Geschichten aus dem Ruhrgebiet ... Teil 2

Fortsetzung von Teil 1

 

Ja, es gibt doch mehr zu erzählen als ich dachte ... von der Schule, Mädchen, von Weihnachts-feiern der "besonderen" Art ... und vielem mehr. Noch sind wir ja erst in Gerd`s früher Jugendzeit angekommen ... es fehlen noch einige Jährchen, bis er die Heimat ... das Ruhrgebiet und den Peddenkamp 1 verlässt.

Also gehen wir es an und beginnen den 2. Teil mit:

Urlaub und Freizeit

 

 

  • Der Opel Kapitän wird blau

    Wenn wir in meiner frühen Jugend unterwegs waren, dann meist mit einem Opel ... oder wie hier mit einem Kapitän.
    Mutti chauffiert und Oma Lenchen ist mal dabei. Man sieht ... es ging irgendwohin ins Grüne.
    Papa hatte wahrscheinlich Schichtdienst ... oder so

  • Die "Diesing" ... hoch hinaus

    Eines unserer Lieblingsziele war der Rhein ... zB bei Königswinter ... dort spielt auch eine Szene in dem Film "Drei Mann in einem Boot" , den ich so liebe und den ich wer weiß nicht wie oft gesehen habe. Heinz Erhardt, Walter Giller und Hans-Joachim Kulenkampff ... einfach nur köstlich.

    Die Diesing`s jedenfalls wollen hier hoch hinaus und verlegen sich mal aufs Fliegen

  • Die "Skatrunde" -nicht einfach

    "Indoor-Freizeit" im Peddenkamp 1 ... eine Männerrunde, um mir das Skatspielen beizubringen ... ich sage mal, es ist zu 70 % gelungen ... kein einfaches Spiel, bei dem man immer Angst haben muß vom Partner eins hinter die Löffel zu bekommen ... ich zumindest.

Urlaub und Freizeit...

Besuch meiner Eltern in meiner "Kinderfreizeit" in Österreich. Mich ... in der Mitte ... sieht man zünftig in Leder.

Urlaub und Freizeit

Überwiegend waren es zunächst die Sonntagsausflüge in die nähere Umgebung ... an die "frische Luft", die der jungen Familie Abwechslung vom Alltag brachten. Die waren in der frühen Kindheit wirklich toll. Mit dem Auto … Ihr wisst schon: Opel Kapitän … ging es in das „Sauerland“, zur großen „Bigge-Talsperre“, zum „Baldeneysee“ bei Essen … dem „Edersee“ und zu so manchen anderen Ausflugszielen. Und jedesmal gingen wir in einem Lokal essen und für mich gab`s  mein Lieblingsgericht: „Russische Eier“ mit Mayonnaise und Kaviar. Heute weiß ich, dass dieses Gericht mit Russland nix am Hut hat und dass der Kaviar kein Kaviar war. Mir hat’s  trotzdem geschmeckt … das ist die Hauptsache. Mein Vater fiel in den Lokalen beim Bezahlen immer "unangenehm" auf ... wenn die Rechnung kam sagte er: "Ich wollte doch nicht Ihr Lokal kaufen!" Was hätte er wohl heute gesagt? Ich weiß noch, dass ein Schnitzel mit Kartoffelsalat so etwa 3,50 DM kostete.

Wer übrigens mehr über Preise von damals im Vergleich zu heute wissen möchte, der geht auf meine "Nostalgie-Seite" ... zT ganz schön überraschend.

 

Meinen ersten "KInder-Urlaub", sprich Jugendfreizeit verbrachte ich mit vielen anderen "Kids" in Ameland, einer kleinen westfriesischen Insel in der Nordsee. Eine saugute Luft ... wenn man das mal mit dem Ruhrpott vergleicht ... und die Häuser ... wie frisch gestrichen. Endlose Weite, Fußball spielen, herum tollen ... das war schon "toll". Mir denkt dieser Aufenthalt deshalb so, da wir Jungens jeden morgen "Marmeladenbrotwettessen" machten. Wenn ich mich noch recht erinnere kam der Sieger auf stolze "DREIZEHN" Brote ... das war aber nicht ich.

Die zweite Jugendfreizeit verbrachte ich 2 Jahre später in Österreich, „Saalbach-Hinterglemm“ ... einem einsamen Kaff mit hohen Bergen … Sackgasse, hier ging es nicht mehr weiter. Es war ein 14-tägiger Aufenthalt der „Katholischen Jugendfreizeit“ aus Wattenscheid, abgesegnet sogar vom Bischof und in Begleitung von Vikar Fricke, der auch als Mensch ganz in Ordnung war. 

Das unschöne Erlebnis während dieser Kinderfreizeit war, dass man mir aus dem Flur des Hauses, in dem wir Kinder untergebracht waren, meinen neuen Anorak gestohlen hatte. In Österreich waren oder sind ja die Häuser nicht verschlossen, da niemend etwas stiehlt … haha. Natürlich war das auch dem Vikar Fricke sehr peinlich, dass unter seiner Obhut so ein schreckliches Verbrechen geschehen war und gemeinsam machten wir uns auf Tätersuche … na wenigstens ein kleines Abenteuer in einer eher ereignislosen Freizeit. Wir grenzten den möglichen Täterkreis auch ein und übrig blieb ein frecher österreichischer Rotzlöffel, der uns nur angrinste, dem wir aber nix nachweisen konnten … Vikar Fricke und ich waren viel zu brav und gut erzogen, um ihm eins „in die Fresse zu hauen“ wie man damals sagte.  

Aber ein paar Tage später kam er mir entgegen … wieder grinsend … am lokalen Saalbach entlang schlendernd. Mit meiner Hilfe stolperte er auf einmal und fiel in die Fluten. Der Bach war um diese Jahreszeit, September, nicht sehr kalt, aber der „Bazi, der elende“ war patschnass und fluchte auf österreichisch … „I hob`s net verstoanden“

Nach dieser Aktion … ich glaube, gebeichtet habe ich sie nicht … kam ich nicht mehr ganz so frustriet ob der Schlechtigkeit der Österreicher ... aber trotzdem ohne Anorak ... heim.

 

Süd-Deutschland

Die mobilisierte Familie Diesing zog es ... urlaubsmäßig zunächst nur nach Süddeutschland zur dortigen Verwandschaft, wenn es um einen längeren Aufenthalt ausserhalb des "Ruhrpotts" ging. Denn wie schon geschrieben lebten dort 3 "Diesing-Tanten" mit ihren Familien. Verteilt in "Uhingen", "Göppingen" und "Stuttgart". Alle 3 mit Einzelkindern ... Roswitha, Dieter und Rüdiger, der nur 6 Tage jünger war als ich.

 

 

 

 

  • Weihnachten 1960er Jahre in der Heinrichstraße

    Siehe folgender Text

  • Weihnachten 1960er Jahre im Peddenkamp

    Siehe folgender Text

  • Traurige Weihnachten in der Heinrichstraße

    Siehe folgender Text

Weihnachten meiner Kindheit und Jugendzeit

Ein besonderes Kapitel meiner Erinnerungen an das Ruhrgebiet ist "Weihnachten"

Es ist nicht so, dass Weihnachten im Ruhrpott anders gewesen wäre als woanders ... aber bei uns, dem "Diesing-Clan" ... war es leider doch so. 

Zunächst einmal war es Usus, dass wir den Hl. Abend bei den Diesings in der Heinrichstraße 20 verbrachten, obwohl es ja auch den anderen Zweig der Familie mütterlicherseits gab ... die Hutterlohs mit Tante Gertrud, Onkel Heinz und meiner Cousine Martina. Aber das bedurfte keiner Diskussion, warum auch ... der "Diesing-Clan" mit seinen vielen Mitgliedern war einfach mächtiger.

Weder meine Mutter, noch Tante Lenchen, ich erst recht nicht hatten hier ein "Veto-Recht". Also zogen wir am Hl. Abend mit Geschenken und natürlich mit Akkordeon ... zum "Vorspielen" ... gen Wattenscheid. In das dortige obwohl eher kleine Wohnzimmer passten schon einige Leute hinein ... fangen wir mal an:

Oma Maria, die Onkeln Edmund & Fritz, Tante Agathe mit Werner, Tante Liesel mit Fritz, Cousine Gitte (meist allein, die Eltern hatten die Schnauze voll), Papa & Mama und natürlich ich ... und das Akkordeon. Das Wohnzimmer mit seinen vielleicht 14 m2 war ausgefüllt ... den Weihnachtsbaum nicht eingerechnet. Der war eigentlich sehr schön ... gut gewachsen und immer voller Engelhaar und natürlich echten Kerzen ... andere gab es damals ja auch noch nicht.

Der große Couchtisch aus Nußbaum mit Marmorplatte bog sich unter den Päckchen ... aber ganz besonders unter den Optionen an Alkoholika. Bier natürlich, aber auch diverse Angebote an Schnäpsen und Likörchen. 

Gesungen wurde zunächst einmal ... das war Ritual ... zur Begleitung meines Akkordeonspieles ... mit Applaus, der mir das verhasste Vorspielen etwas versüßte. Schöne Weihnachtslieder erklangen und wurden auch gar nicht so schlecht gesungen ... vorgetäuschte Harmonie einer disharmonischen Fortsetzung.

Denn der Alkohol bei den Diesing`s führte bald zu Diskussionen über gekaufte Artikel, die man sich zu Weihnachten gegönnt hatte. Ein Fernseher mit 67 cm Durchmesser, den Tante Liesel sich gekauft hatte, wurde bald von Tante Agathe übertroffen  ... die hatte nämlich 69 cm. Ja, das war der typische Konkurrenzneid innerhalb der Familie Diesing. Jeder hatte etwas Besseres ... Größeres ... Längeres und so weiter.

Übertroffen wurde das nur noch bei der Bescherung, als die eher lieblos zusammengepackten Geschenke "aufgerissen" wurden ... denn an jedem Geschenkteil ... meist Pullover, Schlafanzüge uä. ... hing noch das Preisettikett ... jeder sollte sehen, was es gekostet hatte ... unbedingt. Der Wert jeder Gabe wurde gemessen ... nämlich am Geld-Wert. 

Darüber ergaben sich dann natürlich weitere Diskussionen bzw. "Preis-Differenzen" ... welches Geschenk für wen war am meisten wert und warum. Pullover mussten gleich probiert sprich angezogen werden, damit man die Schönheit und Passgenauigkeit bewerten konnte. Bei Schlafanzügen verzichtete man darauf ... dem Himmel sei Dank. Angefeuert durch den Alkohol, der bei den "Diesing`s" nicht für Entspannung sondern eher für Agressivität sorgte, ergab der Abend eine sehr "tumultige" Fortsetzung mit furiosem Ende. 

Meist wurde einer beschimpft und vor die Tür gesetzt ... kam aber irgendwie wieder herein.Die Streitigkeiten wurden aufgeteilt ... nämlich in Wohnzimmer und Wohnküche ... der Parteien wegen. Meine Mutter und ich fühlten uns irgendwie hilflos und sehnten uns nach einem "Schönen Hl. Abend" in einer anderen Familie, zB den Hutterloh`s, bei denen es sicher harmonischer zugehen würde ... aber wie gesagt ... der Diesing-Clan war stärker. 

Irgendwann endete dieses "Weihnachtsdisaster" dann doch. Die einen waren müde vom Alkohol ... die anderen hatten keine Lust mehr zu streiten ... manchmal gab es auch vor dem Abschied eine Versöhnung ... jedenfalls gingen die heim, die "angereist" waren, so auch wir. Erleichtert ging ich dann bald nach der Heimkehr in mein Bett.

 

  • Der 1. Schultag 1958 ... ich war 5 Jahre und 10 Monate

    Ja ... der Ernst des jungen Lebens beginnt ... die Schule.

    Zunächst 4 jähre in der "Volksschule", der Schillerschule in Günnigfeld.

  • Unsere Klasse mit Klassen-lehrer Herrn Schulte

    Unsere Klasse war mit 39 Schülerinnen/-schülern recht groß. Aber Hr. Schulte und die anderen "Erzieher" hatten uns alle im Griff ... wir waren damals ja auch gefügsam ... im Gegensatz zu: "...We don`t need no Education".

    Die Schiefertafel raus und los ging es ... mit Schönschrift ... jeder Buchstabe einzeln ... x-mal. Das waren Zeiten!!!

  • Lockerer Unterricht in Verkleidung ... schön

Völlig vergessen oder verdrängt ... die gute alte Schulzeit

Die "Schillerschule" für 4 Jahre meine "Erziehungsanstalt"

Also … nach dem Kindergarten kommt meist die Einschulung und so war es auch im Ruhrpott. Tante Lotte hatte mich so fit gemacht, dass ich mit 5 3/4 Jahren dieses Vergnügen bereits genießen konnte … aber eigentlich lag es daran, dass ein Schuljahr in der „Volksschule“  zur damaligen Zeit  im April nach Ostern begann, ich aber erst im Juni 6 Jahre alt wurde … 12 Monate warten wollte ich aber nicht, also gibt es ein Foto von April 1958, auf dem man mich mit einer großen Schultüte bewundern kann. An den Inhalt habe ich keine Erinnerung mehr … wahrscheinlich habe ich ihn zu schnell aufgefuttert, dass keine Zeit für eine „Hirnschublade“ blieb. Auf dem damals üblichen Klassenfoto sieht man mich vorne rechts … eine große Klasse übrigens … zählen Sie mal … 39 Schülerinnen/Schüler  … eine gemischte Klasse, was in dem Alter noch nicht so relevant war … Mädchen waren doof!!! Meine neue Flamme hieß übrigens „Hiltrud“, 2. Reihe von unten … 4. von links. Sie sollte später noch schöner werden … ohne Interesse an mir zu zeigen … Schade!!!

Unser Klassenlehrer … so ein „symphatisch-strenger“, der nicht nur mir gefiel und dem ich auch so manche frühe Erkenntnis „für`s Leben“ verdanke … hieß Herr Schulte.  Er unterrichtete so einige wichtige Fächer … ich weiß nur nicht mehr welche. Vielleicht „Schönschreiben“ und „Mädchen in Ruhe lassen“ …

Jedenfalls fühlte ich mich in der Volksschule Günnigfeld in der Marktstraße so wohl, dass ich es in 5 Jahren 3 mal zum Klassenbesten schaffte … heute wäre man ausgegrenzt worden „Streehba … ey Alter willst Du Professor werden oder wat“. Damals hatte man die Anerkennung nicht nur des Lehrers sondern auch der Mitschüler, was natürlich auch zu „Abschreibeversuchen“ führte … „der wird’s ja wohl wissen“. Wobei das Abschreiben in der Volksschule nichts war gegen die ausgefuchsten Methoden der „nachbarschaftlichen Schülerhilfe“ im Gymnasium … doch dazu später. Die Gemeinschaft der „Schöler und Schölerinnen“, um es mal mit dem Kautz  aus der Feuerzangenbowle zu sagen war gut. Einfache Streiche … nicht der Rede wert … Faschings- und andere Kostümveranstaltungen lockerten den Schulalltag auf … ich als „Pirat“ … siehe Foto oben.

Auf dem Schulhof wurde „herumgetollt“ nachdem man sein mitbekommenes Pausenbrot brav gegessen oder evtl. getauscht hatte … aber wegwerfen war nicht … ein absolutes „NoGo“ !!!

Wir hatten keine Leistungskurse oder solche unnötigen "Motivationen" ... der Lehrer war uns Vorbild und der Unterrichtsstoff schaffte eine Basis für ein Weiterkommen, sei es in der "Realschule" oder im besten Fall das "Gymnasium" mit dem Ausblick auf das Abitur ... damals noch ein heres Ziel.

Das Miteinander der "Schüler und "-rinnen" war eigentlich gut, auch wenn man bedenkt, dass es natürlich damals auch einige "Deppen" gab, die unangenehm zu "handeln" waren.

 

 

  • Die "Fünfte" Klasse ... also die Erste auf dem Gymnasium ... sie hieß Sexta

  • Ich hab`nix zu verbergen... Mein erstes Halbjahres-Zeugnis in der Sexta ... vom Klassenbesten zum mittelmäßigen Schüler auf dem Weg zur "Reife"

  • In dieser Familie hatten wir schon immer einen Vogel!!!

Endlich ... das Gymnasium ...

Das war es also ... das Gymnasium mit dem "unaussprechlichen Namen"

Nach 4 Jahren der „Basiswissensvermittlung“ und der festgestellten Eignung für „Höher-Berufenes“ hieß es dann Abschied nehmen von der „hinterhofigen“  Schillerschule in  Günnigfeld … 10 Minuten Schulweg … zu einem Wechsel in eine für mich zwar interessante, aber völlig „Neue Welt“ … das Gymnasium wartete … und wat für einet. Nur mit Bus zu erreichen ...

"Mathematisch-Naturwissenschaftliches Gymnasium mit Neusprachlichem Zweig" ... Puuuhhh!!!

Ob der Name mir damals Angst machte? Nee, aber Respekt hatte ich schon davor … es war aber harmloser als man aufgrund des Namens denken mag. Naja, einmal hat’s mich schon erwischt … ich  musste eine „Ehrenrunde“ gelaufen. 

Aber nun zum großen und vor allem langen Lebensabschnitt der „höheren Bildung“, der dann letztendlich zur „Reife“ führte, was auch immer das damals zu bedeuten hatte. Aus heutiger Sicht war es sicher die Vermittlung richtiger Allgemeinbildung und vor allem auch der Werte, die wichtig waren für ein soziales Miteinander und Respekt gegenüber alten Menschen zB in Bus oder Straßenbahn. Ich denke hier auch an die ehrenamtliche … früher: freiwillige … Tätigkeit der „Schülerlotsen … Jedenfalls stand Reife auf dem Zeugnis des Abiturs drauf: „Zeignis der Reife“ … also gut. Reif waren wir alle mal … Jungens oder Jungmänner nach 9 bzw. 10 Jahren Schule … Ferien mal abgezogen.

Aber zunächst das wichtige Jahr 1962 … „Das Gymnasium“ … 

Auf dem neuen Klassenfoto sieht man mich als  ersten  Knirps unten links … erste Reihe … hatte das was zu bedeuten? Die Klassengröße, wie man sieht ist geschrumpft und … wir waren eine reine Jungenklasse auf dem „Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Gymnasium mit Neusprachlichem Zweig“ … und das 9 Jahre lang ... aber ich glaube für Mädchen war das dort auch nix ... zu kompliziert. 

Der neue Klassenlehrer der ersten Jahre hieß Herr Wiktor … er war es auch, der mir die ersten Zeugnisse verpasste … vom Klassenbesten der Volksschule zu einem eher mittelmäßigen Schüler des Gymnasiums in Wattenscheid … der erste große Frust in meinem jungen Leben. Das lag wohl am längeren Schulweg, den ich nun mit dem Bus hinter mich bringen musste. Wobei … ehrlich … der mobile Schulweg von 20 Minuten auch seinen Reiz hatte … Schwarzfahren und so … oder an der Haltestelle Mädchen begutachten, die dann zwar in den Bus ein- aber nicht am „Jungen-Gymnasium“ ausstiegen. Gedanken an die „Feuerzangenbowle“ mit 3 x „f“ bei Pfeiffer werden wach … aber zu gelungenen Streichen kommen wir später. 

 

Oben Mitte sieht man das erste Zeugnis … ich habe nichts zu verheimlichen !!!

Das ich es mit Turnen oder wie es damals hieß „Leibesübungen“ nix am Hut hatte merkt man heute noch … leider … trotz Fitness-Tracker und anderer moderner Hilfs-Scherze.

 

 Was ist zu diesem Zeugnis zu bemerken: 

  • Religionslehre: „2" (hat sich relativiert)
  • Englisch: „3“ (hat sich verbessert)
  • Mathematik: „3“ ( wurde zu einer „1“)
  • Musik: „2“ (hat sich bis heute gehalten)
  • Biologie: „4“ (später in Sexualität: besser)
  • Führung: „2“ (heute nicht mehr so brav)
  • Ordung: „3“ (naja, hat sich gehalten)
  • Handschrift: „4“ (schreibe heute mit dem PC)

 

Zumindest hat mein Vater dieses und noch schlechtere Zeugnisse unterschrieben … gnädig wie er war !!! … vielleicht waren seine ja auch nicht besser … er vertraute auf die Lehren des Lebens ... recht hatte er.

 

 

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