natürlich reizt es mich zu schauen, was ich für 10 SP so kaufen könnte, 5 SP muss ich aufheben für Duncan und James, also quäle ich mich durch ein Heer von Touristen. Viele Souveniers sind durchaus interessant, aber zu teuer ... wie zB schottische "Kilts", Pullower aus Schafwolle, natürlich Whisky in allen Varianten und Preisklassen, aber eben nicht für 10 SP.

Irgendwann entscheide ich mich dann für ein Paar Hosenträger im Schottenlook und eine Magnettafel. Jetzt habe ich 9 SP ausgegeben und für 1 SP kommt noch eine Tüte Pfeffer-minzdragees dazu ... geschafft ... das Geld ist ausgegeben. Jetzt aber den Inhalt des Lunchpaketes besichtigen ... ich finde ein nettes Bänkchen mit Tisch ... hier kann man gut Leute beobachten, die mich beim "snacken" dann auch wieder begutachten. Das Paket bietet so einiges und das gut belegte und große Panini schmeckt gut. Dazu Apfelsaftschorle statt Whisky und einen Schokoriegel als Dessert ... perfekt ... wenn nicht, ja wenn ich nicht feststellen würde, das mein Mikrofonschutz an der Videokamera fehlt!!! Den muss ich im Gedränge irgendwie verloren haben, etwas locker saß er ja und immer wieder wollte ich ihn besser befestigen ... ärgerlich. Alle Suche und auch Fragen an der Kasse bringen nichts ... er ist futsch.   

Das Wetter ist inzwischen stark bewölkt aber trocken. Um 13:40 geht es weiter nach Stirling zur Burg (Stirling Castle). Dass wir in den Ausläufern der Highlands sind merkt man natürlich daran, dass es immer höher hinauf geht aber auch daran, dass die Straße immer schmaler ud schmaler wird, bis an vielen Stellen auch noch die Mittelmarkierung fehlt. Jetzt könnte es bei einer Begegnung wischen Bus und LKW schon interessant werden ... Ausweichstellen gibt es zwar, aber die sind ganz schön weit auseinander. In den Genuss einer solchen Begnung komme ich ... videomäßig gesehen ... leider nicht, schade. Um 14:20 Uhr sind wir bei "STIRLING-CASTLE" angekommen. Dort haben wir, nach einigen kurzen Erklärungen von James, freie  Besichtigung bis 16:00 Uhr. Die Anlage mit ihren vielen Gebäuden, Höfen und Gäßchen ist zwar schön, aber ohne den von Duncan audgehändigten Plan könnte man sich glatt verlaufen ... was ich irgendwann auch tue ... wie peinlich. Ich dehe nun schon zum dritten mal die gleiche Runde ... irgendwo muss doch dieser verdammte Ausgang sein. Der Plan ist schön ... bunt jedenfalls ... aber irgendwie für mich nicht geeignet. Also folge ich Leuten, nachdem ich gemerkt habe, dass da manche auch den Ausgang suchen ... und das funktioniert. Ach ja, hier bin ich ja auch reingekommen!  Uff!!!

Da noch viel Zeit bis zur Abfahrt ist ... Duncan nimmt Rücksicht auf die "Historisch-Besessenen" ...drehe ich in der Nähe des Ausgangs noch einige kleinere Runden auch auf der Suche nach interessanten Motiven. 

Irgendwann sagt meine Apple-Watch dann: "It longs !!!" ... 6,18 km heute gelaufen. Also verbringe ich die restliche Zeit mit Leute beobachten auf einer Bank. Hier kommen mir nochmal die Informationen von Duncan in den Sinn:

Der höchster Berg der Highlands ist 1.398 m hoch, der "Ben Nevis", es gibt 2000 (Seen) "Lochs" in Schottland, das „ Black Angus Rind“ ist ein  Hochlandrind mit großen Hörnern, Schottland hat keine Arbeitslosigkeit, sie brauchen Gastarbeiter ... die letze Obsternte ging mangels Arbeitskräften kaputt ...  junge Leute wandern nach London ab und  Aldi oder Lidl sind sehr beliebt. Duncan kauft dort: Bratwurst und Schinken aus Deutschland). 

Wir erwischen leider einen Stau vor Edinburgh und sind mit 15 minütiger Verspätung um 17:15 Uhr am Tenderboot und auf der AIDA zurück um 17:45 Uhr. Jetzt frisch machen, umziehen und an die Poolbar auf Deck 10 zum Entspannen bei einer Zigarre und einer Bionade. Um 19:30 Uhr heißt es dann "Leinen los" ... 90 min später als geplant ... wir hatten eine sogenannte "medizinische Ausschiffung", also Passagiere mussten von Bord. Nach einem herrlichen  Sonnenuntergang  gejt es noch in die AIDA Bar zu „Party of Six“, Entertainment Managerin Annett erscheint als "Heiße Rocklady" in Leder, es gibt  Supermusik und wir bleiben doch länger ... bis 23:15Uhr, aber dann gleich ins Bett.  Nachdem wir fast schon drin sind ... patsch...  denkste: Stromausfall und das Schiff steht nach 15 min. Nach 20 Minuten ist der Spuk vorbei ... ich hatte schon meinen Notfallkoffer gepackt, nämlich meine Videotasche und meine Medikamente!!! Um 23:45 sind wir dann endlich im Bettchen. Morgen erfahren wir ja wohl, was los war.

Gute Nacht!!!

 

07.06. Freitag  Wetter:

Orkneyinseln/Kirkwall (10:00-18:00)

Sonnenaufgang: 4:05 / -untergang: 22:16

Hafeninfo:

Der wichtigste Hafen der Orkneys befindet sich in Kirkwall. Während sich der Hafen für die Fähren von der schottischen Nordküste im Westen der Hauptinsel befindet, legen die Kreuzfahrtschiffe und Fähren aus Aberdeen im Nordosten von Mainland an. Der Hafen Kirkwall ist durch seine Lage in einer geschützten Bucht und das gegenüberliegende Island Shapinsay auch bei schlechtem Wetter gut erreichbar. Nach dem Hafenausbau im Jahr 2003 können nun auch große Schiffe bis zur Marina fahren und anlegen.

Der Hafen liegt einige km außerhalb von Kirkwall, sodass sich ein Fußmarsch in die Stadt eher nicht anbietet. Weil die meisten Schiffe auf den Orkneys nur wenige Stunden im Hafen liegen, ist deshalb ein Shuttle-Service in die Stadt oder die Teilnahme an geplanten Ausflügen aufs Land sinnvoll. Anders als viele andere Kreuzfahrtziele lassen sich die Orkneys nicht gut zu Fuß erkunden.

Als Hauptstadt der Orkneys beherbergt Kirkwall heute mehr als 7.000 Einwohner. Das kleine Städtchen kann auf eine lange Siedlungstradition zurückblicken. Ein Spaziergang durch den Ort sollte bei einer Reise auf die Orkney-Inseln auf keinen Fall fehlen.

Das berühmteste Bauwerk ist die St. Magnus Cathedral. Die aus rotem und gelbem Sandstein erbaute Kirche wird auch das Licht des Nordens genannt. Direkt gegenüber der Kathedrale liegen der Bishop’s und der Earl’s Palace. Die beiden von der schottischen Herrscherdynastie des Hauses Stuart erbauten Gebäude sind heute nur noch Ruinen, lassen aber erahnen, wie imposant diese Paläste einmal gewesen sind.

Jeder kennt Stonehenge – aber kaum jemand den Ring of Brodgar. Dabei ist der Steinkreis mit einem Durchmesser von über 100 m sogar größer als das berühmte Monument in England. Die Lage direkt am Meer ist atemberaubend und macht die Anlage zu einer der schönsten prähistorischen Stätten Europas.

Weitere im Kreis angeordnete „Standing Stones“ stehen nur wenige Minuten vom Ring of Brodgar entfernt: die Stones of Stennes. Ganz in der Nähe befindet sich außerdem das bekannte Grabmal Maes Howe, das heute ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Seit 4:15 Uhr scheint die Sonne in unsere Kabine rein, da taucht schon mal die Frage auf: "Ist eine Innenkabine doch besser?". Um  5:00 Uhr bin ich dann auf Deck 10, suche Videomotive und warte auf den Morgenkaffeeaffee ...  schon frühmorgens an der Bar ... denn dort wird es nun mal aufgebaut, das Frühaufsteher-Frühstück, die Anytime Bar ist geschlossen. Ich bin auch um 6:00 noch fast alleine und genieße den sonnigen Morgen.

Die aktuelle Frage ist ja: "Legt er pünktlich an?", denn immerhin hatte er 1 3/4 Std Verspätung, der Kapitän ... darum er ... die Durchsage klärt mich dann auf: Wir sind ca. 45 später in Kirkwall, um 09:30 statt 8:45 Uhr. Also 45 Minuten eingeholt ... Donnerwetter. Um 8:45 Uhr erwartet und Frühstück im Calypso auf der Außenterrasse ... herrlich! Karin hat um 10:15 ihren Ausflug: "Aktiv sein in Kirkwall" ... also latschen oder wandern .... nix für mich. Ich entschließe mich um 11:00 spontan, den kostenlosen Shuttlebus für einen "Look to Kirkwall" zu nehmen, denn zu Fuß sind es doch 3 km. Der Weg vom Busstop zur Ortsmitte ist ein Katzensprung und als erstes steht die gealtige "St. Magnus Cathedral" auf dem Programm, das ich eigentlich gar nicht habe, denn ich lasse mich lieber treiben. Aber die Besichtigung dieser Kathedrale ist wirklich ein Muss ... 

- Beschreibung Kathedrale folgt -

Der nahe gelegene Bischossitz ... ein wunderschönes Anwesen mit großem Park ... läft zu einer Besichtigung ein, wäre da nicht am hinteren Ende des Parks ein Schild: "Tickets please buy in the Infocabin" und ein Pfeil nach rechts. Demfolge ich und frage eine nette Dame nach dem Preis ... er erscheint mir für eine kurze Besichtigung zu hoch, ich müsste ihn mit Kreditkarte bezeahlen und ausserdem interessiert mich der Bischof so nun auch wieder nicht.

Da zieht es meine Füße doch eher zum Hafen ... noch einmal durch den Ort zurück, dann über die Straße und ich bin da. Hier gefällt es mir ... keine Touristen, keine "AIDA-Gruppen" ... I am alone for me ... und Videomotive satt. Hier verweile ich ungefähr eine Stunde ganz gemütlich ... nur an dem Haufen Fischernetze gehe ich etwas schneller vorbei ... Mann was für ein Gestank!!! Diese Atmosphäre im Hafengebiet dürft Ihr gerne anschauen >> Videofilme, "SCHOTTLAND".

Um 12:50 Uhr erreiche ich den nächsten Shuttlebus und begebe mich gleich zum POOL-Grill ... mein Ritualmittagessen wartet: 2 Knusperschnitzelchen, Pommes rot-weiß und Karottensalat. Eine Zigarre verkneife ich mir ... dafür ist einfach nie richtig Zeit, denn um 14:30 beginnt mein Ausflug: "Mystische Orkney-Inseln". Pünktlich am Bus freue ich mich sehr, denn Boris HENN ist mit dabei ... als Scout und Dolmetscher für die schottische Dame, die uns guidet.

Als erstes halten wir am "RING OF BRODGAR" an. Dieses etwas andere "Stonehenge" ist deshalb so sehenswert, da es größer und angeblich auch mystischer ist. Über gut ausgebaute Holzstege mit Drahtgittern ... gegen Nässe und Rutschgefahr ... geht es ein wenig den Hügel hinauf bis zu dem RING mit seinen 103 m Durchmesser. Die schottische Lady erklärt ... vieles verstehe ich sogar ... und Boris übersetzt. Jetzt fehlt mir mein Mikrofonwindschutz, wie ich zuhause betrübt feststellen muss denn die Tonaufnahmen sind nicht zu gebrauchen. Nach einigen Minuten dürfen wir uns dem Myterium selbst hingeben ... niemand weiß eigentlich warum dieser RING OF BRODGAR gebaut wurde, welchem Zweck er diente und vor allem wie er gebaut wurde. Dieses "Nicht-Wissen" ist wahrscheinlich das eigentliche Mysterium ... jetzt ist mir auch das klar.

Von dort geht es an die westliche Atlantik-Steilküste ... mit der Möglichkeit auch Papageien-taucher zu sehen ... die wollten uns aber nicht sehen, ätsch!!! Soviel zu Beschreibungen von Ausflug-Highlights ... nur nichts erwarten!!! Das Gebiet der etwas abfallenden Landschaft, die dann abrupt an der Steilküste endet, ist durch seine Steinformationen und Farben sehr interessant und ab und zu wachsen in diesem rauhen Klima sogar mal einige Pflänzchen. Rauh und heftig ist vor allem der Wind, der einem fast den Atem nimmt und ständig an einem rupft und zerrt. Ich halte mich tunlichst etwas abseits der letzten Schilder, die auf die "Gefahr des Abrutschens" hinweisen ... ich möchte aus dem schönen Material doch noch einen Videofilm machen, oder!!!

Nach 20 Minuten heißt es auch wieder Abschied nehmen von der "Atlantik-Steilküste", die ich wahrscheinlich nicht noch einmal sehen werde ... Boros da schon eher, der kommt mit eine AIDA sicher nochmal her. Um 17:00 Uhr sind wir wieder "Zuhause" und die Zeit vergeht mit diesem und jenem. Karin ist von ihrem Ausflug noch nicht zurück. Sie hatte die "Panoramafahrt durch KIRKWALL" gewählt. Um 18:00 Uhr ist sie auch da und gegen 19:00 Uhr entschließen wir uns, mal im Marktrestaurant zu speisen, das ja bekanntlich immer gut besucht ist. Da aber im Calypso heute das Motto "England" lautet ... nee, dann lieber Markt. Ein Fehler, wie sich herausstellen sollte. Es ist wirklich voll und wir ergattern noch 2 Plätze an einem 6er-Tisch, an dem 3 Personen sitzen. Schon vor der Vorspeise muss ich feststellen, dass wir uns zu "Einem geschwätzigen Sachsen" und zu "Gotthilf Fischer mit seiner pickeligen Alten" gesetzt haben. Karin kann ja bei sowas die Ohren runterklappen ... Mann ist dieser Sachse ein geschwätziges und lästiges Kerlchen. Gotthil und seine Frau hören eher zu oder wagen nicht zu widersprechen. 

Ich entspanne die Situation, indem ich meine kulinariaschen "Hol-Gänge" sehr ausdehne und die Tischzeit wieder schnell beende. Gott-sei-Dank ist der Tisch beim Genuss meines Desserts ... Eis, Eis und Eis ... leer. Dank-sei-Gott!!

Zum Ablegen um 19:30 Uhr beginnt dann rechtzeitig die "Schottische Farewell-Poolparty" mit ANNET Beitlich in einem langen Kilt oder ist das dann doch ein Rock. Seisdrum ... sah chick, very chick aus. Als das Typhon 3 mal ertönt wissen wir, jetzt verlassen wir SCHOTTLAND und fahren gen ISLAND, das wir übermorgen erreichen sollen. Ohne um 21:30 Uhr in die AIDA-Bar zu "Party Of Six" zu gehen darf der Abend nicht enden. Tolle Stimmung dort und ich treffe das erste Mal auf Uros, den Bassisten der "alten" Party Of Six" zu einem netten Plausch ... Mann, mein Englisch ist eine Katastrophe. Dafür freut mich die Umarmung von Uros, der zwar einen guten Kopf größer ist aber mich herzlichst in den Arm nimmt ... naja ich bin ja auch sein größter Fan, oder!!! 

Für diesen musikalischen Ausklang habe ich mir mein neues "Leonard-Cohen" T-Shirt angezogen, was Uros mit "Wow, great musician" bewertet. Und dann macht er mir gegen später eine Riesenfreude und kündigt "Halleluhjah" von Cohen an mit dem Zusatz und schaut mich dabei an: "And This For You". Anastasia, die neue Sängerin, singt dieses Lieblingsstück von mir mit so einer Hingabe, dass ich kaum vernünftig filmen kann. "Heavy On My Heart" ... hat ANASTACIA mal gesungen und so fühle ich mich. Nach einer rührenden Verabschiedung schweben wir auf unsere Kabine ... also ich schwebe, Karin geht eher normal. Es ist Mitternacht!!!

Gute Nacht!!!

08.06. Samstag Wetter: kalt/windig und bewölkt, vielleicht 10 Grad

Seetag 2

Um 5:00 Uhr bin ich auf Deck 10 und freue mich auf das "Vorfrühstück", das die 2 netten Jungs von der Crew jeden Morgen für uns aufbauen ... auch an dieser Stelle mal ein Dank dafür. Das Schreiben gestaltet sich als  schwierig... das Schiff schaukelt zu sehr.

Um 8:30 Uhr ist es dann Zeit für ein richtiges und gemeinsames Frühstück ... immer beginnend mit Rührei oder Spiegelei und Speck, gefolgt von 2 kleinen Brötchen mit Wurst und Käse. Dazu fertig gerichtete Gemüseschnitze ... und als Abschluss eine Schale mit Obst und Müsli ... mann werde ich das zuhause vermissen, aber da ist dann eh alles wieder anders. Aber hier ... unter Leuten ... fertiges Buffet ... da schmeckz`s halt.

Karin drängelt schon die ganze Zeit: "Ich habe kein Whatts App und kein Facebook ..." Also richte ich ihr eine Social Media Flat für die gesamte Reise ein ... 50 € ... und es ist dauerhaft möglich zu "Appen" und zu "Facebooken" ... und ich habe meine Ruhe. Das ist es wert. Krin drängt es um 11:00 Uhr zu einem Ernährungsvortrag mit Dr. Pedro Gonzales ... da gehen Menschen hin, die sich über gesunde Ernährung informieren und dann abends in der Warteschlange für die Öffnung des Restaurants stehen, weil sie das Buffet nicht erwarten können. Mich zieht es in die AIDA-Bar ... da ist irgendein "Gaudi-Event". Naja, diverse Häppchen und so ein komischer "Haselnuss-Creme-Schnaps", den man mir aufdrängen möchte, das gelingt aber nicht.

An diesem Tag wechselt man zwischen "drinnen ... sich eingesperrt fühlen" und "draußen ... ach ist das arschkalt". Es ergibt sich ein kostenloses Vergnügen ... gemeinsames Schwanken bei dem Seegang. Man geht auf sich zu, in der Hoffnung, dass man nicht "aufeinander trifft" ... im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn man sitzt und die Menschen beobachtet dann überlegt man ob derjenige den man gerade im Visier hat, es noch an der Säule vorbei schafft oder ob er sich heben muss und ähnliches ... ein lustige Art, sich die Zeit zu vertreiben.

Um 12:00 Uhr gibt`s trotz Wellen und reduzierten Gästen an Deck einen guten Imbiss mit Garneelen und anderen Meeresfrüchten.

Um 14:30 müssen wir ins Theater, denn da hält Boris HENN seine Infoveranstaltung über ISLAND. Und bei ihm ist der "Laden imer voll" ... also rechtzeitig da sein. Wieder einmal erklärt und erzählt Boris auf seine einzigartige Art und Weise dieses Land aus Feuer und Eis. Gespickt mit Humor ist es aufs Neue eine tolle Geschichtsstunde und wir erfahren viel über unseren Aufenthalt dort ... einschlich Tips und Tricks.

Leider muss ich mich vorzeitig ausklinken, denn um 15:30 Uhr heißt es: "Chef`s Kaffeeklatsch im SELECTION. Küchenchef Christian und Chef de`SELECTION Danilo haben zu einer gemütlichen Frage und Antwortrunde eingeladen ... rund ums Kulinarische und die Logistik, die dahinter steckt. Nun merkt man die Anziehungskraft von Boris HENN, denn wir sind eine eher kleine, um nicht zu sagen winzige Runde ... 5 Leute, die Chefs eingeschlossen. Vielleicht wurde ja aber auch diese Veranstaltung nicht richtig beworben. Meine erste Frage gilt den Möbeln: "Warum gibt es die herrlichen blau-goldenen Möbel vom ROSSINI nicht mehr?" Mit dem Konzept SELECTION-Reisen wurde nicht nur das Restaurant umbenannt, es wurde auch ein neues Konzept erarbeitet ... alles sollte moderner werden. Danilo gefallen die neuen Möbel übrigens besser ... alles ist Geschmackssache. Die nächste Frager: "Warum geht man in Punkto Hygiene, speziell desinfizieren der Hände vor den Restaurants nicht strenger mit den Gästen um ... so mancher hält diese sinnvolle Maßnahme  ja nicht für nötig.  "Wir dürfen nur darauf hinweisen und die Gäste ersuchen, das zu tun. Wir appelieren daran, dies doch bitte zu tun, im Sinne der Allgemeinheit ... aber wir können keine Restaurantverbote deshalb ausprechen. Oft sind wir ja auch mit Personal präsent und das wirkt dann schon." Das gleiche gilt für die Einhaltung der Kleiderordnung, die ja nun wirklich ziemlich locker gehandelt wird. Auch hier gilt: "Wir können nur darauf hinweisen, mehr nicht."  

Wir erfahren aber auch, dass im Vorfeld vieles getan wird um den "Worstcase" erst gar nicht aufkommen zu lassen. Viele Kontrollen und Reglements für das Personal, die natürlich in Stoßzeiten eine erhebliche Zusatzbelastung darstellen, sind angesetzt. Material, das nicht mehr geeignet ist wird sofort aussortiert, weil es zB Risse hat, in denen sich Keime ansiedeln könnten. Das Thema Besteckständer kommt auch auf. "In Kanad werden wir keine Besteckständer mehr haben dürfen. Die kanadischen Behörden sind der Meinung, dass diese nicht der Hygiene genügen. Das Besteck muss vom Gast aus eigens dafür aufgestellt Schubladen geholt werden. Regelament eines Landes, das eben anders denkt."

Während Christian als Küchenchef der große Wortführer ist ... er hört sich halt auch gerne reden ... ist Danilo eher der bescheidene "Chef" ... dadurch aber viel sympatischer. Er wirkt in der Runde manchmal richtig verloren ... als "magerer" Koch. Nach soviel Diskussion und Information ... die Runde dauert mit 80 Minuten doch 20 Minuten länger als geplant ... brauche ich frische Kuft auf Deck 10. Es ist sehr stürmisch und ... was sehen meine Augen ... in einem Eck hat sich sogar Eis gebildet. hatten wir Hagel, während ich "Inside" war? Es stellt sich jedoch heraus, dass dies Reste des Kühlungseises vom Poolbuffet sind. Na, Gott-sei-Dank!

Im Reisecenter storniere ich unsere großen und teuren Ausflüge "Ottawa" bei unserem Aufenthalt in Montreal. Eine genauere Recherche hat ergeben, dass wir insgesamt über 4 Stunden im Bus sitzen würden. Das muss nicht sein und wir sparen 199 €.Dafür buche ich jetzt doch meine "Zodiac-Tour im Nationalpark in Seguenay", die zwar mit 99 € auch nicht gerade billig ist ... aber einmal dort möchte ich die Fjord-Natur schon hautnah erleben.

Abends ist für mich nicht viel angesagt. Die Show "Cotton-Club habe ich schon gesehen ... zum Schreiben habe ich keine große Lust, also hänge ich ein wenig rum bis 22:00 Uhr. Dann st nämliche "Crime-Time" angesagt. Boris HENN vetritt den kranken Jörg BÖHM und präsentiert seine Kreuzfahrtkrimis: "Moffenkind" und "Niemandsblut".

In der Nightfly-Bar wartet Boris  noch auf das Theaterende ... und auf Karin, aber um 22:15 geht’s dann los. er macht seine Sache wirklich gut  dann beginnt der Fragenteil  zunächst nix und dann zieht sich’s  ich bin saumüde und warte sehnsüchtig aufs Ende (Schlussszene ), 24:00 eeendlich, nix wie ab und ins Bett 

Nächster AIDA Krimi: „Schärengrab“ (Ostseetour)

Gute Nacht!!!

 

09.06. Sonntag Wetter:

Island/Reykjavik (17:00 - )

Hafeninfo:

- wird nachgereicht -

Wieder bin ich … natürlich … um 5:00 Uhr auf Deck 10 und wundere mich, dass noch keine Vorbereitungen für das Frühaufsteer-Frhstück laufen … die Jungs sind doch sonst so pünktlich. Vielleicht haben sie Order bekommen, sich an die offizielle Zeit: „Frühstück ab 6:00 Uhr“ zu halten. Als sich um 6:00 Uhr immer noch nichts tut werde ich nicht nur stutzig, es fällt mir siedendheiß ein, dass ich gestern vergessen habe, meine Uhr umzustellen „1 Stunde zurück“ … es war erst 4:00 Uhr als ich auf Deck 10 war. Naja, „Shit Happens“ … um 5:10 Uhr sind die Jungs ja dann da und bald kann ich meinen ersten Kaffee schlürfen, ein paar Kekse und etwas Obst essen und mich mit anderen Frühaufstehern unterhalten.

Um 5:45 Uhr ist an Backbord eine eisbedeckte Insel vo Island zu sehen, leider nur schemenhaft. Ab 7:00 sollen wir die „Vestma naye“-Passage (das Westmännereiland)erreichen, bei der Boris HENN wieder eine Moderation von der Brücke aus machen wird. Diese aus 14 Inseln bestehende Inselgruppe ist vulkanischen Ursprungs und ird sich aufhrund dieser Tatsache auch immer wieder verändern. Das Archipel misst 38 km in der Länge und 30 km in der Breite. Dort leben Menschen … der größte Ort hat immerhin 4.493 Einwohner. 

Wer es anschauen möchte >> YouTube Film Nr. 6 ISLAND-1

Um 8:30 Uhr endlich das richtige Frühstück mit Karin zusammen. Auf Deck 10/11 sollen Delfine gesehen worden sein … naja, bis wir oben sind sind die sicher weg … das Frühstück hat jetzt Prioität. Die Zeit bis 12:00 Uhr … Pool-Grill-Time … vergeht mit diesem und jenem, was man eben so macht auf eiem Schiff. Aber dann muss um 12:30 Uhr das Ritual eingehalten werden: „Knusperschnitzel mit Kartoffelecken und Karottensalat … sehr gesund. Heruntergespült mit klarem kalten Wasser.

Karin und ich nehmen unseren Kaffee um 14:00 Uhr mal auf der Kabine ein … wozu hab ich denn eine Segafredo-Kapselmaschine geordert, mit 15 Kapseln inklusive. Er schmeckt sogar meiner skeptischen Frau gut. Wir nutzen noch die Zeit „indoor“ um Fotos vom iPhone auf`s iPad zu transferieren … per Airdrop geht das bei Apple wunderbar. Um 15:30 Uhr ist wieder „Boris-Time“ … er moderiert das Einlaufen in Reykjavik. Den Hafen sollen wir gegen 17:00 Uhr erreichen. Pünktlich legen wir auch an und alles strömt von Bord … die Zurückgebliebenen haben das Schiff für sich … Hallehluhjah!!! Es gibt keinen Shuttle-Bus von AIDA … der Städtische Hop-On-Hop-Off-Bus kostet 16 € und zu Fuß sind es 3-4 km. Nee, auch wenn es eine schöne Strecke sein soll.

Wir entschließen uns zu relaxen, sogar etwas zu schlafen und aufg den Abend zu warten.

Nach dem Abendessen im Calypso ist um 21:00 Uhr wieder ANNETTS Boulevard angesagt, diesesmal mit den Highlights: „Interview mit Premium Lektor Boris HENN“ … den wir zu unseren Freunden zählen dürfen … und einer Folklore-Gastgruppe aus Reykjavik, die uns isländische Volkstänze näher bringen möchte. Für das Interview mit Boris HENN hat ANNETT, die Entertainment-Managerin, eine kleine gemütliche Ecke mit Cafehaus-Bestuhlung eingeericht … so lässt es sich gut plaudern. Boris hat wie immer viel zu berichten, es geht natürlich um ISLAND und die ISLÄNDER. Es sind ja im Gegensatz zu den 82 Millionen bei uns nur ca. 350.000 auf der Insel, wobei der Hauptteil in und um Reykjavik lebt. Da ist die Frage zB nach „Verwandtschaft“ aufgrund von Inzucht durchaus legitim. Und … so verrückt sich das auch anhört … es gibt eine „Inzucht-App“ mit der man im Hinblick auf eine Heirat den Verwandtheitsgrad untereinander feststellen kann. Auch das Thema „ELFEN“ ist hochinteressant wenn gleichso verrückt. Es gibt tatsächlich einen „Elfenbeauftragten“, der, wenn ein Grundstück zum Hausbau geplant ist, dieses auf Elfenbestand untersucht … und erst, wenn der „Elfenbeauftragte“ sein ok gibt kann gebaut werden … abartig oder?

Nach dem 15 minütigen Interview mit Boris HENN kündigt ANNETT die Folklore-Gruppe aus Reykjavik groß an. Da Volkstanz nicht so mein Ding ist lasse ich mich einfach mal überraschen und halte meine Videokamera bereit. Die Sprecherin der Gruppe … Gudrun … kann gut eutsch und moderiert locker und mit viel Humor. Sie erklärt auch immer um was es in den Gesängen und Tänzen geht. Meistens natürlich um Liebe, Schmerz und Dias isländische Leben. 2 Akkordeonspieler … ich bin begeistert … untermalen die Darbietungen musikalisch und ein kleiner Chor unterstreicht diese mit Gesang.

Am Ende der ca. 30 Minuten muss auch ich sagen: „Es hat sich gelohnt, nicht woanders gewesen zu sein“. Trotzdem zieht es mich nun … es ist 22:00 Uhr … in die AIDA-Bar zu meinen Lieblingen, zu „Party Of Six“. Der Sänger „SERJAN“ hat heute Geburtstag … wir gratulieren herzlich mit einem Ständchen … und e stellt sich heraus, dass Sängerin ANASTASIA am 2. Juni ebenfalls Geburtstag hatte … ein Super-Sternzeichen, wenn man mich am 5. Juni noch dazu nimmt, oder? In der Pause um 23_00 Uhr stecke ich UROS einen Zettel mit unseren „Songwünschen“ zu … mal sehen was daraus wird. Nach einem kurzen Blick auf die Liste meint er jedenfalls: „Good Music“. Dann aber ab ins Bett … wir sind müde … das Alter halt!!!

Gute Nacht!!!

10.06. Montag Wetter:

Island/Reykjavik ( - 18:00)

Sonnenaufgang: 3:07 / -untergang: 23:47

- Hafeninfo folgt nach -

Heute zieht es mich zu einer ersten Runde schon um 3:00 Uhr aus dem Bett und rauf auf Deck 10. Ich begrüße Henry …  er ist auf diesem Deck morgens für die Reinigung der Backbordseite zuständig. Dazu gehört alles mit starkem Wasserstrahl abspritzen, wieder trocken „gummieren“, vor allem die großen Fensterscheiben am Heck bei der Anytime-Bar. Er saugt auch die Fugen am Ende der Planken zur Reeling hin sorgfältig aus … und das jeden Tag. Ich unterhalte mich gerne mit ihm, er ist ein netter Bursche von den Phillipinen, Manila … aber ihm gefällt`s ganz gut auf der AIDA … das Heimweh halt. Wir freuen uns, swenn wir uns sehen. Ert sagt immer: „Sir“, aber das kann man ihm und den anderen von der Crew nicht abgewöhnen, auch wenn ich es für übertrieben halte.

Schnell noch um 5:30 Uhr einen Kaffee trinken, denn heute beginnen die Ausflüge recht früh. Meiner ist bereits für 8:00 Uhr angesetzt, es geht zum „Geothermalgebiet KRYSUVAR“  und zum „VIKING-Museum“. Mittags bin ich aber schon zurück. Karin dagegen hat sich für die „Golden Tour“, einem Ganztagesausflug entschieden, den ich 2016 gemacht habe … gute Wahl.

 

11.06. Dienstag Wetter: kühl, 10 Grad, starker Wind und Seegang

Seetag 3

Seit 3:45 Uhr bin ich wach … das Schiff rumpelt und pumpelt … wir scheinen Seegang zu haben. Also stehe ich auf und begebe mich wieder auf Deck 10, auch wenn es bis zum 1. Frühstück noch eine Weile hin ist. Die Sonne ist da, es ist nur leicht bewölkt aber ziemlich stürmisch und kalt … 10 Grad. Ich habe Mühe geradeaus zu gehen … und das schon am frühen Morgen. Nachdem ich meinen Rundgang mit der Videokamera gemacht habe gehe ich doch zurück auf die Kabine … noch ist es zu früh, um in der „Anytime-Bar“ auf Kaffee zu warten.

Ich schlafe nochmal ein und bin erst um 6:15 Uhr wieder oben … nicht der Erste diesmal beim 1. Frühstück. 

Um 8:30 Uhr nehmen wir dann zusammen das gemeinsame Frühstück im „Calypso“ ein … nun schaukelt es schon ganz schön. Das Motto heißt: „Immer eine Hand für`s Schiff“ … also festhalten. Gar nicht so einfach mit Tellern vom Buffet. So oft will man ja nun auch nicht gehen. Als ich meine Morgentabletten nehme stelle ich mit Entsetzen fest, dass ich ein wichtiges … „lebenswichtiges“ Medikament daheim vergessen habe. Eine Woche ist rum und ich wollte heute die Wochenbox neu richten. „Ach du Schei…e“ entfährt es mir laut. Es ist das Medikament gegen mein RLS (Restless-Leg-Syndrom), dass ich abends nehme, damit meine Beine ruhig bleiben und ich schlafen kann!!!  Ich sehe mich schon nächtlichen Höllenqualen ausgesetzt, weiß ich doch um diese Zustände … die sind meinem ärgsten Feind nicht zu gönnen. Da bleibt nur eines … erst mal überlegen … und auf die Kabne, alles durchsuchen. Nix !!!!! Also ins Hospital und um Rat fragen. Die haben natürlich dieses Medikament nicht auf Lager, können mir aber mit einem Beruhigungsmittel aushelfen, das ich abends anstatt nehmen kann … ob es wirkt … keine 

Ahnung!!! Ich hoffe es!!! Für den Landgang in Neufundland, St. John, stellen sie mir ein Rezept aus, ohne Garantie, dass es anerkannt wird Wahrscheinlich muss ich in Kanada erst zu einem lokalen Arzt … auch das noch. Meine Urlaubsfreude ist so ziemlich dahin. Es ist ja erst der erste von 3 Seetagen!!!

Nichtsdestotrotz ist um 11:15 Uhr „Kochschule bei Danilo im SELECTION“, Thema: „Rinderfilet“ … und bis zum Abend ist es noch weit hin. Also versuche ich die Zeit bis dahin zu genießen. In 1 1/2 Stunden lernen wir Vieles über Rindfleisch und Danilo kocht uns … so nebenbei … ein 3-Gänge-Menü. Hier mal einige Tips zusammengefasst:

  • Fleisch in Folie einrollen, dann in Alufolie, bei 72 Grad / 54 Grad Kerntemperatur nur 18 Minuten im Backofen, dann anbraten
  • Ein Menü besteht bei Danilo immer aus 8 Geschmackskomponenten: süß, sauer, scharf, salzig … und den Rest weiß ich nicht mehr

Als ersten Gang gibt es „Tartar vom Rinderfilet“: „ … von Hand geschnitten“ von wegen im Fleischwolf oder so.

Als zweiten Gang gibt es „Rinderfilet & Lammlachse (siehe oben: Folie und so) und

Als dritten Gang: „Sorbet vom grünen Apfel“

Zwischendrin zeigt uns Danilo, wie man eine Rinderbrühe ansetzt, die später stundenlang eingeköchelt wird und als Basis für eine gute Sauce dient. Als das letzte Krümelöchen vom Sorbet weggeschleckt ist gibt es noch eine Überraschung. Jeder Teilnehmer erhält 3 Original „SELECTION-Gewürzmischungen“ in verschiedenen Geschmacksrichtungen, also nehmen wir 6 Dosen mit heim. Wert ca. 30 €/pPerson. Der Kochkurs hat 29,90 € pP gekostet … was sagt der Mathematiker dazu … passt!!!

Als Fazit bleibt: Ein tolles Erlebnis & eine Super-Lehrstunde und das bei diesem Seegang, bei dem ich meine kleine Videokamera noch nicht mal ruhig halten konnte. Bravo Danilo!!!

Ein ebenso beeindruckendes Event ist wieder der Vortrag von Boris HENN zum Thema „Kanada“. Ich will es kurz machen, aber sowohl Historie diese Landes, Menschen, Klima, Lebensart und auch so manche Besonderheit hat er wieder super dargestellt. Boris erläutert uns die Anlaufstationen der AIDAvita so genau, dass wir mit vielen Tips gut für unsere Ausflüge gewappnet sind. Alles in allem also wieder eine runde Sache, die Boris HENN da vorgeführt hat … bei vollem Haus, versteht sich.

Karin schaut um 17:00 Uhr im Theater den 1. Teil des AIDA-Films „Unvergessliche Momente“ an während Boris sich mit mir schon mal rechtzeitig um einen Arzt & eine Apotheke in St. John, Neufundland kümmert … er ist schon sehr hilfsbereit. Dann aber brauche ich unbedingt eine Luftveränderung, also rauf auf Deck 10 an die hintere Bar … die Poolbar ist geschlossen, weil … nach kanadischen Vorgaben darf auf einem Deck nur eine Bar geöffnet haben, wegen des sonst zu übermäßigen Alkoholkonsums … Mann-Oh-Mann … Kanada I Love You!!! Im AIDA-Shop versuche ich Lust-/Frustkäufe, aber das will mir bei dem Angebot nicht so recht gelingen.

19:00 Uhr Abendessen im Calypso … hier ist das Publikum einfach lockerer. Um 21:00 Uhr lädt Annett wieder zu ihrem Boulevard ein und anschließend dürfen wir den Stand-Up Comedian Jan Wiegand erleben. Naja … etwas lustig und spontan-humorvoll ist er schon, aber doch fehlt der nötige Pepp, um begeistert zu sein. Da ist mir dann die musikalische Atmosphäre in der AIDA-Bar bei „New Party Of Six“ lieber. Ich nenne sie so, da nur noch 2 Bandmitglieder der alten Band dabei sind … aber so langsam gefällt mir die neue Zusammensetzung … vor allem Sängerin „ANASTASIA“ … kein Wunder bei dem Aussehen und auch der Stimme. Um 23:30 Uhr heißt es dann für ältere Leute … ab ins Bett.

Gute Nacht!!!

12.06. Mittwoch Wetter:  Seegang, stürmisch, bewölkt 10 Grad

Seetag 4

Seit 2:00 Uhr bin ich wach und habe RLS (Restless-Leg-Syndrom: unruhige Beine), da ich wie beschrieben meine Medikamente vergessen habe und erst am 14. Juni in St. Johns, Neufundland zu einer Apotheke kann oder vielleicht sogar zu einem kanadischen Arzt muss. Bis dahin heißt es … aushalten und leiden. Heute morgen jedenfalls muss ich dringend nochmal ins Hospital und mir einige zusätzliche Beruhigungspillen holen, die Dosis hat nicht ausgereicht. Irgendwann schlafe ich dann doch wieder ein und sogar bis 7:30 durch.

Es ist das erste mal, dass ich nicht beim Frühaufsteherfrühstück dabei bin … ob mich jemand vermisst … Nicole aus Ostfriesland vielleicht. Um 8:30 gönnen wir uns ein Gourmet Frühstück im Selection mit Boris. Er hat inzwischen das Procedere wegen Arzt/ Klinik & Apotheke. Ich danke ihm. Wir genießen das Frühstück … Boris anscheinend zum ersten mal … na sowas. Eineinhalb Stunden vergehen wie im Flug und wir sind richtig pappsatt und hatten gute Gespräche.

Die Formulare für die Einreise nach Kanada liegen auf der Kabine … den Schreibkram überlasse ich meiner Sekretärin … also Karin. Ich verziehe mich mit meiner Videokamera auf  Deck 8 in die AIDA Bar, die gerammelt voll ist wegen Freibier und Snacks … ja wenn`s was zusätzlich kostenlos gibt sind viele Menschen nicht zu bremsen. Nach einigen Videoaufnahmen suche ich mal wieder den AIDA-Shop auf und kaufe mir doch die neue AIDA-Cup und ein gelbes Band für meine Bordkarte. Um 14:30 heißt es dann wieder im Theater: „It`s Boris-Time“. Diesmal „Neufundland & St. John’s“. Und wieder einmal bin ich wie soviele begeistert über seine Art und Weise, Informationen den Zuhörern näher zu bringen.

Heute ist „Boris-Tag“, denn um 17:00 Uhr liest er aus: „Der kleine Prinz“ in der Nighttflybar … ein Muss für Karin und mich. Mit Gefühl ausgewählte Passagen aus diesem „Märchen für Erwachsene“ versetzen uns für 90 Minuten in eine andere Welt, eben in die Welt, in der man „Nur mit dem Herzen gut sieht“. Wenn man sich auf die Aussagen dieses Märchens einläßt bzw. einlassen kann, dann entdeckt man soviele kleine „Weisheiten“ … es ist einfach wunderbar. Natürlich ist Boris HENN hier der geeignete Lektor um diese Lesung zu einem Erlebnis der besonderen Art werden zu lassen.

Als Viedo zu sehen auf: YouTube „Filmemacher GKD“ >> AIDAvita-2019-Seetag-4 

Um 18:30 sind wir im SELECTION zu einem kulinarischen Erlebnis der besonderen Art eingeladen: „KITCHEN-Party“ unter Leitung von Danilo SCHULZ, dem „Chef de` Selection“. „KITCHEN-Party“ heißt, in die örtlichen Geheimnisse der Gourmetküche des SELECTION einzutauchen … auch indem man wirklich in die Küche darf, dort bei der Zubereitung der Köstlichkeiten zuschauen kann und wer mag … auch dort an elegent eingekleideten Stehtischen speisen kann. Natürlich darf man seinen Gourmet-Teller auch mit ins Restaurant an seinen Tisch nehmen. Wir teilen uns diesen mit Boris HENN, Jens WIELAND, dem Comidian und seiner Freundin und 2 Mädels von den AIDA-Stars. Eine gute und lustige Truppe, wie sich im Laufe des Abends herausstellen soll. 

Ich darf mal kurz das kulinarische Programm aufzählen:

 Vorspeisen:       Kampa Beef Sashimi, Shrimps-Coktail u. Sashimi vom Yellow Fin Tuna

 Suppe:              Whisky-Mais Suppe

 Salat:                Salat mit Stilton, Birne u. Speck

 Hauptgerichte: Trüffel-Tagliatelle, Vonfiertes Ochsenkarree mit Zuckerschoten & 

                            Rosmarin-Kartoffeln, Pork Sisig (phillipinisch)

 Sorbets:             Sorbet vom grünen Apfel, Kokosnuss-Sorbet u. Sorbet von der Waldbeere

 Desserts:           Kaffeeeis, Geflämmte Banane, Schokokuchen u. Schoko Creme-Brullee

Na … läuft Euch das Wasser im Munde zusammen … das geschieht Euch recht. Mein Tip … AIDA-Kreuzfahrt buchen und selber genießen!!! Jedenfalls ein toller Abend in angenehmer Atmosphäre und Begleitung. Immer wieder gerne!!!

Als Viedo zu sehen auf: YouTube „Filmemacher GKD“ >> AIDAvita-2019-Seetag-4 

Ab 22:00 dann: „Die legendäre Haifischbar mit dem Gäste-Shanty-Chor und den singenden Offizieren. Party PUR!!! Und dazu: „Lecker Fischbrötchen!!!“ „Svetlana“ alias Nadine von den Scouts sucht sich 3 Männer aus … ich natürlich dabei … und stellt ihnen folgende Frage: „Was würdest Du tun, wenn ein anderer mann mich anmacht?“ Ich … als Erster in der Reihe … antworte so cool ich kann: „Ich würde um dich kämpfen, Baby!“ Da die anderen beiden eher „hirnlose“ Antworten von sich geben wählt mich „Svetlana“ aus Polen als Mann aus … unter großem Beifall natürlich. Karin hat mal wieder ihr iPhone für einen Videomitschnitt nicht zur Hand … ärgerlich!!!  So endet die Szene mit einer „Verlobung“, die nicht dokumentiert ist.

Die Highlights in der HAIFISCHBAR sind natürlich der „Shanty-Chor der Offiziere“ und der „Gäste-Chor“, diesmal mit einem tollen Solo von HORST, „La Paloma“. Es geht zu Herzen und ich habe meine Videokamera natürlich bereit. Um 23:30 Uhr verabschieden wir uns … Ihr wißt ja „Alte Leute müssten schon längst schlafen“.

Als Viedo zu sehen auf: YouTube „Filmemacher GKD“ >> AIDAvita-2019-Seetag-4 

(Ich wiederhole mich gerne)

Gute Nacht!!!

13.06. Donnerstag Wetter: bewölkt & stark stürmisch 😡😡😡 8 Grad

Seetag 5

Die Nacht war wegen meines RLS total beschissen … ich bin kaum zum schlafen gekommen und stehe dadurch sehr früh auf, um einen Rundgang auf Deck 10 zu machen. Seit 3 tagen treffe ich um diese frühe Zeit … es ist 2:30 Uhr … Henry von der 

Reinigungs-Crew. Er ist für die Steuerbordseite von Deck 10 verantwortlich … Deck abspritzen und wieder trocknen … er geht sogar mit einem Staubsauger die Fuge entlang, die sich am Ende des Decks bei der Reeling befindet. Irgendwie gefällt er mir … HENRY aus Manila, von den Philipinen … ein netter Kerl. Wir führen Gespräche auf Englisch, das beiderseits der Verbesserung bedarf. Aber irgendwie kommen wir klar und es macht Spaß, sich mit ihm zu unterhalten.

Um 3:00 Uhr gehe ich nochmal auf die Kabine und schlafe auch ein. 4:30 Uhr … wieder wach … sieht mich Deck 10 und auch HENRY schon wieder … was er wohl denkt: „Crazy Old Man!?“ … oder so. Bereits um 5:05 Frühstück richten die beiden Fleißigen von der Crew das Frühaufsteherfrühstück. Es gibt endlich Kaffee!!!

Um 8:30 Uhr dann gemeinsames Frühstück im Marktrestaurant … bei den biederen Leuten. Um 11: Uhr dann endlich wieder Boris-Time: Vortrag über „Prince-Edward-Island“ im Theater. Was soll ich sagen … sehr gut wie immer.  Auf diese Insel vor Kanada mit ihrem charmanten Städtchen „CHARLOTTETOWN“ darf man sich freuen. Und ich bin froh, dass ich noch einen Ausflug nachgebucht habe: „Die Leuchttürme von Prince-Edward-Island“, denn die Bilder, die Boris präsentiert lassen Vorfreude darauf aufkommen.

Noch ein wenig auf Deck 10 spüre ich so langsam die Müdigkeit, die sich aufgrund der schlaflosen nacht einstellt … also lege ich mich in der Kabine noch ein wenig hin. Mit dem Erfolg, dass ich sofort blöde Kurzträume habe. Ich träume, dass „Familie Diesing (väterlicherseits)“ mit an Bord ist … und wer die kennt bzw. kannte, der wünscht sich das nicht unbedingt. Gott-sei-Dank wache ich nach kurzer Zeit wieder auf … die Batterie ist etwas geladen, es geht wieder auf Deck 10. Dort gibt es frisches Obst und einen guten Tee. Um 16:30 Uhr muss ich nochmal ins Hospital … die Ärztin hat auf dem ausgestelltem Rezept die Unterschrift vergessen … Schlamperei, oder?

Im AIDA-Shop beschließen Karin und ich dann … der Vortrag von Boris hat uns dazu animiert … bunte Socken zu kaufen. Damit tun wir es dem Premierminister von Kanada gleich, der gerne und ständig die verrücktesten Socken trägt. Und falls wir zu einer Audienz eingeladen werden, dann sind wir wenigstens passend gekleidet … an den Füßen. Um 17:30 Uhr gibt`s wieder was zu feiern: „Bergfest in der AIDA-Bar“ … das heißt, wir haben die Hälfte der Tour hinter uns … das macht schon ein wenig traurig … schnief!!! Das Fest findet natürlich nicht ohne Essen und Trinken statt und ist von den Offizieren standesgemäß begleitet. Annett BEITLICH, die Power-Frau macht Stimmung und kündigt auch „Party Of Three“ an … die unplugged-Version ddr Party-Band. Bei toller Musik, kulinarischen Klein-Köstlichkeiten und so manchem Glas Sekt oder Orangensaft läßt es sich bis 19:00 aushalten. Da sind dann aber viele schon wieder verschwunden … es ist ja ab 18:00 Uhr schließlich Essenszeit … zumindest im Markt-Restaurant … na denn, Guten Apettit!!!

Das „AIDA-Highlight“ des Tages beginnt um 21:00 Uhr im Theater: „Die Legende vom Ozeanpianisten (Novecento)“, vorgetragen von Boris HENN und LADISLAV, dem Pianisten. Wer diese Geschichte, dieses Buch, das auch verfilmt wurde, noch nicht kennt sollte dies  bald nachholen … es lohnt sich. Für uns bietet sich diese Gelegenheit bereits das zweite mal … den ersten Vortrag durften wir 2016 auf der AIDAaura bei den 17-tägigen „Highlights des Nordens“ genießen. Dabei lernten wir auch Boris HENN und seinen Mann Jörg BÖHM, den Krimi-Autor kennen und schätzen. Damals in der „Nightfly-Bar“, in angenehm familiärer Atmosphäre, wurde Boris von Tamas ROSTAS, einem Super-Pianisten aus der Tschechien begleitet. Da konnte ich sozusagen hautnah filmen und die Geschichte um NOVECENTO, dem Findelkind vom Ozeandampfer „Brittania“, der niemals einen Fuß an Land gesetzt hat sehr gut in Szene setzen. Nun im Theater sind die beiden Aktuere zu weit weg und die Hintergrundbilder auf der großen Leinwand passen oft nicht zur Geschichte … schade. Ich verzichte deshalb auf eine zweite Videoversion.   

Ab 22:15 Uhr lassen wir den Abend … wie so oft … bei „Party Of Six“ in der AIDA-Bar ausklingen, ehe die „Alten“ dann um 23:15 Uhr wieder ins Bettchen krabbeln.

Gute Nacht!!!

 

14.06. Freitag Wetter:

Kanada/St. Johns  (08:00 - 20:00)

Sonnenaufgang: 5:02/ -untergang: 20:59

Hafeninfo:

St. John’s ist eine Stadt auf Neufundland in Kanada und eine der ältesten europäischen Siedlungen Nordamerikas. St. John’s ist die Provinzhauptstadt der kanadischen Provinz Neufundland und Labrador und zählt rund 110.000 Einwohner. Sie liegt an der Südostküste der Insel Neufundland auf der Halbinsel Avalon. In St. John’s beginnt der Trans-Canada Highway No. 1, der quer durch Kanada bis an die Westküste führt. Die Stadt liegt an einem durch vorgelagerte Berge gut geschützten Naturhafen, in dem im Sommer viele Kreuzfahrtschiffe Station machen. Ein Wahrzeichen der Stadt ist der Cabot Tower auf dem Signal Hill, der fast von jedem Punkt der Stadt aus zu sehen ist.

Eine scheiss Nacht liegt hinter mir … trotz Beruhigungsmitteln bin ich nach 2 Stunden wieder wach und leide an meinem RLS. Ich verbringe Stunden damit auf der Kabine, dann muss ich mal raus auf Deck 10.  Dann schlafe ich wieder ein wenig, dusche um 5:15 ziehe mich an und begebe mich mit meiner Kamera auf Deck 10 … natürlich zum Frühaufsteherfrühstück und … Kaffee. Hier kann ich es im Stehen und gehen aushalten … das verdammte RLS macht sich ja nur im Liegen bemerkbar.

Um 7:45 Uhr dann endlich ein richtiges Frühstück … wir sind mit Boris verabredet und gehen gemeinsam um 8:30 von Bord, um auf der Bank 400 CAD zu holen und dann mit dem Taxi … kostet 12,75 CAD (ca. 7 €)  zur Klinik und Apotheke zu fahren. Es hat sich herausgestellt, dass Kanada das Schiffsrezept tatsächlich nicht akzeptiert. Deshalb sind zunächst mal 150 CAD cash fällig. Der Arzt befindet sich wirklich in einem großen „Drugstore“ also Supermarkt und die Apotheke ebenfalls. Endlich halte ich nach 30 Minuten Wartezeit mein Pramipexol in Händen … das Leben … das nächtliche … hat mich wieder. Mit dem gleichen Taxi geht`s zurück auf`s Schiff und zunächst mal wird etwas relaxed. Soviel Aufregungen sind für einen 67-jährigen einfach zuviel.

Ab 13:00 Uhr gönnen wir uns dann endlich unsere Freizeit für einen großen Spaziergang in St. John’s. Sowohl das Hafengebiet als auch die Downtown-Area mit Harbour Drive, WaterStreet und Duckworth Street wollen wir uns anschauen … und viele bunte Häuser natürlich. Wir stellen hier gleich eine tolle Verkehrsmoral fest … die kanadischen Autodriver fahren sehr zivilisiert, eas wohl auch der entspannten Mentalität in diesem Land zuzuschreiben ist. Als Fußgänger, besonders an Überwegen wie Zebrastreifen wird man schon von weitem gesehen und die Fahrzeugdriver machen langsam … es kommt überhaupt keine Spannung zwischen den Verkehrsteilnehmern auf. Man muß fast schon abwinken, wenn man nicht über die Straße möchte. 

Wir gehen die steile Straße mit zum Teil hohne Treppen zwischendurch zum hier höchsten Punkt auf, zur „Abbey On The Hill“. Dort oben steht die „Große Paptisten-Kirche, die wir uns ansehen möchten. Schon das Umfeld mit dem großen Eingangsportal ist beeindruckend … und erst das Innere dieses großen Doms. Die Sonne erzeugt wunderbare Farbspiele … vor allem auf den Altären und natürlich besonders durch die bunten Kirchenfenster. Herrliche Videomotive ergeben sich für mich als engagierten Filmemacher. Natürlich lädt dies Atmosphäre zum Verweilen und auch zum Beten ein. Unsere Blicke schweifen immer wieder zu den lichtüberfluteten Detaild des Kirchenschiffes. Es ist ergreifend!!! Natürlich bleiben wir ein wenig und lassen alles auf uns wirken … obwohl wir in dieser Stadt die wir erst so kurz kennen keine Hektik verspüren, tut der Aufenthalt in der Abbey zusätzlich gut.

Der weitere Weg führt uns wieder hinab und in das Viertel, in dem es wohl die meisten bunten Holzhäuser gibt. Eine leuchtende Farbe löst die andere ab und das Gesamte wirkt zeilenweise wie ein Ensemble. In Kanada sind die Zähler für Wasser, Gas und Strom außen an der Hausfassade angebracht … wohl um dem Zählerableser die Arbeit zu erleichtern. Außerdem ist es kostensparend …  wobei man bei uns ja den Kunden die Arbeit machen läßt, per Benachrichtigung mit der Bitte den Zählerstand zu übermitteln. So geht`s natürlich auch. Wir entdecken „ABBA`s Inn“, ein Boarding House mit „Bed and Breakfast“ … so also bessern die 4 ihre Rente auf.

Ein Hausbesitzer, der gemütlich auf der Vordertreppe seines Hauses ein Bierchen trinlkt, lädt uns ein doch einmal rein zu schauen … sofort schießen den Deutschen irgendwelche merkwürdigen Gedanken durch den Kopf: „Will der Geld dafür?“ „Braucht er uns für irgendeine Arbeit?“ „Werden wir in dem Haus entführt und der Rest der Kreuzfahrt geht ohne uns weiter?“ ….. jaja … nicht soviel denken. Er zeigt uns sein „Häuschen, das eigentlich recht einfach eingererichtet ist … anscheinend ist „Bob“, so heißt er … Junggeselle. Er entschuldigt sich noch dafür, dass der TV nicht geht … als ob wir bei ihm irgendeine Show gucken wollten. Recht schnell sind wir durch die wenigen Räume durch und quatschen vor der Haustür noch ein bißchen … eine spontane Bekanntschaft, mehr nicht. Einfach menschlich … mehr nicht!

Nachdem wir genügend bunte Häuser und wunderbare Haustüren gesehen haben ist Karin nach einem Kaffee … nicht nach einem einfachen Coffee, nein, nach einem Creme-Coffee von Tim Horten`s, den es hier ja überall gibt. An der nächsten Ecke ist tatsächlich einer … der rote Schriftzug st nicht zu übersehen. Wir wundern uns, dass vor dem Laden eine Traube von Menschen steht … die Erklärung ist eigentlich einfach: Tim Horten`s hat freies W-LAN, das bis auf die Straße reicht … billiger geht es nicht, oder?  Karin bekommt ihren zucker-cremig-süßen Coffee und ein ebensolches Stück Kuchen und ich begnüge mich mit einem „normalen“ Kaffee und einem Donut. Wir bleiben ein Weilchen und ich nach einiger Zeit einen echten Sheriff filmen, zumindest steht das so auf seinem Rücken … hat man ja auch nicht alle Tage. Gestärkt und motiviert gehen wir weiter … aber viel gibt es hier in diesem Viertel nicht mehr zu sehen und zu einem längeren Ausflug haben wir „keinen Bock“. Ich entdecke dann aber einen „Plattenladen“ einen „Vinyl-Shop“ und ich bin so schnell drin, glaubst Du nicht. Zunächst mal schaue ich mich natürlich um und täte schon das eine oder andere „Scheibchen“ mitnehmen wollen, aber der Transport … außerdem sind die Preise auch nicht so ohne. Ich verschiebe das bis ich in Karlsruhe zu „Tommy`s Plattenladen“ komme … den will ich auch schon lange mal wieder besuchen. Mit dem älteren Besitzer des Ladens habe ich noch ein sehr nettes Gespräch. Wo Karlsruhe liegt möchte er wissen. Ich versuche es mit „Bei Stuttgart“ … kennt er nicht … „Baden-Baden“ … auch nicht. Dann sagt er, er hat einen Freund ich „Schwäbisch Hall“ … na also, Karlsruhe ist 40 km weit entfernt. Jetzt kann er sich`s natürlich vorstellen.

Wir tippeln gemütlich Richtung Hafen und PIER 11, an der die AIDAvita festgemacht hat. Nee stimmt nicht, wir machen doch noch einen Schlenker und zwar durch den „ …. Park“, der direkt am Hafen liegt und einen wunderbaren Blick auf die Engstelle der Ein- und Ausfahrt zu St. John`s bietet. Heute Abend haben den Genuss der Ausfahrt. Im Park spricht und eine ältere Dame an … einfach so … ob sie uns helfen oder was erklären könnte. Es stellt sich heraus, das Deutschland ihr nicht fremd ist. Sie hat ab 1966 mal für einige Jahre in Hannover gelebt. 

Aus dem spontanen Kontakt hat sich dann ein längeres Gespräch entwickelt … natürlich über Deutschland (Norddeutschland), aber auch über die Unterschiede in der Lebensart zwischen beiden Ländern. Die eher lockere, ungezwungene und vor allem entspanntere Lebensweise in Kanada, besonders auf Neufundland hat sie dann doch wieder in ihre Heimat zurück gebracht … will man es ihr verdenken???

Langsam wird es dann doch Zeit, zu o.g. Pier und zur AIDAvita zu gehen, es ist 17:00 Uhr.

Dieser 4-stündige Ausflug war schön und hat … nix gekostet.

Mich zieht es vor dem Abendessen noch eine halbe Stund in den Whirlpool, der meistens um diese Zeit frei ist. Mit der schon tiefer stehenden Sonne im Rücken genieße ich das Geblubber 3 Runden lang … jede etwa 10 Minuten. Warum habe ich das nicht schon früher gemacht … jedenfalls werde ich es künftig öfter genießen.

Wir stornieren dann noch Karin`s Ausflug für Prince-Edward-Island: „Mit der Linse unterwegs in Charlottetown“. Sie wollte ihn unbedingt, aber meine Bedenken waren gleich die richtigen „Eine Fototour mit Kameraworkshop“. Nun ja … Karin`s Kamera ist nicht unbedingt für einen Workshop geeignet … Entschuldigung … das hat sie dann auch eingesehen, aber immer erst dieser Dick/Sturkopf „Das will ich aber machen!!!“ Ich liebe sie.

Bereits beim Abendessen um 18:45 Uhr im „Marktrestaurant“ bin ich müde … aber Essen geht halt immer. Danach nehme ich dann meine erste kanadische Pramipexol 0,25 mg gegen mein RLS der letzten Tage und lege mich hin … ich habe einiges an Schlaf nachzuholen. Es funktioniert Gott-sei-Dank!!! Karin kommt erst ca 23:45 auf die Kabine … erfahre ich am nächsten Morgen …

Gute Nacht!!!

Ach Herrjeh ... der Bericht ist ja noch gar nicht fertig ... Schlamperei ... ich bemühe mich!!!

 

15.06. Samstag Wetter: etwas bewölkt, leichter Regen, 17 Grad

Seetag 6

Heute stehe ich um 02:00!!! Uhr das erste Mal auf und drehe eine kleine Runde, lege mich dann aber doch wieder hin. 2:00 Uhr ist dann doch etwas abartig früh, oder? Aber ab 4:30 bin ich dann doch endgültig wach und begebe mich auf „mein“ Deck 10 in Erwartung des „Frühaufsteher-Frühstücks“. Die Jungs von der Crew haben um 5:20 Uhr das Frühstück aufgeaut, wir schwätzen einige Takte englisch miteinander und ich bedanke mich für ihre Arbeit, ehe ich mir 2 Croissants, Kaffee und eine Banane einverleibe. Gestärkt drehe ich mit der Videokamera eine Runde auf Deck 10 … es sind aber wenige Motive, die ich einfangen kann … das Wetter ist nicht gut genug. Also doch nochmal ab in die Koje bis 7:30 Uhr. Ein Blick auf Deck 10 … es regnet. Um 8:00 Uhr hat Karin eine Spa-Anwendung und ab 8:45 Uhr genießen wir unser Gourmet Frühstück im Selection bis 10:00 Uhr … ein herrlicher Tagesbeginn!!! Eine Wetterbesserung ist erst für den  Abend vorausgesagt … schade. 

Um 11:00 Uhr lauschen wir mal wieder unserem Boris bei seinem Vortrag: „Das französische Kanada“. Leider kann ich Boris nicht bis zum Ende zuhören, ich habe Kopfschmerzen und werfe mir eine ASS 500 ein. Ich treffe ihn aber später auf Deck 10 und wir plaudern ein wenig über „Leute“, die nach einer Lesung dem Lektor „unsinnige“ Fragen stellen als ob er ein Auskunftsbüro wäre. Bald öffnet der AIDA-Shop und ich kaufe ein kleines Büchlein und eine große Stange Toblerone … umgekehrt wäre es wohl gesünder. Ab18:00 Uhr fahren wir in den St. Lorenz-Strom ein.

Wir machen uns richtig chick für diesen Abend, denn um 18:30 Uhr erwartet uns das „11-Gang-Menü im Selection“ … wir sind gespannt, was Danilo da auf die Teller zaubert … es ist übrigens unser erstes „11-Gang-Menü“. Boris und Annett sind auch dort …  der arme Boris musste  1/4 Stunde auf die Dame warten und lief vor dem Restaurant wie ein Löwe im Käfig hin und her. Um 20:00 Uhr lässt sich dann noch die Sonne blicken und wir genießen einen schönen Sonnenuntergang durch die Fenster im Selection … die Sonne leuchtet auf die goldene Wanddekos, ein toller Anblick und unbedingt einige Fotos wert.

Wir futtern bis 21:30 Uhr … trotz kleiner Portionen sind 11 Gänge dann einfach doch zu viel und ab ab morgen ist wieder mehr Ess- Disziplin angesagt. Ein kurzer Aufenthalt in der AIDA-Bar bei „Party-Of-Six“ rundet den gelungenen Abend ab und ab 22:30 Uhrfallen wir ins Bett und streicheln unsere „vollen Bäuche“.

Gute Nacht!!!

 

16.06. Sonntag Wetter: trocken/bewölkt mit sonnigen 15-19 Grad

Kanada/Charlottetown  (08:00 - 17:00)

Sonnenaufgang: 5:21 / -untergang: 21:05

Hafeninfo:

Die Stadt liegt direkt an einem natürlichen Hafen in der Hillsborough-Bucht, in welche sich die drei Flüsse Hillsborough, Yorke und Eliot vereinigen. Über eine Meerenge ist der Hafen von Charlottetown mit der Northtumberlandstraße verbunden und mit seiner modernen Ausstattung für das Anlegen von Frachtern und Passagierschiffen geeignet.

An der großen Mole können Containerschiffe ihre Ladung löschen. Kreuzfahrtschiffe, wie die der AIDA, legen problemlos an der geschützten Seite des Hafenbeckens an. Neben den Anlegern für die großen Schiffe gibt es eine gut organisierte Marina mit Stegen für Motorboote und Segler. Hier versorgen sich die Sportboote mit Frischwasser, Strom und allen nötigen Vorräten.

Gleich, wenn Sie das Schiff verlassen, können Sie einen kleinen Rundgang um das Ufer machen und die schönen Anlagen bewundern. Direkt auf der Landungsbrücke befinden sich Haltestellen für Taxis. Auch die Shuttlebusse der AIDA bringen Sie bequem in die Stadt und an Ihre Ausflugsziele.

Auch heute hält es mich ab 2:30 nicht mehr im Bett … ob das schon die berühmte senile Bettflucht ist … mit 67 Jahren aber eher unwahrscheinlich, oder? Auf Deck 10 erwartet mich milde Luft Und ein herrlicher Sternenhimmel … es scheint ein schöner Tag zu werden. Heute ist Vollmond und das ergibt wunderbare Foto- und Videomotive. Henry, mein früher Crew-Freund auf diesem Deck erwartet mich schon zu einem Smaltalk  … in unserem beidseitigen, eher körperlichen Englisch, also teilweise mit Händen und Füßen. Ich mag ihn sehr und ich glaube, das beruht auf Gegenseitigkeit. Wir mssen unbedingt noch ein Selfie machen. Nach 1 Stunde zieht es mich dann aber doch wieder ins Bett, das ich dann aber um 5:15 Uhr wieder verlasse … nein, keine senile Flucht … der Sonnenaufgang wartet Waauuhhh!!!… was für ein toller und fast einmaliger Anblick. Ich bemitleide all die, welche noch schlafen und das verpassen, einschließlich Karin, meiner Frau. Dann gibt es Kaffee und Croissonts in der Anytime Bar … Roy & Chris haben heute das „Buffet“ etwas später aufgebaut. Dann kommen die ersten Frühaufsteher aus ihren Löchern, als ob sie den Kaffee gerochen hätten.

Ich nutze anschließend die Zeit bis zum richtigen Frühstück noch, um meine Ausrüstung zu richten und noch etwas zu relaxen. 7:30 Uhr ist Frühstück für uns beide im Markt-Restaurant … Boris gesellt sich zu uns und übernimmt dann meinen Platz, denn ich muss um 8:10 Uhr am Bus sein, der Ausflug „Die Leuchttürme von P.E.I. (Prince-Eward-Island) „ geht los… diesmal ergatter ich endlich mal einen Platz vorne im Bus, neben der kanadischen Reiseleiterin Marie Butler. Karin will am Vormittag die Stadt auf eigene Faust erkunden. 

Zunächst beginnt unser Ausflug mit einer ca. 1 stündigen Panoramafahrt entlang der wunderschönen Küste zum Point Prim … dort steht der älteste Leuchtturm von Prince Edward Island. Der 30-minütige Aufenthalt reicht sowohl für die Besichtung des Leuchtturms mit seinen alten steilen Holztreppen und auch für die etwas rauhe Umgebung direkt an der Küste. Ich bedauere nicht eine kleinere Videokamera mitgenommen zu haben, denn mit meiner großen Kamera schaffe ich es nicht, die steilen und schmalen Stufen „unbeschadet“ bis zur Spitze des Turmes zu erklimmen. So muss ich auf halber Strecke bei der ersten Aussichtsplatform anhalten um eine „nicht gesamte“ Aussicht zu genießen und zu filmen … manchmal ist weniger halt mehr!!!

Um 9:30 Uhr geht es weiter und wir erreichen den Wood-Islands-Leuchtturm um 10:00 Uhr … Fotostopp und Besichtigung sowohl des etwas kleineren aber leichter zugänglichen Leuchtturmes bis zum Leuchtfeuer gestalten sich hier wesentlichen einfacher. Auch das Haus des Leuchtturmwärters, ebenfalls aus Holz und in weiß-rot gestrichen ist sehenswert. Hier hat man über 3 Etagen ein nettes Museum mit lustigen Pappfiguren eingerichtet, welche die Situation der Leuchttrmwärter widerspiegeln. Ein kleiner Shop mit durchaus „kaufenswerten“ Souveniers rundet das ganze ab … leider kommen größere schöne Dinge nicht in Frage … das Gewicht des Koffers ist auf 23 kg begrenz und mit Canadian Airlines ist nicht zu spaßen. Trotzdem kann ich den Shop nicht ohne eine schöne Karte und ene kleine Magnettafel verlassen. Man müßte immer eine kleine Waage dabei haben, um das Zusatzgewicht ermitteln zu können.

Um 10:40 Uhr beginnt schon unsere Rückfahrt nach Charlottetown, es sind immerhin 60 km. Ein letzter Stopp mit Besichtigung eines Leuchtturms am Hafen rundet dann unser Programm „Leuchttürme auf P.E.I.“ ab … insgesamt gibt es noch weitere 55 Leuchttürme auf Prince-Edward-Island. Die dann noch kurze Rückfahrt zum Schiff führt uns in einer kleinen „Stadtrundfahrt“ durch den Ort und um 12:00 Uhr sind wir pünktlich wieder an der AIDAvita. Die Kontrolle durch die Kanadischen Behörden, die sogenannte ID-Kontrolle erweist sich als unerwartet schwierig. Die Info, dass wir hier außer der Bordkarte noch einen Ausweis oä brauchen hat viele an Bord nicht erreicht. Was tun … der Beamte lässt mich so nicht durch die Sperre. Dann kramt er in seiner Liste und fragt mich … „asked me“ nach meinem zweiten Vornamen: „Karl“ … damit gibt er sich dann zufrieden … ich darf passieren … Hallehluhjah!!! Ein kleines Manko in der AIDA-Organisation … ich verzeihe ihnen. 

Karin ist noch bis 13:00 Uhr unterwegs und ich nutze die Zeit zum relaxen auf Deck 10 … inzwischen ist es 18 Grad warm geworden und die Sonne scheint.

Nachmittags ist ein großer gemeinsamer Spaziergang durch das „Städtle“ angesagt … Städtle deshalb, weil Charlottetown nicht sehr groß ist … ein schnuckeliges Örtchen mit hübschen Häusern und einigen wenigen Sehenswürdigkeiten. Um die zu finden haben wir einen Plan dabei.  3 Stunden sollten ausreichen … um 16:30 Uhr heißt es nämlich „alle an Bord“.

Zunächst besuchen wir die für diesen Ort relativ große Kirche und werden von den dortigen Kirchenbetreuern mit Handschlag und „Welcome“ begrüßt und erleben sofort Freundlichkeit und ein nettes Gespräch. Wir erfahren, dass die Kirche ca. 100 Jahre alt ist und dass die wunderschönen Malereien und bunten Farbgebungen an Decke und Wänden noch nicht erneuert wurden … was sehr überrascht, denn dafür sehen sie wie neu aus. Wir bleiben ein Weilchen, auch im Gebet, und hinterlassen natürlich eine kleine Spende, was uns wieder einen herzlichen Abschied von den beiden netten Kanadiern beschert. Irgendwie gehen wir entspannt und zufrieden weiter. 

Wir stellen fest, dass es so manche shöne „Art Shops“ und Bistros gibt und genießen einen Chai Latte bei Starbucks, ehe wir uns auf den Rückweg zur AIDAvita machen.

Auf der Kabine richten wir unser gebuchtes Heimreise-Wäschepaket für die Abgabe am nächsten morgen, … ich hatte 16 Teile gebucht, aber es ist fast schwierig diese Menge zusammen zu bekommen, so viel ist gar nicht richtig schmutzig. Also sind es eben nur 14 Teile, die wir in den Wäschebeutel tun, was zur Folge hat, dass das aufmerksame Personal nachfragt, ob denn das so auch in Ordnung wäre. Super Service, oder?

Dann stelle ich fest, dass mein Novorapid-PEN, der mit dem Insulin, dass ich zu den Mahlzeiten spritze, defekt ist … falls noch nicht erwähnt: Ich bin Diabetiker Typ II. Am PEN ist ein Stückchen abgebrochen und so funktioniert er nicht mehr. So ein Mist!!! Also auf zum Hospital, Ersatz holen … nur ist das nicht so einfach, denn hier hat man für das gängigste Insulin keine sogenannte „Einmal-PENs“ … die Ärztin kann mir nur eine Notlösung anbieten: Einwegspritzen, um aus der Insulinkartusche Insulin aufzuziehen und dann zu spritzen … eine etwas ungenaue Angelegenheit … Ich bin not amused!!! Das werde ich der AIDA-Verwaltung auf jeden Fall schreiben … ich bin ja nicht der einzige Diabetiker, dem so etwas passieren kann.

Um 19:30 Uhr gehen wir im Calypso-Restaurant essen … heute ist dort „Französischer Abend“. Anschließend heißt es etwas relaxen und ab 21:30 Uhr den Abend in der AIDA-Bar bei „Party Of Six“ ausklingen zu lassen.

Gute Nacht!!!

 

17.06 Montag Wetter: bis 22 Grad, bedeckt, aber trocken 

Seetag 7

Bereits um 3:00 Uhr ist mir die Kabine zu eng und mich zieht es auf das Außendeck. Natürlich treffe ich wieder Henry und lasse ihm mal 5 CAD (Kanadische Dollar) zukommen. Er freut sich … und ich mich auch, er hat es verdient!!! Die klare Nachtluft tur so gut und es ist teilweise ein Superhimmel. Ich fange einige gute Videomotive ein und begebe mich nach 1 Stunde wieder in mein Bett … zum aufbleiben ist es ja nun wirklich noch zu früh!!!

Doch bereits um 5:00 Uhr bin ich wieder draußen und mache endlich mal ein Selfie mit Henry. Er ist zuständig für die gesamte Steuerbordseite von Deck 10 und nimmt seinen Reinigungsjob sehr ernst und erledigt ihn gründlich. Ab 5:45 Uhr gibt es dann Morgenkaffee und Croissants … ab 6:30 Uhr bin ich nochmal im Bett. Meine Gattin schläft noch den Schlaf der Gerechten, wahrscheinlich bis ich sie um 8:00 Uhr wecke. Nee … heute hat sie ja bereits um diese zeit eine Anwendung im SPA-Bereich … Schulter-Nacken-Massage“. 

Unser Frühstück nehmen heute wieder um 9:00 Uhr im Selection-Restaurant ein … so wie an 4 Seetagen insgesamt. Boris ist dabei, der Premium-Lektor und Freund … wir haben ihn dazu eingeladen. Gemeinsam genießen wir das schöne Ambiente und die Ruhe gegenüber dem Buffet-Frühstück mit doch vielen Menschen bis 10:15 Uhr. 

Um 11:15 Uhr ist Geburtstagstreff in der „Anytime-Bar“ … Annett Beitlich, die Entertainment-Managerin“ hat dazu eingeladen. Es ist schon verwunderlich, dass insgesamt 73 Leute auf dieser Reise irgendeinen Geburtstag feiern. Der jüngste Kandidat ist gerade mal 1 Jahr und das älteste Geburtstagskind 90 Jahre alt … Waaauuuh!!! Ich bleibe nicht solange dort, irgendwie bin ich ein wenig „lätschig“ oder auch müde von der doch unterbrochenen Nacht und ziehe mich zurück. 

Karin hat für heute nochmal die Kochschule bei Danilo Schulz, dem Chef des Selction-Restaurants, gebucht und kommt natürlich total begeistert um 13.30 Uhr zurück. Ich habe es mir mit meinem MacBook und der Zeitschrift GEO auf Deck 10 gemütlich gemacht und genieße mal wieder mein Knusperschnitzel und Röstikartoffeln sowie Salat an der Pool-Bar. Der Wind rupft und zupft an meinen Haaren … da gibt es aber eigentlich mehr soviel zu zupfen. Es ist stark windig und auch die Sonne kann darüber nicht hinweg täuschen. Also verziehe ich mich bis 15:00 Uhr in mein warmes Bett … das tut gut!!!

Um 16:45 Uhr heißt es dann „Kunstauktion“ und icvh beschließe mal wieder daran teilzunehmen. Der Auktionator macht`s ganz gut und ein „Blind-Date“ ist dann tatsächlich ein kleiner „James RIZZI“, der für 190 € weggeht. Das 4. „Blind-Date“, das dann für 290 € ersteigert wird ist ein kleiner gelber Vogel … zwar von Feliks Büttner, dem Erfinder des AIDA-Kussmundes … aber ich wollte es für den Preis eher nicht haben. Es war mal wieder schön, dem Treiben bei der Kunstauktion zuzuschauen, gereizt hat mich jedoch nix. 

Auf Deck 10 ist es inzwischen richtig stürmisch geworden … erst in der geschützten „Beach-Lounge“ lässt es sich aushalten und wir verbringen dort eine Weile auf einer der gemütlichen Couchen, um dann später im „Calypso-Restaurant“ zu Abend zu essen. Das Motto dort ist heute „Kanaren“ und es schmeckt alles vorzüglich. Noch 45 Minuten relaxen und dann heißt es „POOL-PARTY“ auf Deck 10. Naja … viele Leute sind nicht da und ich stelle fest, dass im Winter auf der AIDA cara bei der „Pool-Party“ mehr los war. Eine eher unsympathische „Tussie“ mit ihrem Clan, die ich per Zufal bei einem Videoschwenk kurze Zeit im Bild habe, kommt auf mich zu und verbittet sich, dass sie und ihr „Anhang“ gefilmt werden. „Kein Problem!“ … sage ich … „Ich hätte die Szene ohnehin als uninteressant gelöscht!!!“ … gute Antwort oder???

Wir verziehen uns bald und genießen lieber die Zeit am Heck in der „OCEAN-Bar“ auf Deck 8. Dort sind mehrere Leute, die Spaß verstehen und haben und so macht die Zeit bis immerhin 00:20 Uhr Laune … dann aber heißt es: Ab ins Bett!!!

Gute Nacht!!!

 

18.06. Dienstag Wetter:

Kanada/Saguenay  (09:00 - 19:30) Wetter: leicht bewölkt 20 Grad

Sonnenaufgang: 4:43 / -untergang: 20:47

Hafeninfo:

Die kanadische Stadt Saguenay befindet sich in der Provinz Québec am Rivière Saguenay. Die Stadt entstand erst 2002 durch die Fusion einiger Städte und umliegender Gemeinden und ist jetzt in drei Arrondissements gegliedert, die von fast 150.000 Menschen bewohnt sind. Im „Parc de la Rivière du Moulin“ können Spaziergänger, oder auch Skiläufer im Winter, die Natur der Region genießen. Auch der „Fjord National Park“ zieht viele naturliebende Besucher an, vor allem im Indian Summer.

Nachts um 2:00 Uhr fahren wir in den St.-Lorenz-Strom ein, der hier natürlich noch weit geöffnet ist. Dieses Ereignis verschlafe ich jedoch … man kann nicht alles haben, oder???

Ich schlafe bis 5:30 Uhr und nehme auf Deck 10 wieder mein 1. Frühstück ein … so ein Kaffee am morgen und dabei der Wechsel von der Hochseekreuzfahrt in eine Fluss-kreuzfahrt, das ist schon toll. Unda das ohne Schiff und Kabine zu wechseln. In diesen Momenten spüre ich häufig Gefühle von „Demut und Dankbarkeit“. Ab 7:45 Uhr gibt Boris HENN, der Premium-Lektor, von der Brücke aus seine Live-Informationen zum Einlaufen in den Hafen von SEGUANEY über die Außenlautsprecher. Ich bin irgendwie stolz darauf, ihn zu meinen Freunden zählen zu dürfen … ein wunderbarer Mensch.

Das Frühstück nehmen wir heute im „CALYPSO-Restaurant“ ein. Von Deck 6 kann ich anschließend die Anlegestelle in SEGUANEY filmen … dort begrüßt gerade eine Gesangs- und Tanzgruppe die AIDA Vita und ihre Gäste. Nach etwas Relaxing auf der Kabine entschließe ich mich schon um 10:15 Uhr zum Hafen zu gehen, natürlich mit Kamera!!! Unsere Ausflüge beginnen um 10:45 Uhr und wir werden zunächst mit SCHOOL-Bussen fahren, um dann nach 45 Minuten unseren Startpunkt für „ZODIAC-Abenteuer im Nationalpark“ bzw. „Wandern im Nationalpark“ zu erreichen. Schon die Fahrt gibt uns schöne Einblicke in die herrliche Natur dieses Nationalparks … deren Zufahrt wir um 11:45 Uhr erreichen. Hier treffen sich mehrere Busse mit den verschiedenen Gruppen.

Zunächst ein kurzer Aufenthalt im Besucherzentrum des „SEGUANEY-Natioinalparks, auch um nochmal ein WC aufzusuchen … was sicher sinnvoll st für diejenigen, die die „Zodiac-Tour“ gebucht haben und in ihren dicken „Sonderanzügen“ stecken werden … so wie ich. Dann gent es mit Tom, dem „Zodiac-Guide“ zum Anlegesteg der Boote … ein ganz schöner Fußmarsch … ich wollte eigentlich nicht die Wanderung machen, die macht ja Karin. Irgendwann erreichen wir dann aber doch die Anlegestelle und der Weg dorthin war nicht uninteressant … kanadische Natur pur. Dabei unterhalte ich mich etwas mit Tom, auf „kanadisch“ natürlich, so gut es eben geht.

Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung steigen wir in unsere Thermojacken und legen zum Schluss noch die Schwimmwesten an. So sind wir dann dick und sicher verpackt und können in die Boote steigen. Leider habe ich keinen vorderen Platz … nur einen in der zweiten Reihe, aber meine „Vorderfrau“ erkennt meine Bemühungen, hier Videoaufnahmen machen zu wollen und  gewährt mir immer wieder einen Blick nach vorne … DANKE!!! Die folgenden 75 Minuten gehören einer eindrucksvollen Fahjrt durch den mit 100 km langen und damit längsten Fjord der Welt. An der breitesten Stelle misst er immerhin 3 km. Während der Tour hält Tom, der auch unser Bootsführer ist, immer wieder mal an und gibt uns interessante Informationen über die geologische Entwicklung dieser beeindruckenden Landschaft. Ein gutes Videomotiv folgt auf das andere und ich freue mich jetzt schon auf die Aufnahmen und die Einarbeitung in meinen Film. Die Zeit geht viel zu schnell herum und wir legen schweren Herzens wieder dort an wo wir losgefahren sind. Allein das Ausschälen aus den Thermoanzügen empfinden wir alle dann doch als angenehm … Ufff!!! Darunter bin ich doch etwas feucht geworden.

Zurück am Besucherzentrum haben wir Zeit für einen Kaffee oder etwas Süßes … allein die Beobachtung der Kassiererinnen hält mich dann doch etwas davon ab … sowas umständlich arbeitendes wie das Abkassieren der Touristenkäufe habe ich nocht nicht erlebt. Wahrscheinlich sind die Gemütlichkeit gwohnten Kanadier hier etwas überfordert. Also kaufe ich halt nix und begebe mich wieder nach draussen. Bald kommt auch Karin von ihrem 2-stündigen Spaziergang zurück und ist sowas von begeistert …die Wanderung führte entlang des Pfades „Point de Vue du Soupir“ mit einer beeindruchenden Aussicht auf den Fjord und die umliegenden Berge und Täler

Nach 30 Minuten Zeit zur freien Verfügung im Besucherzentrum starten wir wieder in Richtung Stadt und AIDA vita. Die Rückfahrt ist die gleiche wie heute Vormittag, aber man sieht halt manche Dinge aus einer jetzt anderen Perspektive. Um 16:00 Uhr sind wieder auf der Vita und ich gönnen mir erst mal ein Knusperschnitzel mit Kartoffelecken und Salat am Pool-Brunch … der hat noch bis 16:30 Uhr geöffnet. Karin gesellt sich dazu, isst aber nur Salate.

Nachdem wir uns etwas frisch gemacht haben starten wir noch zu einem kurzen Landgang … die Zeit erlaubt nur einen Spaziergang durch das Hafenstädtchen „La Bai“ mit seinen hübschen Häusern … und einem „Tim Horton`s“ Kaffeebistro. Karin liebt hier den Milchkaffee mit extra Cremehaube … Hmmmhhh!!! Sie versucht ihre Bestellung auf Französisch aufzugeben, was nicht funktioniert und sie doch wieder in ihrem „Hände-Füße-Englisch“ weiter machen muss. Um 18:20 Uhr sind wir zurück … erstmal relaxen!!!

Heute gehen wir später essen … um 20:00 Uhr ist „Griechisch“ im Markt-Restaurant angesagt … lecker!!! Danach lege ich mich ins Bett … bis Karin mich um 22:30 Uhr zu einer gemütlichen Runde an der „Ocean-Bar“ überredet. Es ist wirklich lustig dort, es sind wieder einige Leute da die Humor haben und verstehen … inklusive des indischen Bar-Keepers. Der spricht gut deutsch, da er eine Freundin aus Germany hat … und er hat viel Sinn für „erotischen“ Humor … seine zierliche Kollegin ebenfalls und so wird es ein sehr spaßiger Abend, den ich nicht bereue … um 24:00 Uhr sind wir dann endgültig im Bett.

 

Gute Nacht!!!

 

19.06. Mittwoch Wetter:

Kanada/Quebec  (09:00 - 19:30)

Sonnenaufgang: 4:51 / -untergang: 20:40

Hafeninfo:

Quebec oder Quebec City, wie die Hauptstadt der gleichnamigen kanadischen Provinz genannt wird, liegt am Sankt-Lorenz-Strom. Dieser fließt hier durch die Stadt. Nachdem der Strom Quebec in Richtung des Atlantischen Ozeans verlassen hat, verbreitert sich der Fluss zu einer Flussmündung. Zwar ist die Navigation durch die spürbaren Gezeiten schwierig, doch selbst große Schiffe, etwa aus Italien, können im Hafen der Stadt anlegen. Vom Kreuzfahrthafen lassen sich Ausflüge in die Stadt unternehmen. 

Besonders sehenswert ist die Altstadt von Quebec. Sie ist seit 1985 Weltkulturerbe der Unesco, was an seiner ursprünglichen Erhaltung liegt. Neben dem für das 16. Jahrhundert typischen Stadtbild, das sich auf eigene Faust erkunden lässt, ist auch die ehemalige Stadtmauer vollständig erhalten geblieben. Damit gehört Quebec zu einer der wenigen Städte weltweit, in der eine originale mittelalterliche Stadtbefestigung zu sehen ist. Neben der Altstadt befindet sich auch in der Oberstadt eine Stadtmauer. An der Südseite der Oberstadt befindet sich die Zitadelle von Quebec. Die Ostseite wird von einer großen Aussichtsplattform dominiert, die einen grandiosen Blick über die Stadt bietet.

In der Unterstadt findet sich mit dem Place Royale die Keimzelle der heutigen Großstadt. Es zeigt den Standort des ersten im Jahre 1608 erbauten Gebäudes Quebecs an. Am Place Royale steht auch die erste ganz aus Stein errichtete Kirche Nordamerikas, die sich bei einem Landausflug erkundet werden kann.

 

19.06. Mittwoch Wetter: sonnig, bis 25 Grad, ab 14:00 leichtes Getröpfel 

Quebec („Kebäck“ gesprochen)

Um 4:40 Uhr bin ich wach und stehe auf … gut so, denn auf Deck 10 erwartet mich nicht nur Henry, sondern auch ein herrlicher Sonnenaufgang. In solchen Momente fallen mir wieder die Worte „Demut“ und „Dankbarkeit“ ein. Schade, dass so viele diese Momente nicht genießen können, da sie noch in ihren Betten sind … um diese Zeit bin ich der Einzige von 1.250 Passagieren … Waaauuuh!!! Die Zeit bis zum „Frühausteher-Frühstück“ in der Anytime-Bar nutze ich für eine große Datensicherung meines Videomaterials. Ab 6:00 Uhr beginnt dann das Einlaufen in QUEBEC und um 7:15 Uhr macht AIDA Vita im Hafen fest.

Heute mnüssen wir früher frühstücken … unsere „Große QUEBEC-Rundfahrt“ wurde um 1 Stunde vorverlegt da heute Abend mit Hochwasser zu rechnen ist und die Vita eher auslaufen muss. Sonst passt sie nämlich nicht unter den 2 Brücken durch, die wir dann unterqueren müssen … das wird ja dann wohl spannend!!!

Also geht er bereits um 8:30 Uhr los … der Ausflug „Q05 Große Rundfahrt“ mit dem Franzosen JAQUES als Reisleiter. Jaques spricht ein leidlich gutes Deutsch und ist ein gemütlicher, schon etwas älterer Herr mit Farmerhut. Alle sind pünktlich und als erste Station erreichen wir das Cap Diamant, das oberhalb des St. Lorenz-Stromes liegt. Jaques führt uns durch viele schöne Gässchen und an einem herrlichen Platz vorbei, auf dem wir eine alte Gebäudefassade mit total realistischen Wandmalereien bestaunen können. Der PLACE ROYALE ist der Gründerplatz von QUEBEC … hier nahm mal alles seinen Anfang.

Auch der anschließende Fotostopp auf dem Hügel oberhalb der Stadt lohnt sich … wir haben eine herrliche Aussicht über QUEBEC. So manche Schulklasse ist hier ebenfalls unterwegs, um die Geschichte ihrer Stadt zu „erlernen“. Weiter geht es zum CHATEAU FRONTENAC und der Terrasse DUFFERIN … der dortige Aufenthalt von 45 Minuten ist wirklich lohnenswert. Die Terrasse führt zunächst an diesem legendären Hotel vorbei, das 18 xxx erbaut und immer wieder erweitert wurde, um dann ca. Xxxxx sein heutiges Gesicht zu erhalten. Man kann dann noch eine lange Strecke oberhalb QUEBECS mit fantistischenen Ausblicken weiter laufen … nicht nur wir sondern viele Menschen erleben hier ein Stück weit Nostalgie pur.

Am vorderen Ende der Terrasse … fast wieder zurück am PLACE ROYALE … steht das Denkmal des Gründers von QUEBEC, Jaques Cartier. Auch der PLACE ROYALE und seine Umgebung mit alten Gebäuden ist nicht nur foto- und Videotechnisch sehenswert. Bunte Blumenbeete und Bänke laden hier zum Verweilen und Entspannen ein.

Um 11:00 Uhr führt uns dann die Weiterfahrt entlang der Südwestspitze SAINTE-PETRONILLE zur ILE D` ORLEANS und zur dortigen Basilika.

Um 13:00 Uhr nehmen wir unser Mittagessen … ein 3-Gang-Menü …  bei „Bakers“ auf dem Land ein. Schön gelegen bietet Baker`s zwar nicht AIDA-Qualität, aber das Essen ist wirklich gut. Nach ca. 60 Minuten führt uns die Fahrt weiter zur großen Basilika SAINT-ANNE-DE-BEAUPRE. Diese riesige Basilika ist sowohl von innen wie auch außen sehr beeindruckend, hat sie doch über 100 m Länge und mißt 36 Meter in der Breite. 30 Minuten haben wir hier Zeit … innen findet gerade noch eine Messe statt … Fotos und Videos dürfen erst nach deren Beendigung gemacht werden. Den herrlichen Gesang und die Musik nehme ich mit meinem Audiogerät auf … lohnenswert für meinen Film. 

Weiter geht es an der Rue Royal entlang zu den Wasserfällen von MONTMORENCY. Jaques läßt zunächst unterhalb der Fälle anhalten … für einen Gesamtüberblick, den man hier hat und der uns schöne Foto- und Videomotive bietet. Danach geht die Fahrt weiter nach oben. Ein kleiner Fußmarsch führt uns dann zu den Aussichtsplattformen und zum Steg, der über die Wasserfälle gebaut ist. Der ist breit und sicher genug, so dass mir meine Höhenangst hier keinen Strich durch die Rechnung machen kann. Auf der kleinen Aussichtsplattform zu Beginn des Steges ist „Multi-Kulti-Gedränge“ … Afrikaner, Japaner, Chinesen und … Deutsche. Alle wollen irgendwann einen Platz am Rande ergattern, um ein Selfie mit den Wasserfällen im Hintergrund mit nach Hause zu nehmen, mich und Karin eingeschlossen. Interessant ist auch eine Plattform etwas weiter unterhalb von der man einen Blick auf die Fälle hat … also nix wie dahin. Insgesamt gelingen doch schöne Fotos und Videoclips … der Ausflug hierher hat sich gelohnt. Jaques erzählt uns, dass im Winter die Gischt, die am Fuße des Wasserfalls entsteht, gefriert und sich dann zu einem mächtigen Eisgebilde mit bis zu 30 m Höhe auftürmt … Waaauuuh!!!

Im Anschluss muss natürlich noch ein Abstecher in den „Souvenier-Shop“ sein. Mal sehen, was es dort so käuflich zu erwerben gibt. Ich brauche ja eigentlich nix, aber eine Magnettafel geht immer … hierher kommen wir ja nicht so schnell wieder. Die Rückfahrt zum Schiff führt uns durch Kanada`s Natur und kleinere Städtchen, ehe wir dann um 16:10 Uhr die AIDA Vita erreichen. Schön war`s!!!

Auf der Kabine mache ich mich mal ans „Wäsche-richten“ … wir haben für die Abreise das große Wäschepaket gebucht, 16 Teile, die heute noch abgegeben werden sollten. Es kommen nur 13 Teile zusammen … auch gut, dann eben nur 13.

Um 17:15 Uhr heißt es dann „Leinen los“ … das Wasser im St. Lorenz-Strom steigt und es wird Zeit will die Vita noch unter den 2 vor uns liegenden Brücken hindurchpassen. Also auf nach Deck 10, wo sich auch Boris HENN das Schauspiel nicht entgehen lässt. Ich geselle mich eine Weile zu ihm um dann aber die Durchfahrt aus verschiedenen Perspektiven zu filmen. Merkwürdigerweise sind gar nicht soviel Menschen hier auf Deck 10, was mir natürlich zu Gute kommt … freie Bahn zum Filmen.

Noch sind wir ein gutes Stück weg von der ersten Brücke … aber je näher wir kommen, desto unwahrscheinlicher ist es für mich, dass die Vita das schafft. Aus dieser Perspektive gebe ich fast „keinen Pfifferling“ dafür. Auch Boris hält den Atem an … wir kommen immer näher … Achtung!!! … jetzt gibt`s gleich einen Crash!!! Aber tatsächlich passt die AIDAvita unter der Brücke durch … wenn auch nur knapp. Ufff!!! Auch die nächste Brückendurchfahrt nimmt der Käpt`n mit Bravour … eine Meisterleistung!!!

Das Spektakel hat bei mir einen leichten Hunger ausgelöst und erwische noch etwas am Poolgrill … Knusperschnitzel mit Kartoffelecken natürlich, ein Ritual eben. Dann geht`s auf die Kabine zur Datensicherung und etwas relaxen, bevor wir dann um 18:45 Uhr unseren Platz im „CALYPSO-Restaurant“ einnehmen. Es gibt nur Kleinigkeiten und ein Eis natürlich … diesmal die Sorte „Schmeckerfatz“ mit „Liebesperlen“ und Schokosplittern. Eigentlich ein Eis für Kinder, aber was soll`s … es schmeckt, darum der Name!!!

Ich begebe mich um 19:20 Uhr auf die Kabine … es regnet!!! Ob die für heute angesetzte Abschieds-Party abgesagt wird??? Die soll nämlich bereits nach QUEBEC stattfinden, da wir in Montreal über Nacht bleiben und Viele den Abend oder sogar die Nacht nutzen werden, um MONTREAL unsicher zu machen. Doch der Wettergott hat pünktlich ab 21:30 Uhr ein Einsehen … es wird trocken.

Die „FAREWELL-Party“ kann also steigen … ANNETT BEITLICH, die Entertainment-Managerin, legt los mit der ihr „angeborenen“ Power. Alle Bereiche und Akteure der AIDAvita kommen nach und nach die „SHOW-Treppe“ von Deck 11 herunter … Achtung!!!, die Treppe ist nass!!! Deck 10 füllt sich so langsam. Dann wird auch Boris HENN, der Premium-Lektor und unser Freund angekündigt … er lässt es sich nicht nehmen, die Treppe lässig und schwungvoll herunter zu laufen. Boris … und das in Deinem Alter!!! Diese Abschieds-Show drückt mir dann immer ein paar Tränchen in die Augen … das Ende der Reise ist damit eingeläutet und es war doch wieder sooo schön!!! Dann schnell auf Deck 11 … hier kann ich die anschleßende LASER-Show am besten filmen. Karin gibt das nix … sie ist en „Laser-Muffel“. Für mich ist die Show gut, wenn auch nicht alle Musiktitel mein Geschmack sind. Nach 20 Minuten und etlichen Videoaufnahmen ist der Spuk vorbei. Es geht noch kurz an die OCEAN-Bar, wo Karin und Bekannte bereits warten. Ein Absacker und um 22:45 Uhr geht`s dann ins Bett.

Gute Nacht!!!

 

20.06. Donnerstag Wetter: Wetter: trocken, bedeckt, morgens nicht kalt, bis 24 Grad

Kanada/Montreal  (Tag 1 08:00 - )

Sonnenaufgang: 5:06 / -untergang: 20:45

Hafeninfo:

Der moderne Hafen von Montreal liegt auf der Ile de Montreal am westlichen Ufer des Lawrence River nahe dem Stadtzentrum. Nach Vancouver ist er Kanadas größter Hafen und zugleich der zweitgrößte Binnenhafen weltweit. Mehr als 46.000 Kreuzfahrtpassagiere, die hier jährlich ankommen oder abfahren, unterstreichen die hohe Bedeutung, die Montreals Hafen für die Stadt, die Provinz Québec und ganz Kanada hat.

Immerhin ist der Lorenz-Strom die Lebensader, die die kanadischen Provinzen Quebec und Ontario miteinander verbindet. Vom Atlantik kommend können große Schiffe ganzjährig den Strom bis tief hinein ins Land befahren. Lediglich der weiterführende Sankt Lorenz-Fluss zum Ontariosee weiter südlich ist im Winter meist zugefroren.

Besonders Nordamerika-Kreuzfahrten mit Zwischenstationen in New York, Boston, Halifax und Bar Harbor steuern den modernen Hafen gern als Anlegepunkt an. Kreuzfahrtschiffe liegen am Iberville Passenger Terminal auf der De la Commune Street im historischen Stadtviertel Old Montreal. Ist die kanadische Stadt Ausgangspunkt Ihrer Reise, können Sie vom Flughafen Pierre-Elliott Trudeau International Airport öffentliche Busse in die Stadt nehmen und von dort mit einem Taxi zum Cruise Terminal fahren. AIDA-Shuttle bringen Sie hingegen auf direktem Weg zu Ihrem Schiff.

Von hier aus legt Ihr Schiff ab und führt Sie, die beeindruckende Skyline Montreals im Rücken, durch eine zauberhafte Landschaft entlang dem Stromufer vorbei an Québec City mit seinem beeindruckenden Château de Frontenac, bis am Horizont Nova Scotia im Süden und Neufundland im Norden sowie die ersten Ausläufer des Atlantiks auftauchen.

ALTER HAFEN VIEUX-PORT

Zuvor lohnt sich allerdings ein Ausflug in die Stadt und ins Umland. Erkundigen Sie sich an Bord Ihres Schiffes über das Angebot an Landausflügen. Eine Stadtrundfahrt zeigt Ihnen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Ein besonderes Highlight sind Rundfahrten mit Amphibienfahrzeugen, die Sie nicht nur durch die Stadt, sondern auch auf dem Wasser durch den Alten Hafen führen.

Rund drei km flussaufwärts liegen die ehemaligen Pieranlagen des Vieux-Port de Montreal, des Alten Hafen, ebenfalls unmittelbar an die Altstadt grenzend. Sie sind Anziehungspunkt für Kreuzfahrer und andere Gäste, die hier auf Ihrer Reise einen Zwischenstopp einlegen. Die Piers sind heute durch eine abwechslungsreich gestaltete, etwa zwei km lange Uferpromenade miteinander verbunden.

Dieser Bereich ist auch bei den Bürgern der Stadt beliebt. Picknickplätze, Wiesen zum Spielen und Relaxen und ein abwechslungsreiches Gastronomieangebot bieten auch Ihnen die Möglichkeit, die von Genuss geprägte französische Lebensart zu entdecken. Die alten Piers selbst werden von Ausflugsschiffen für Hafenrundfahrten sowie privaten Yachten und Booten genutzt.

 

BEDEUTENDE SEHENSWÜRDIGKEITEN:

  • das Vieux Séminar de Saint-Sulpice
  • das Chateau de Ramezay, ehemalige Residenz des Gouverneurs
  • das Rathaus
  • die Markthalle Marché Bonsecours

Alle diese Gebäude liegen im Viertel Vieux-Montréal, der Altstadt von Montreal. Kopfsteinpflaster auf den Straßen und romantische Pferdekutschen unterstreichen das historische Flair, das Sie hier umgibt.

Bereits um 3:30 Uhr zieht es mich heute zum ersten Mal aus dem Bett und rauf auf Deck 10 … Henry begrüßen, ein Schwätzchen halten und dann ab 5:30 Uhr einen Kaffee in der Anytime-Bar genießen … Boris HENN gesellt sich dazu. Er bereitet sich auf seinen LIVE-Auftritt vor … der Ino-Durchsage von der Brücke aus. Dort gibt es keinen Kaffee??? … erzählt er mir, na sowas!!! Wir fahren auf dem St. Lorenz-Strom durch eine herrliche Flusslandschaft im morgendlichen Dunst. Tolle Videomotive für den Film … Karin wird sie dann per Fernseher bewundern können … sie schläft natürlich noch.

Ab 6:30 Uhr erzählt uns dann Boris einiges über MONTREAL. Hier gibt es das St. - Josef`s Oratorium, ein 95 m hoher Dom … im MONTREAL Souterrain unter der Erde kann man immer trockenen Fußes shoppen … die U-Bahn hier ist total easy. Man kann das Viertel „HABITAT 67“ bewundern, ein Projekt eines israelischen Architektes im Baubeton-Stil der 1970er Jahre … naja, wer`s mag!!! In der RUE SAINTE CATHERINE, der 11,5 km langen Einkaufsstraße, die zwischen 1949 und 1969 gebaut wurde, sollen wir unbedingt „Bagels“ essen … mal sehen.

Wir passieren auf der linken Seite die „ILE ST. HELENE“, eine langgestreckte grüne Mittelinsel, die heute einen großen Vergnügnungspark beherbergt. Die „Heilige Helene“ gilt in MONTREAL als für den Spaß zuständig. Jedes Jahr finden auf dieser Insel große „Feuerwerksmeisterschaften“ statt.

Um 6:45 Uhr erreichen wir dann die JAQUES-CARTIER-Brücke, dieses alt-ehrwürdige Bauwerk aus Stahl, das ursprünglich den einfachen Namen „Hafenbrücke“ hatte. Es wurde im Mai 1930 fertig zu Ehren des  400-jährigen Jahrestags der Reise von Cartier nach Montreal und hatte lange Zeit den traurigen Ruf einer „Selbstmörder-Brücke“, da sich hier viele Menschen fast monatlich in den Tod stürtzten. 2004 hat man dagen spezielle Barrieren angebracht, um dies zu verhindern. Auf der Brücke sollten ursprünglich auch Straßenbahnen fahren … daraus wurde jedoch nichts. Bis 1962 musste man auf dieser Brücke Maut bezahlen, danach war sie dann kostenfrei zu befahren und seit dem Jahre 2000 kann man sie auch als Fußgänger und Radfahrer benutzen.

Boris HENN erzählt weiter, dass die Altstadt von MONTREAL herrlich zu begehen und anzuschauen sei … viele Gassen laden hier dazu ein. In der Stadt gibt es auch Hochhäuser oder „Wolkenkratzer“, deren Stockwerkanzahl bis 1920 auf 11 begrenzt war. Erst ab den 1960er Jahren wurde dann höher gebaut und es entstanden richtig hohe Gebäude bis zu 190 m hoch … aber mit zB New Yorck natürlich nicht zu vergleichen … gut so, sage ich!!! Die Innenstadt wird „LE MARIE“ genannt … mit ihren vier 188 m hohen Hochhäusern. Die unterirdische Stadt … siehe auch weiter oben … nennt man „VILLE SOUTERRAIN“ mit 3 Millionen qm Fläche!!! … und damit der größte unterirdische Einkaufskomplex der Welt. 

Hier noch einige Ergänzungen zu MONTREAL meinerseits:

MONTREAL ist eine der wenigen nordamerikanischen Städte, deren hostorischer Orts-kern erhalten ist. Dieser Stadtteil mit seinen vielen Gässchen geht auf die Zeit der franzö-sischen Koloniearisierung zurück. Hier gibt es auch viele Plätze aus der viktorianischen Zeit … also aus dem 18. Und 19. Jahrhundert … die von entsprechenden Gebäuden gesäumt werden. MONTREAL liegt märchenhaft schön am St. Lorenz-Stromes und an den Mündungsarmen des „OTTAWA-River“. Eine frankophile Kultur, Architektur und auch das Kulinarische laden in die Stadt ein und sind Besuchermagnete. Für die in jedem Reiseführer aufgeführten „10 Sehenswürdigkeiten“ der Stadt ist uns leider keine Zeit vergönnt … die müsstet Ihr dann selbst erkunden … Sorry!!!

Nach den interessanten Ausführungendem von Boris HENN und dem endgültigen Anle-gen in MONTREAL nehmen wir unser Frühstück im „CALYPSO-Restaurant“ ein. Danach lege ich mich noch etwas hin … ich bin ja auch bereits ein Weilchen auf. Um 9:00 Uhr treffen wir uns dann zu Viert an der Rezeption zu einem Spaziergang durch die Altstadt. Als erstes beeindruckt hier der Dom, die „NOTRE-DAME BASILIKA“. Die römisch-katholische Basilika entstand in den Jahren 1824 bis 1829 im neugotischen Stil. 

Wir nutzen die Gelegenheit und erwerben 4 Karten für die abendliche Aufführung „AURA“ … das hat nichts mit der AIDAaura zu tun sondern ist vielmehr eine phantastische „Audio-Lichter-Show“, die hier ab 18:00 Uhr stattfindet. Manchmal bekommt man keine Karten mehr … deshalb sind wir froh, dass wir heute dieses Ereignis erleben dürfen. Dafür zahlen wir 50 CAD … für 2 Karten. 

In einem der Nebensträßchen nahe der Basilika findet man total urige Läden … zB einen Indianer-Laden oder einen, in dessen Schaufenstern das ganze Jahr Weihnachten ist. Weiter geht es zum „Berufungsgericht der Provinz QUEBEC, das sich hier sozusagen mit einer 2. Filiale in MONTREAL befindet. Berufungen zu den Urteilen dieses Gerichtes werden dann endgültig vom Obersten Kanadischen Gerichtshof  behandelt.

Um 10:30 Uhr machen wir eine Kaffeepause bei „Van Houtte“ … einem holländischen Kaffeehaus, das sich als ganz gut erweist. Zu zweit geht es dann bei der Erkundung der Altstadt weiter und wir entdecken so manches schöne Fleckchen, manchen schönen Platz und herrliche Gebäude. Der „Place-Jaques-Cartier“ liegt ebenfalls in der Altstadt und ist nach diesem bekannten Seefahrer benannt. Als Marktplatz wurde er Anfang des 19. Jahrhunderts genutzt … auf einer Säule hoch über dem Platz thront „ADMIRAL NELSON“. Dieser Platz ist auch heute noch einer der beliebtesten der Stadt.

Das nächste Ziel ist das „CHATEAU RAMESAY“ … ein historisches Gebäude in MONTREAL in der „Rue Notre Dame“ … es wurde 1705 als Gouverneurs-Residenz erbaut. Heute dient es als ethnologisches Museum, ist ein Besuchermagnet und steht unter Denkmalschutz. Besonders sehenswert ist die Gartenanlage. Wir erleben dort gerade eine Führung im historischen Gewand auf Französisch … leider kann ich diese Sprache nicht.

Wir befinden uns nun in der „RUE DE BONSECOURS“ … sie ist nach der gleichnamigen Kapelle benannt. Gegenüber auf der anderen Straßenseite befindet sich die neue Markthalle mit Warenauslagen auch im Aussenbereich. Hier gibt es regional-typische Produkte zu kaufen, die für uns jedoch im Anbetracht eines möglichen Übergewichtes nicht in Frage kommen. Mit AIR-KANADA ist nicht zu spaßen … ein kleiner Blick in die Zukunft: Wir hatten leichtes Übergepäck und waren mit 65 € dabei!!! Auf der anderen Straßenseite sieht man im Hintergrund die alte Markthalle „MARCHE-BONSECOURS“ mit iher prägnanten silbernen Kuppel. Heute kann man dort weder Fisch noch Fleisch kaufen, aber man kann Kunst bestaunen … die Halle ist zu einer Galerie geworden. Die o.g. Kapelle ist eine Wallfahrtskirche, die 1655 gegründet wurde. Sie ist die Kapelle der Seefahrer und man sieht im Inneren so manches historische Schiffsmodell. 

Unsere Mittagspause verbringen wir in einer kleinen Einkaufsmeile in der Nähe. Hier laden so manche Shops, Bistros und auch einige exklusive Boutiquen zum Verweilen oder Kaufen ein. Und hier könnten wir unseren Gaumen auch mit „POUTINE“, dem „Nationalgericht“ von MONTREAL verwöhnen … jedoch ist diese Mischung aus Pommes Frittes, überbacken mit Käse und darüber eine Soße geschüttet, nicht so unsere Geschmacksrichtung. Überall kann man hier T-Shirts mit dem Aufdruck „POUTINE“ kaufen. Allein die Verwechslung mit „Putin“ verdirbt mir schon den Geschmack. In einem der Shops kaufe ich dann endlich mein Kanada-T-Shirt und eine tolle Base-Cup dazu … das wird ja wohl nicht so viel wiegen.

War es vorher und natürlich in der Einkaufsmeile noch trocken, erleben wir beim Heraus-treten eine böse Überraschung … es regnet in Strömen und der Himmel lässt leider keine Besserung erwarten. Also verpacken wir uns so gut es geht in unsere Regenjacken, meine große Videokamera bekommt einen Regenüberzug und dann geht es los … 20 Minuten im Eilschritt bis zur AIDAvita. Dort angekommen sind wir natürlich patschnass … alles ausserhalb von Jacke oder Folie hat sich mit Wasser vollgesogen. Schnell auf die Kabine und die nassen Sachen in der Dusche aufgehängt. Um 17:30 Uhr  müssen wir wieder los, zur „AURA-Show“ in der Basilika … hoffentlich ist es dann wieder trocken. Unsere Lieblingsband in der AIDA-Bar hat dann am Abend das Thema Regen auch aufgegriffen … sie spielen „It Never Rains In Southern Californa“. Wir sind aber in MONTREAL!!!

Vor dem Besuch der „AURA-Show“ wird es dann langsam Zeit, das Gepäck zu richten … um 2:00 Uhr nachts werden die vor die Kabine gestellten Koffer abgeholt und in die große Aufbewahrungshalle gebracht … unser Handgepäck inklusive Kleidung für den 2. Tag in MONTREAL muss auch überdacht werden. Um 17:30 Uhr machen wir uns dann auf den Weg … d.h. wir möchten, aber die Gangway wird gerade umgebaut und wir werden etwas nervös wegen des Zeitverlustes. Wir schaffen es dann aber doch noch rechtzeitig zur Basilika, bei der eine lange Schlange auf den Einlass wartet. Ich suche mir einen Platz im vorderen Drittel der Kirche, während die anderen weiter hinten sitzen wollen, um einen Gesamtüberblick zu haben. 

Auf meiner Kirchenbank, die ich mir so einrichte, dass rechts niemand neben mir sitzen kann, befindet sich dann meine kleine … fast „unsichtbare“ … Videokamera und mein Audio-Aufnahmegerät. Fotografieren und Filmen ist zwar verboten, aber dieses Ereignis muss ich aufnehmen. Dann geht das Licht aus …

… und mit einer Wucht an Licht und Musik beginnt „AURA“. Die gesamte Basilika wird mit phantastischen Bildern und Videosequenzen in prächtigen Farben ausgeleuchtet und die dazu passende Musik wechselt zwischen leisen Tönen und dann wieder lauten und ergreifenden Musikphasen … es geht mir durch und durch. Nach 20 Minuten endet „AURA“ und alle bleiben in der noch dunklen Kirche ergriffen sitzen … die Show muss man nachwirken lassen … Waaauuuhh!!!

Um 19:00 Uhr machen wir uns dann wieder auf den Heimweg zur AIDAvita und gehen im „CALYPSO-Restaurant“ essen. Anschließend heißt es Koffer fertig packen und später Abschied nehmen von „OCEAN-Bar“ und von der Band „PARTY-OF-SIX“, mit der ich mich angefreundet habe. Um 23:30 Uhr sind wir auf der Kabine.

 

Gute Nacht!!!

 

21.06. Freitag Wetter: warm, bis 26 Grad

Montreal Tag 2 (individuell) 

Von wegen um 2:00 Uhr werden unsere Koffer abgeholt … die stehen um 4:00 Uhr noch, als ich meinen ersten Gang auf Deck 10 mache, dann aber kurz entschlossen eine „nächtliche CITY-Tour“ einplane. Diese Gelegenheit, MONTREAL bei Nacht zu sehen, lasse ich mir nicht entgehen … also „auf geht`s“. Ich durchstreife zuerst die mir bekannten Straßen und Plätze, um dann aber meinen Radius etwas auszudehnen. Tolle Motive ergeben sich, zB bei dem 24 Stunden geölffneten McDonald`s. Leider sehe ich auch Dinge, die ich in Kanada eher nicht vermutet hätte, die aber leider Großstadt-typisch sind … in einem Park liegen umgeworfene Bänke und Blumenkübel, Erbrochenes lässt auf zu viel Alkohol schließen. Die ersten Jogger sind bereits unterwegs und grüßen mich freundlich.

Die Erweiterung meines Radius`s führt irgendwann zu einer leichten Orientierungslosig-keit, habe ich doch die Kuppel der Basilika aus den Augen verloren. Aber als ehemaliger Verkehrsingenieur richte ich mich dann nach den Straßenschildern und meinem Instinkt … ich glaube eher nach Letzterem!!! Naja … die Sonne geht auf und ich erreiche die AIDAvita wieder um 5:30 Uhr. Erleichtert genehmige ich mir noch ein Frühstück in der „ANYTIME-bar“ auf Deck 10, ehe ich dann Karin wecke, d.h. wecken will, denn sie protestiert … es ist erst 6:30 Uhr. Ich dusche schon mal und packe das Handgepäck fertig. Um 7:30 Uhr brauche ich Luft und begebe mich auf mein geliebtes Deck 10. Meine Frau und ich treffen uns dann um 8:00 Uhr im „CALYPSO“ zum Frühstück. Rechtzeitig um 9:00 Uhr verlassen wir dann unsere Kabine … die Bordkarte behält noch ihre Gültigkeit bis zur Abreise gegen 15:00 Uhr.

Jetzt habe ich keine Lust mehr irgendwo hin zu gehen … Karin jedoch zieht nochmal los, sie will noch ein T-Shirt kaufen. Ich verstaue unser Gepäck in der gemütlichen „BEACH-LOUNGE“ und mache es mir auf einer der gemütlichen Couchen bequem. Boris HENN gesellt sich zu mir und nach einer Weile ist auch meine Frau zurück, natürlich mit etwas mehr als nur einem T-Shirt … Frauen halt!!! Aber das T-Shirt mit dem Aufdruck „Canadian-Selfie“ und einem Elch ist cool. Dann heißt es waaarten!!! Um 12:45 Uhr haben wir  Hunger, Karin besucht ein letztes Mal das „CALYPSO“ und ich genieße mein Ritualessen „Knusperschnitzel mit Kartoffelecken und Karottensalat mit Joghurtdressing“. 

Dann ist es auch soweit … wir können oder sollen in die Halle zu und mit unserem Ge-päck. Um 15:00 Uhr kommt der Shuttle-Bus und bringt uns zum AIRPORT von MONTREAL. Die Fahrt führt nochmal an der AIDAvita vorbei und wir winken ihr traurig zu. Wegen eines Staus brauchen wir 45 Minuten … am Terminal 1 lässt man uns raus und nun sind wir auf uns alleine gestellt. Zum ersten Mal wurschteln wir uns durch das „Elektronische-Check-In“ an einem der zahlreichen Automaten … das gelingt jedoch besser als befürchtet. Nun noch die Koffer aufgeben und dann auf den Abflug warten. Ja, wenn da nicht … wenn da nicht die Sache mit der Kofferwaage von „Canadian-Airlines“ gewesen wäre. Die Waage zeigt nämlich, dass wir beide Übergepäck haben … das kann ich so nicht glauben und lege mich mit dem Personal von „Canadian-Airlines“ an, was natürlich nix bringt. Ich soll 1,5 kg drüber haben und Karin sogar 4 kg!!! Nach einigem Disput bringt mich meine Frau dazu, die Tatsachen halt zu akzeptieren … wir müssen umräumen, damit nur einer Übergepäck hat. Also alles von mir in ihren Koffer … ich habe dann das Normgewicht und sie halt 5,5 kg drüber … mit wie gesagt 100 CAD (65 €) sind wir dabei. Ich koche!!!

Um 18:25 Uhr sind wir dann endlich in unserem Gate A 47 und warten auf den Abflug. Der geht um 19:00 Uhr von MONTREAL ins Landesinnere nach TORONTO … was ja total logisch ist … erst ins Landesinnere und dann wieder zurück. Um 20:30 sind wir in TORONTO und müssen irre lange Wege zur neuen Maschine nach FRANKFURT zurücklegen. Dabei trage ich meine 10 kg schwere Videotasche auf der linken Schulter, die ich immer wieder hochziehe, damit die Tasche nicht rutscht. Schlechte Laune und Schulterschmerzen sind die Folge … nirgendwo ein Platz zum Ausruhen, bzw. keine Zeit … der nächste Abflug ist bereits um 22:00 Uhr. Irgendwie erreichen wir dann doch das neue Gate und fliegen endlich nach FRANKFURT. Ich bin ganz schön fertig und nehme eine Schlaftablette, die jedoch nicht wirkt … also noch eine … und noch eine. Ziemlich benommen döse ich vor mich hin und wenn ich aufs Klo muss, dann schwanke ich hin und her wie ein Besoffener. Was wohl die Mitreisenden denken???

So vergeht dann die Flugzeit von 7 1/2 Stunden doch irgendwie und mit Zeitverschiebung landen wir um 11:00 Uhr in FRANKFURT … vorher stelle ich noch fest, dass meine Brille weg ist!!! Die hatte ich mir vorne ins Hemd eingehängt, ein Fehler wie sich zeigt!!! Das Absuchen des Bodens in der Umgebung meines Sitzplatzes bringt zunächst nix. Wir warten, bis alle das Flugzeug verlassen haben und suchen nochmals … wieder nix!!! Der Reinigungstrupp rückt schon an und wir bitten ihn darum, meine Brille zu suchen und beim Service abzugeben … ehrlich gesagt mit wenig Hoffnung, dass die Brille auch wirklich gefunden wird … aber wo soll sie denn auch sein, wenn nicht in diesem Flieger, verdammt!!!

 

22.06. Samstag Wetter in Deutschland: ist egal, wir registrieren es gar nicht

Noch in FRANKFURT … wegen der Brille

Ich bin nervlich im Moment nicht gerade auf der Höhe … Karin kümmert sich darum, dass der Verlust der Brille auch am „AIR CANADA“-Schalter aufgenommen wird. Dann essen und trinken wir erst mal was … mit Bestellung auf DEUTSCH. Am Ende dieser wunderbaren Reise bekommen wir noch mächtig Zoff miteinander!!! Der Frust bzw. der Ärger soll aber noch nicht vorbei sein … OH NEIN!!! Auf zum Bahnsteig, den wir auch pünktlich erreichen … um dann kurz vor der Einfahrt eine Durchsage zu hören „Der ICE 107, Einfahrt auf Gleis F 5, fährt heute ausnahmsweise mit umgekehrter Wagenfolge ein. Wir bitten um Ihr Verständnis“

Ja, leck mich doch am Arsch!!! Wir müssen also unseren korrekten Standort verlassen und mit allem Gepäck in die andere Richtung laufen. Den neuen Standort können wir in der kurzen Zeit natürlich nicht erreichen … schaffen es aber, dass wir „nur noch“ 2 Wagen mit Gepäck durchqueren müssen. Wisst Ihr was es heißt 2 Wagen gegen den Strom mit viel Gepäck zu durchqueren??? Wir wissen es jetzt!!! Es ist wie Spießrutenlaufen!!! Nach viel Zoff mit entgegenkommenden Fahrgästen, dummen Bemerkungen und einer „Fast-Schlägerei“ erreichen wir dann doch unsere reservierten Plätze … auf denen dann aber unser Gepäck Platz nimmt. Wir stehen eingequetscht irgendwo daneben. Der Zug fährt aber wegen Überfüllung nicht los!!! „Wir bitten die Fahrgäste auszusteigen und die Türbereiche frei zu machen. So können wir nicht abfahren“ … so die Durchsage der DB. Und dann noch der Zusatz: „Wir lassen den Zug ggf. von der Polizei räumen!!!“ Waaauuuh!!! … das habe ich auch noch nicht erlebt. Irgendwann fährt er dann … unser Zug ICE 107 nach Karlsruhe … die Klimaanlage ist übrigens auch ausgefallen … ein prima Klima!!!

Mit 20 Minuten Verspätung kommen wir letztendlich in KARLSUHE an … um 15:15 Uhr. Nun noch ein TAXI heim und …

„THANK YOU FOR TRAVELLING WITH DEUTSCHE BAHN“

Ihr könnt mich mal … !!!