"Das Abenteuer beginnt ..."

Liebe Blogfreunde und AIDA-Fans,

nach 3 Tagen Hamburg mit herrlichen Erlebnissen und schönen Erinnerungen im Reisegepäck checken wir heute auf der AIDAcara ein ... das Abenteuer "Winter im hohen Norden" wird wahr.

Wir werden auf dem Schiff mit seinem "AURA"-ähnlichen Flair und Charme viel genießen ...

... das "Markt- und Calypso-Restaurant" mit seinen guten Buffets

... das "Selection" (Rossini) bei Gourmet-Frühstück und kulinarischem Abend-Menü

... die Aussicht von Deck 12 und 13

... das "Theater" mit herrlichen Shows, dem "AIDA-Ensemble" und den Gastkünstlern

... den "AIDA-Shop" mit verführerischen Angeboten

... den Panorama-Ruheraum mit direktem Blick nach vorne

und all die anderen Details, die uns auf einer AIDA so gut gefallen und die wir 19 Monate vermisst haben.

Aber nun geht`s los ... es ist Samstag, der 24. Februar 2018 ... 11:30 Uhr ... wir checken ein.

Lange Schlange ... 30 Minuten warten ... dann sind wir durch und um:

13:06 Uhr auf der Kabine !!!

Langsam, langsam ... etwas genauer wollt Ihr`s doch wissen, oder?

Am Check-In erwartet uns eine lange AIDA-Schlange, die sich wie Serpentinen einen Berg hoch zum begehrten Schalter mit den hübschen AIDA-Mädels schlängelt. Meine Videotasche mit ihren 8 AIDA-Buttons erregt doch einiges … verstohlenes … Aufsehen … man kommt beim Warten im Stau ins Gespräch mit den Mitreisenden. Nach ca. 30 Minuten sind wir am Ziel: Ein freier Tisch … Nr. 7 … lädt zum Check-In ein. Ratz-Fatz ein Foto fürf die Bordkarte … Gesundheitsfragebogen abgegeben und dann der Security-Check. wurde früher das Handgepäcke einfach komplett durchleuchtet muss jetzt alles … besonders meine technische Ausrüstung „zerlegt“ werden … ich bin etwas sauer, muss ich doch alles wieder richtig zusammen setzen. Aber auch das hindert mich nicht, diese Kreuzfahrt anzutreten … das Abeneuer lockt immer noch.

Noch eine Rolltreppe … einen langen Gang entlang und ein Foto vor einer „Feliks-Büttner“-Kulisse … Karin muss ich zu dem gemeinsamen Foto fast zwingen … dann sind wir am Security-Check und eeendlich an Bord … es ist 12:30 Uhr.

Laut Durchsage ist unsere bereits bezugsfertig … also nix wie hin zur Nr. 6107 auf Deck 6 … dort sind wir auch bereits ins Schiff gekommen, toll!

13:06 … wir sind in unserem Zuhause für die nächsten 14 Tage angekommen. Die Kabine erweist sich als kleiner als gedacht und auf der AIDAaura … 2 getrennte Betten … die eingeschränkte Sicht erweist sich als eigentlich gar keine Sicht, da wir … nur durch den Jogging-Pfad getrennt … auf eine massive Stahlwand gucken … aber hell kommt rein. Wir fragen uns, wie wir hier die 4 großen Koffer, die wir erwarten auspacken können … wahrscheinlich nur im Schichtdienst. Aber diese Zeilen hören sich ja wie Gemecker an … GERD K. !!! … so soll das aber nicht rüberkommen. Nein, alles ist gut, die AIDA-Details in der Kabine sin wieder sehr gut, auch wenn die Cara schon in die Jahre gekommen ist … sie hat 2018 ihren 22. Geburtstag. Was speziell für diese Reise kostenlos zur Verfügung steht ist eine „Nebelmaschine“ … ein Diffusor, der das Klima auf der Kabine verbessert, um durch Erhöhung der Luftfeuchtigkeit ein Austrocknen der Schleimhäute und auch Erkältungen vorzubeugen.

Die bestellte Segafredo-Kapselmaschine ist da … ich nutze die Zeit, um sie zu testen. Kaffee schmeckt ordentlich gut … die Laune steigt wieder. Da die Koffer noch ein wenig auf sich warten lassen und wir Hunger haben gehen wir auf Deck 9 ins „Calypso-Restaurant“, um uns einige „Häppchen“ zu gönnen. Steaks mit Gemüse und Grillkartoffeln … das haut jetzt hin.

Da wir heute supergutes, wenn auch arschkaltes Wetter haben lockt das Deck 10 … das Außendeck mit Poolbereich zu einem Sonnenbade … und einer Zigarre. Die sind durch die Kälte … da ist Rauchen-genießen sehr schwierig … eh zu kurz gekommen. 16:00 Uhr sind wir wieder auf der Kabine … unsere Koffer sind da und füllen die Räumlichkeiten gut aus. Auspacken 1. Teil beginnt … unterbrochen durch die SEENOT-Rettungsübung um 17:00 Uhr. Durchsage des Kapitäns: „… ziehen Sie sich warm an …“ Unsere Musterstation, also der Sammelpunkt ist auf dem gleichen Deck … im Bereich der Rezeption, also INNEN … gut, dass wir warm angezogen sind!!!

Naja, ab 17:45 Koffer auspacken 2. Teil … Das Auslaufe verzögert sich wegen der Treibstoffbunkerung etwas und ist für 18:45 geplant. Warm anziehen kann diesmal wirklich nichts schaden … es ist kalt draußen in einem doch spürbar frischen Wind. So bleibe ich mit meiner Frau Karin und meiner Videokamera auch nicht so lange … einige Lichter-Highlights der vorbei ziehenden Kräne und Containerschiffe lohnen es gefilmt zu werden, aber diese verdammten Lederhandschuhe, die ich trage, machen die Finger eher kälter, als das sie wärmen … also rein und auf Deck 9 … Abendessen.

Wieder entscheiden wir uns für gesunde Kleinigkeiten einschließlich eines großen Eis mit Ananas und frischen Kokos-Schnitzen als Dessert … mein Blutzucker ist ok. Der Tag vergeht mit einem Besuch im Theater um 21:00 zu Sektempfang, Begrüßung und kleiner „Madonna-Show“ des AIDA-Ensembles. Um 21:45 bin ich wieder auf der Kabine … Karin ist erst gar nicht mit gegegangen … und falle bald in meine Bett.

Gute Nacht!!!

 

Sonntag 25. Februar, Seetag 1

Ich bin bereits um 3:30 wach … und schreibe auf dem Klo an meinem Reisebericht … einen anderen Ort gibt es im Moment nicht, will ich Karin nicht stören … es gibt Schlimmeres. Dann lege ich mich nochmal hin, aber um 5:45 hält mich nichts mehr im Bett … anziehen und ab auf Deck 10 … zu Kaffee und Aussicht, mit Videokamera natürlich.

An der Pool-Bar sind 2 Frauen mit Rauchen und Kaffee trinken beschäftigt … ich geselle mich dazu. Heute hat es laut AIDA App 2 ° und ist leicht bedeckt … auf der Ostseite kann man in einer Wolkenlücke schon erahnen, wo die Sonne gegen 8:00 Uhr hervorgucken wird. Ich treffe auf einmal … PEGGY … unsere gute Facebook-Fee. Wir quatschen natürlich sofort los … sie kommt aus Bochum, ich auch … sie hat Architektur studiert, ich auch … und … und … und. An der Pool-Bar führen wir etwas später unsere Gespräche fort … über Gott und die Welt , aber im Wesentlichen natürlich über AIDA-Reisen, ferne Länder und neue Ziele, die es zu erforschen und bestaunen gibt.

7:30 verpassen wir fast den Sonnenaufgang … herrliche Motive, aber schnell vorbei. Um 7:50 schaue ich auf die Uhr … Jesses … ich muss auf die Kabine, denn Karin hat ja um 8:00 eine Anwendung und verschläft vielleicht.

Nein … sie ist wach und auf! Ich bereite mich schon mal outfitmäßig auf unser Gourmet-Frühstück im Selection-Restaurant vor und nach Karin`s Rückkehr machen wir uns auf den Weg. Das „Selection“ liegt versteckt hinter der AIDA-Bar, was wir nach einiger Zeit merken, in der wir etwas im ‚Kreis gelaufen sind. Am Eingang müssen wir uns erst anmelden … ein Tisch wird noch „präpariert“, was heißen soll, dass er frisch eingedeckt wird. Dann haben wir … endlich … denn wir haben Hunger … einen schönen Platz am Fenster und auf der Sonnenseite. Das Ambiente, das wir ja aus dem „baugleichen“ ROSSINI-Restaurant kennen, ist schon eine Extrabuchung wert … während uns die Auswahl am kleinen Buffet erst einmal eher überrascht … so groß ist sie nun gerade nicht. Aber es hat eine Extrakarte mit diversen Köstlichkeiten. Wir räseln noch, ob die Aussage „… auf Ihren besonderen Wunsch servieren wir …“ auch extra kostet, bestellen aber mal eine Eierspeise. Für Karin „mit Garneelen“ für mich „mit Schinken und Paprika“. Mein Jasmintee, den ich bestellt habe, dauert … der Beutel muss eigens aus der AIDA-Bar geholt werden (immer der Herr Diesing mit seinen Sonderwünschen).

Dann aber genießen wir die wirklich guten Köstlichkeiten, das fehlen der „Menschenmassen“ im Buffetretaurant, die herrliche Aussicht mit der Sonne, die auf unseren Tisch scheint und … Gefühle ohne Worte.

Leider dauert heute das Vergnügen nur 1 Stunde, da ich die Vorbereitungen für das „FAN-Treffen“ um 11:00 Uhr im Marktrestaurant noch treffen muss. Um 10:20 bin wich wie versprochen am Treffpunkt, der in das Marktrestaurant verlegt wurde … wir sind 88 AIDA-Begeisterte, die sich hier zu einem ersten Austausch zusammen finden. Alle, die einen Button bei mir bestellt haben trudeln so nach und nach ein und wir machen Tauschgeschäfte: Button gegen 2 € … mein „Klingelbeutel“ füllt sich nach und nach, eine gute Reserve für kleine Trinkgelder.

Pünktlich 11:00 Uhr gehts los … Anette, die Entertainment-Managerin begrüßt uns … der Raum ist proppenvoll. Auch Danilo Schulz, der Chef vom Selection-Restaurant, …. und sogar später dann noch Christian Y., der Hotel-Direktor lassen es sich nicht nehmen, „ihre“ Fans zu sehen und sich mit ihnen in wirklich lockerer und gemütlicher Atmosphäre auszutauschen. Mit meiner Button-Aktion und dem eigens angefertigten T-Shirt für diese Reise … ich bin der Einzige unter über 1000 Menschen, der so „crazy“ ist … stehe ich ein wenig im Mittelpunkt, was mir aber nicht unangenehm ist.

Ok, machen wir es ein wenig kürzer … tolle Atmosphäre … Sekt oder O.-Saft in Mengen … um 11:45 gehen wir auseinander, nicht ohne uns natürlich näher kennen gelernt zu haben … war ja schließlich Sinn dieser „Show“.

Heute ist ja Seetag Nr. 1 … also können wir ganz entspannt as weitere „Programm“ gestalten … und wer bereits auf der AIDAcara war, der weiss, dass es doch viel zu erleben gibt, auch wenn das Schiff das „Baby“ der Flotte ist. Ich gönne mir einen Latte Macciato an der Pool-Bar … sehr gutes Bami-Goreng im „Calypso“ und suche ständig Karin … sie mich aber wahrscheinlich auch.Mit großer Freude entdecke ich in der AIDA-Bar die LIVE-Band „Party Of Six“ beim Proben, die jeden abend hier für gute Musik sorgen wird. Ich kenne sie von der letzten Tour 2016 und die Begrüßung ist dementsprechend … herzlich natürlich. Karin und ich finden uns doch noch und wir genießen einige Zeit auf dem Sonnendeck, das diesen Namen heute wirklich verdient hat … herrlich.

Ich kürze … Euer Einverständnis vorausgesetzt … den Seetag etwas ab. Aber zum Highlight um 17:00 Uhr in der „Lambada-Bar“ auf Deck 9 muss ich was schreiben …

… über die laaange Schlange, die sich bereits um 16:30 vor der Logbuch-Ausgabe bildet. Wie beim Schlussverkauf vor den Toren von C und A!!! Wir entschließen uns, dasEnde der Schlange in gemütlichen Sesseln sitzend und plaudernd abzuwarten. Da für jeden Passagier eines vorbereitet ist verpassen wir schließlich nichts. Es ist belustigend, die Menschen in und außerhalb der Schlange zu beobachten und dann ab 17:00 Uhr dem „Triumphirat“ aus Anette (Entertainment), Christian (Hoteldirektor) und natürlich dem Kapitän himself bei der Arbeit zuzuschauen. Wie wir im nachhinein erfahren sollen es letztendlich 826 Logbücher sein … also auch 826 Stempel und Unterschriften der Drei. Anette ist zwar bereits heiser und nicht ganz fit, aber als sie am Montag krank ist … wer weiß, vielleicht hat auch diese Aktion hier dazu beigetragen.

Als dann gegen 17:45 das Ende der Schlange wirklich und tatsächlich sichtbar ist holen auch wir uns unser Logbuch ab … Peggy, die Facebookdministratorin als Letzte.

GESCHAFFT !!! So werden sich wohl die Drei gedacht haben, als das letzte Logbuch gestempelt und unterschrieben ist. Wir ziehen weiter ins Marktrestaurant, dem wir heute abend den Buffet-Vorzug geben.

Um 21:30 … ich mache mal einen Zeitsprung … „Party Of Six“ in der AIDA-Bar lauschen, die wie bereits das letzte Mal ihre Musiksache sehr gut machen. Und um 23:15 zieht es uns dann doch in Richtung Bett … so ein Seetag ist schließlich anstrengend.

Montag, 26. Februar, HAUGESUND

Um 5:15 Uhr bin ich bereits wieder wach, ziehe mich leise bei etwas Licht aus dem Bad an und schleiche mich mit meiner Videokamera aus der Kabine. Mich erwartet auf Deck 10 ezwa - 2 ° und der Kaffee an der Pool-Bar ist bereits fertig. Eine leckere erste tasse mit einem Croissant dazu … der Morgen kann beginnen. Bald bin ich nicht mehr der Einzige … vor allem weibliche Wesen finden hier den Weg zur ersten Zigarette. Leichter Schneefall stellt sich ein … ein schönes Motiv gegen den noch schwarzen Morgenhimmel.

Um 6:00Uhr kommt der Lotse an Bord und geht es durch die Schären gen HAUGESÜND. Das „Lichtermeer“ der Stadt wird von minute zu Minute größer und als Highlight schält sich eine auf einer kleinen Insel stehende weisse Kirche aus der Dunkelheit. Ich lasse die Kirche im Monitor meiner Kamera an mir vorbei ziehen und freue mich auf diese Szene. Um 6:30 passiert AIDAcara die große Brücke vor der Stadt … esist ein Erlebnis, wie wir unter dieser Brücke durchtauchen … es bleibt ca. 1 m Platz bis zur Antennenspitze des Schiffes. Selbst die Autos auf der Brücke … überwiegend LKW … gewinnen in dieser morgendlichen „Illumination“ an künstlerischem Wert.

Wieder auf der Kabine heißt es Viedotasche packen, denn um 9:30 Uhr gehts los. 8 Stunden Ausflug in die Natur von HAUGESÜND und zum Akrafjord, ausgesprochen „Okrafjord“ mit seinem Wasserfall Langfoss. Aber zunächst mal wartet ein gutes Frühstück auf uns … hungrig kann man auch der schönsten Natur nichts abgewinnen.

Da es heute den ersten Kältetest zu bestehen gibt packen Karin und ich uns warm ein. Zum ersten Mal im Leben ziehe ich eine warme Strumphose an … blickdicht versteht sich. Schon nach 5 Minuten bedaure ich alle frauen auf der Welt, die sowas tragen … erste Schweissausbrüche stellen sich auf der Kabine ein … warum aber auf der Stirn, die Hose sitzt doch weiter unten? Noch ein T-Shirt, darüber eine Fleecejacke und als letztes die Winterdaunenjacke … mann oh mann … wir hätten doch besser die Kanaren gebucht. Leichte Winterstiefel vervollständigen die Tortur, wollte sagen, die Montur … Handschuhe noch vergessen … die mittelwarmen … die aus Sibirien hebe ich mir noch auf für später. Karin ist auch fertig … sieht gut aus mit ihrer Pelzmütze, ich nenne sie ab nun liebevoll „Husky“.

Treffpunkt ist draußen auf der Pier bei den Bussen. Der Schneefall ist sehr stark geworden und ratz-fatz ist der Deckel von meiner Videotasche eingeschneit. Bald geht`s in den Bus, unser Fahrer heißt „Birgen“ und der Reiseleiter „Nils“ … ein 30-jähriger Deutscher, den die Liebe vor 5 Jahren nach Norwegen geführt hat und der sich hier sichtlich wohl fühlt.

Zunächst geht es mit dem Bus zu einer Überlandfahrt und wir besuchen „Marie Rosalingr“, die Rosenmalerin in ihrem Lädle. Nicht nur der Laden, auch sämtliche freie Flächen der Fassade und sogar die Mülltonnen sind bemalt … mit einer besonders interpretierten und modernen Form von Rosen. Die absolute Steigerung aber entdecke ich auf dem Klo, zu dem mich mein erster Gang führt … im Alter muss man öfter müssen. Im Vorraum sind auch die Wände, diverse Gegenstände und die WC-Tür bemalt. Selbst das stille Örtchen hat Marie Rosanlingr ncht verschont … WC-Brille und -Kasten und natürlich wieder die Wände zieren feinste Malereien. Es hätte mich nicht gewundert wenn auch das Papier bemalt oder zumindest bedruckt gewesen wäre … aber das scheint die einzige feie Fläche zu sein.

Karin und ich stauen und genießen, halten uns beim Kaufen aber dezent zurück … auch in Gedanken an unsere eh schon vollen Koffer. Manch andere scheinen diese Gedanken nicht zu „quälen“ … viele Kronen oder Euro`s finden den Weg in Marie Rosalingr`s nostalgische Kasse. Nach 40 durchaus kurzen Minuten geht es weiter … Station „Okrafjord“ wie es hier ausgesprochen wird.

Wie erfahren, dass sich das Norwegische oder das Skandinavische dem deutschen Plattdeutsch nicht unähnlich ist, dass „Ölen“ durchaus die deutsche Bedeutung von „Bier“ hat … ich denke sofort an „die Kehle ölen“. Durchaus logisch dass auch auch eine Schule unterwegs „ÖLEN-Skole“ heißt. Wir erreichen den Akafjord und die Anlegestelle, an der uns ein Boot zu einer Fjordfahrt einladen wird. Auf dem Fußweg zum Anleger kommen wir an dem dortigen Bauernhaus vorbei, in dem wir nach der Fahrt zu einem Mittagessen eingeladen sind.

Das Boot … ein eher etwas betagter „Seelenverkäufer“ mit dem Charm längst vergangener Tage bietet gerade so Platz für unsere Gruppe von vielleicht 20 Leuten. Eine kurze Fahrt führt uns zunächst zum „Langfoss“, dem angeblich schönsten Wasserfall weit und breit. Der heutige Charme besteht in einem Mix aus gefrorenem Wasser mit noch fließenden Rinnsalen, die man erst über das Zoom der Video- oder Fotokamera sieht. Der Bootsgehilfe holt mit einem ganz gur aussehenen Blecheimer Wasser direkt vom Fall. Daraus bietet er … zurück auf dem Boot Wasser in Bechern an … Gott-sei-Dank sind es Einwegbecher. Doch aus dem Eimer ist sicher schon unzähligen Gruppen das wirklich köstliche Nass angeboten worden, dass natürlich saukalt ist und erst im Mund bzw. Magen gewärmt werden kann.

Der „Okrafjord“ ist 630 m tief und der „Langfoss“ 642 m hoch. Die Weiterfahrt führt uns bis zum Ende des Fjords, an dessen Ende einige Häuschen ein kleines „Dorf“ bilden. Bei uns hätte man gesagt: „Hier ist der Hund begraben“ oder „Leben am Arsch der Welt“, aber zugegebenermaßen … ein schöner Arsch. Die Fotos oder Videos spiegeln eine schwarz-weiss-Welt aus Gebirgsstein und Schnee bzw. Eis wieder. Ich entscheide mich, die Videos mit einer roten Mütze, einem gelben Anorak u.ä. so zu gestalten, dass man sieht, dass ich nicht versehentlich den s/w-Modus eingestellt habe.

Viel zu schnell geht die fahrt vorbei. Als Trost bleibt uns die Erwartung auf ein … so angekündigt … phantastisches Mittags-Buffet. Das erreichte Bauernhaus bzw. Häuschen ist im Inneren liebevoll gestaltet, hat 2 Räume, in denen wir alle Platz finden. Uns bleibt die hintere Stube, die aber viel gemütlicher ist als der größere Vorraum. Rustikale Steinwände, Gegenstände aus vergangenen Zeiten und Tisch und Bänke aus massivem Holz mit Fellen als Sitzpolster erzeugen einen heimeligen Eindruck, der durch viele flackerne Kerzen noch verstärkt wird. Die Chefin erklärt uns in einem sehr gten Deutsch, dass sie während eines längeren Aufenthalts in Heidelberg gelernt hat, das Buffet.

Und wenn Ihr wissen wollt, was es alles zu essen gab …

Es ist bereits Freitag, 02.03. 4:45 … endlich komme ich dazu weiter zu schreiben … ich sage dies, damit Ihr mal spürt, welche Uhrzeiten ich fürs Schreiben nutze. FÜR EUCH !!!

Also, wir waren beim Essen in diesem wunderbaren Bauernhaus. Es gab: Ziegenkäse „karamelisiert“ … der wird so lange gekocht … ca. 24 Stunden als Versucherle auf gutem Bauernbrot. Leckere Kartoffeln in der Schale … die Norweger lieben Kartoffeln und einer der wenigen Sätze. die sie auf deutsch können, heißt: „Ich möchte eine Kartoffel“. Würstchen aus Elchfleisch, Hackfleischbällchen aus Rindfleisch, viele Salate, Käsebuffett und Schinken … mein Gedächtnis streikt ein wenig, aber eines ist mir total in Erinnerung: ERDBEEREN … große dicke erdbeeren, die zwar etwas blass aussahen, aber total süß geschmeckt haben. Das war das Einzige „nicht-regionale“, die Früchte kamen aus Belgien. Bis 14:30 dürfen wir in gemütlicher Runde … eingeheizt von einigen Gasöfen … essen, guten Apfelsaft & „Langfoss-Wasser“ trinken und mit den Norwegern quatschen. Ein starker Kaffee bildet den Abschluss und dann heißt es leider Aufbruch. Wir fahren zurück. Leider steht eine über 90 minütige Fahrt im Bus vor uns … schlafen is nich, da uns Nils ständig interessante Dinge erzählt, die wir aber bald schon wieder vergessen haben werden.

Ein kleiner Zwischenhalt beim Denkmal zu Ehren der „1000 Jahre Norwegen“ muss sein, denn darauf sind die Norweger sehr stolz und jeder Tourist bekommt es zu sehen. Mittlerweile sind es 1150 Jahre. Ich ziehe eine Besichtung des Bus-Klos vor … es drängt.
16:35 sind wir wieder „zuhause“. Karin hat gleich um 17:00 Uhr eine Anwendung, ich stürze mich in die Datensicherung und schreibe in diese Blogseite.

Der weitere Abend ist schnell erzählt und auch nicht so wichtig. Essen um 19:00 im „Calypso-Restaurant“, ein kurzer Besuch im Theater … Lesung von norwegischen Märchen durch Schauspielerin Jessica Schmitz … eine tolle „Bryan-Adams-Show“ um 21:00 … kurz noch den Durst löschen in der AIDA-Bar und um 22:20 Uhr ins Bett. Karin besucht noch die „Sternen-Führung“ auf Deck 11 … es ist aber keiner da … Führungsmäßig meine ich … Sterne schon. Gute Nacht!

 

Dienstag, 27. Februar Seetag 2

Eine ausführlichere Beschreibung des Tages folgt in Kürze … so viel Spannendes gab es nicht, aber von der Polarkreisüberquerung am 66ten Breitengrad und dem dazugehörigen „Sprung“ möchte ich Euch doch jetzt schon etwas erzählen.

Auf einem Kreuzfahrtschiff gen Norden … zumindest auf der AIDA … ist es Brauch oder Ritual, die Überquerung des „Nördlichen Polarkreises“ gebührend zu feiern … natürlich auch mit einer Party auf dem Pooldeck. Man wärmt sich schon einige Zeit vorher auf … die einen mit Glühwein … die anderen mit Grog … die, denen es schon warm ist, trinken Bier und Wein. Dabei ist immer ein als Eisbär verkleidetes Mitglied der Crew, dem man die Klimaerwärmung bereits ansieht … mager ohne Bauch. Ungefähr 20 Minuten vorher versammeln sich die „Sprungwilligen“ vor einer weißen schwarzen Linie … die Farbe ist bei Schnee einfach besser zu sehen … und machen „Final Countdown“ beim entsprechenden Song von „Europe“. Der ständige Kontakt mit der Brücke sorgt für die immer aktuelle Postionsinformation.

Eine Minute … diesmal war das um 23:50 Uhr … wird man sehr hibbelig und der Entertainmentmanager am Mikrofon zählt in 10-Sekunden-Schritten. Bei „10“ bricht dann die Hölle aus … 9 … 8 … 5 … 2 … EEEIIINNNSSS!!! Dann hopfen alle in der Reihe „synchron“ hoch und gemeinsam eben über diese Linie … damit ist eigentlich alles beendet. Man liegt sich in den Armen und feiert weiter. Das machten wir dann auch und kamen an diesem Abend erst um 00:30 Uhr ins Bett … für unsere Verhältnisse spät.

Gute Nacht!!!

Mittwoch, 28. Februar BODÖ

Die gestrige Party fordert scheinbar bei vielen Passagieren ihren Tribut … jedenfalls bin ich um 5:30/6:00 Uhr der wirklich Einzige auf Deck 10. Fast … um 6:15 lerne ich einen sehr netten Herrn kennen, der mich auf mein nettes „Spielzeug“ … meine Videokamera anspricht. Im Gespräch finden wir hobbymäßig zueinander … diskutieren über Apple, imac, FinalCutPro X etc. Für „Nichtinsider“ … es handelt sich um weiteret teure Spielzeuge von Männern. Wie sich herausstellt ist der nette Mensch Herr Kiesewetter, seines Zeichens Lektor hier an Bord. Durch die Quatscherei verpassen wir leider die Brücke vor BODÖ … es tröstet, dass sie sehr hässlich war.

Wir legen verspätet in BODÖ an … die Bugwinde ist ausgefallen, das böse kalte Wetter ist schuld. Aber um 9:50 Uhr sind wir dann auch vorne fest. Karin startet bereits um 9:30 … jetzt halt 9:50 Uhr ihren Ausflug „Spaziergang in Bodö`s Natur“, der sie an den Strand und die ganze Zeit dort entlang führen soll. Aufrgund großer stark vereister Flächen werden Spikes mit richtig scharfen Spitzen verteilt, welche sich als nicht nur nützlich sondern als unbedingt erforderlich erweisen. Weiteres werde ich nach meinem Ausflugsbericht erzählen.

Für mich beginnt das 2. RIB-Boot-Abenteuer meines Lebens um 12:30 Uhr. Es geht zum „Saltströmen“ (Salzstrom), dem größten Gezeitenstrom der Welt, der sich an einer Engstelle des Fjordes bildet. Nach kurzer Busfahrt holen wir bei einem Stopp zunächst unseren Thermoanzug ab. In einer Holzbaracke verteilt ein Hüne von Norweger die Anzüge … für jeden den passenden. Mit einem kurzen Blick auf die jeweilige Figur greift er nach einem dieser Ungetüme, die an Stangen auf die armen Menschen warten, die sich diese Tour im Winter antun wollen. Ich nehme den Anzug entgegen und denke: „In Bayern tät man jetzt sagen: Passt scho.“ Er erscheint mir zwar recht groß, aber ich vertraue mal dem großen Norweger, der diesen Job sicher nicht das erste Mal macht. Wieder rein in den Bus und nach weiteren 40 Minuten erreichen wir den Anleger, an dem der Veranstalter „StellaPolaris“ bereits mit 3 Booten wartet. Uns wurde im Bus bereits geraten vor der Tour nochmal das Klo aufzusuchen, damit wir uns dann auf dem Boot besser auf Foto und Video konzentrieren können. Meine Interpretation ist … damit wir uns nicht in die Hose pinkeln und den schönen Thermoprenanzug ruinieren. Maike, die „Guidin“ dieser Tour und der Bootsführer begrüßen uns … Maike kommt mir bekannt vor!? Ja, natürlich … von YouTube aus einem der Kurzfilme zum Thema „Auf Du und Du mit dem Strom“. Ich erinnere mich noch an die beeindruckenden Filmaufnahmen in der Nähe des großen Strudels … und denke auch an das Thema: „In die Hose Pinkeln … vor Angst“.

Die erste Aktion ist natürlich, über den ganzen dicken und dementsprechend warmen Klamotten noch den steifen Thermanzug anzuziehen … das dauert schon einige Minuten und erfordet zT Hilfe von „Mit-Strudlern“ … bei mir jedenfalls. Als ich endlich drin bin bekomme ich noch einen Halskragen verpasst, der sich als „selbstaufpustende“ Schwimmweste entpuppt. Dann noch Handschuhe, Fleece-Skimütze, eine Art Schweisserbrille und wir sind fertig … wieder ich zumindest … nämlich fix und fertig. Mit breitem Schritt wackle ich zu den Booten und nehme auf der länglichen Sitzbank Platz … nachdem ich es geschafft habe in das Boot zu steigen ohne auf den Aussenwulst zu treten .… ein „großer Schritt für mich, ein kleiner für die Menschheit“, die dieses Abenteuer natürlich nicht die Bohne interessiert.

Leider sind die beiden vorderen Plätze in meinem Boot schon belegt, die zweite Reihe und die folgenden sind eher ungünstig, da der nur 10 cm große Abstand zum Vordermann so gut wie keine Bewegungsfreiheit zulässt und ich mir den Raum zum Filmen regelrecht erkämpfen muss … das kann heiter werden. Ich sehe jetzt schon eine meiner beiden Kameras im Wasser landen. An das linke Handgelenk habe ich mir meine neue Sony-Action-Cam festgeschnallt … am rechten Handgelenk befindet sich die Bildübertragende Fernbedienung dazu und dann noch am Boden, sozusagen in Bereitschaft, die große Canon G 30 für Detailaufnahmen und die Seeadler … hoffentlich. Es geht los!!! Der Sound des Heckmotors gleicht einem Porsche, der von „0“ auf „100“ beschleunigt … hier sind es etwa 55 - 60 kmh. Die -4 Grad erzeugen bei diesem Tempo einen mehr als eisigen Fahrtwind. Ich ducke mich tief in meine Fleecemütze und in den Windschatten meiner Vorderfrau … die zweite Reihe ist gar nicht so schlecht!!!

Da die sich die Strömung laut Maike noch nicht genügend ausgebildet hat …???… das Verständnis für dieses Phänomen scheint überall anders zu sein … Internet stimmt hier zumindest nicht … steuern wir zunächst noch andere interessante Stellen an. Dazu gehören auch eiszeitliche Felsformationen, die sowohl optisch als auch erdhistorisch sehr beeindrucken. Hier ist ein Mix aus Granit, Schiefer und Kalkstein enstanden, der farblich ein tolles Bild ergibt. Diese Formationen spiegeln den Meeresgrund wider wie er vor 10.000 Jahren in einer Tiefe von 170 m war und der sich an die Oberfläche geschafft hat. Endlich ist es Zeit, zu den Salzströmen-Strudeln zu fahren.

Zunächst überfahren wir den kleineren … im wahrsten Sinne des Wortes … und es hoppelt ganz ordentlich. Nach einer kleinen und engen Umrundung des Strudels … so ein RIB-Boot hat einen ganz schön kleinen Wendekreis … geht es weiter zum Bereich unter der Straßenbrücke, der noch etwas entfernt ist. Also dreht der „Porsche“ noch einmal ordentlich auf und ich verkrieche mich wieder, fast in mich selbst. Ich möchte nicht wissen wie das Gefühl wäre, hätten wir heute weniger als -4 Grad und dazu noch den hier oft kalten Ostwind. Aber nach gefühlten 10 Minuten sind wir da … es waren whrscheinich nur 3.

Unter der Brücken bilden sich mehrere Strudel aus. Diese entstehen einerseits dadurch, dass sich das ab- bzw. zuströmende … je nach Ebbe oder Flut … wieder seinen Weg sucht und dieser Bereich hier nur eine Tiefe von 40 m hat. Der Fjord selbst ist um ein Vielfaches tiefer. Durch diese entstehenden strömungen entstehen dann die Strudel, die bis zu 10-15 m im Durchmesser und 2-4 m in der Tiefe betragen können.

Wir umrunden mit den RIB-Booten die Strudel, fahren zT auch sehr dicht heran, aber es ist … Gott sei Dank … nicht so kribbelnd-spektakulär wie ich gedacht hatte. Die Sicht in der Horizontalen auf diese Naturphänomene nimmt irgendwie den großen Reiz, den man sicher hat, wenn man die Strudel aus der Luft oder vom Ufer aus betrachtet. Apropos Luft … ein Fan-Club-Mitglied, der Christian, hat eine kleine Drohne dabei und diese über dem Saltsrömen fliegen lassen. diese Luftaufnahmen werde ich dann mit meinen Aufnahmen der beiden Kameras mischen … wollen doch mal sehen, ob ich nicht einen „spektalurären“ Film hinbekomme … wäre ja gelacht.

Nach etwa 10 Minute ist dann auch dieser final Spaß am großen Saltströmen vorbei und es geht nochmal mit hohem Speed zum Anleger zurück. Ich kauere mich wieder … Ihr wisst schon … Nach dem wieder Hilfe benötigenden Aussteigen … Hau-Ruck … durch die zarten Hände von Maike hat mich das Land wieder. Ich quatsche noch ein wenig mit Maike und sie möchte, dass ich ihr bei „StellaPolaris“ Bescheid gebe, wenn das „Filmchen“ über den RIB-Boot Ausflug in YouTube steht … klar, mach` ich … dauert nur noch ein paar Wochen. Der Rest ist unspektakulär … Ausschälen aus dem Thermoanzug … mit Hilfe versteht sich … alle Utensilien zusammen packen … nix vergessen !!!

Um 16.15 Uhr sind wir wieder zurück, ein guter Segafredo-Kaffee auf der Kabine, umziehen und Pizza essen gehen im Calypso … so war der Plan, aber im Gegensatz zur AIDAaura sind hier auf der Cara die „Pizza-Zeiten“ etwas eingeschränkter und wir gehen leer aus … Hunger!!! Abe 17.30 Uhr gibt es maritime Häppchen und „Norweger-Limonade“ in der AIDA-Bar … also dorthin und warten. Es haben sich doch schon etliche versammelt und begutachten die aufgebauten kleinen Köstlichkeiten, an die man aber noch nicht rankommt … es ist 17:25 Uhr. Ich schleiche um die Häppchen herum wie die Katze um die Maus und bin dann auch der Erste, der mit Gongschlag 17:30 in der Schlange steht. Vor lauter Gelüsten habe ich die Namen der „Canapes“ vergessen … macht nix, sie waren total lecker. Die Liminade entpuppt sich als Aperetif, der zum Hutteil aus Wodka besteht … auch gut, oder besser.

Etwas verspätet lassen wir BODÖ um 17:45 Uhr hinter uns und es geht neuen Ufern entgegen … ALTA, der nördlichste Punkt unserer Reise wartet. Der Rest des Abends ist schnell berichtet … 18:30 Uhr Essen im Marktrestaurant, 21:00 Showtime … 22:15 ins Bett … ich bin schließlich fast 66.

Gute Nacht!!!

Donnerstag, 01. März ALTA Tag 1

Es ist 5:45 Uhr, mein Platz an der Pool-Bar ist frei … kein Wunder … bich ja auch wieder der Erste und Einzige. Mit 0 ° ist es heute morgen etwas wärmer … meine linke Schulter schmerzt … wahrscheinlich von der verkrampften Videofilmerei auf dem Boot gestern. Irgendwie überkommt den „einsamen Wolf“ an diesem Morgen ein leichter Winterkoller, der aber nicht lange anhalten wird. Die zweite Brücke auf unserer Fahrt vor ALTA ist wieder 30 Minuten früher als vom Kapitän angekündigt … irgendwie scheint er es eilig zu haben … macht nix … war auch wieder nicht so toll. Die Fahrt durch die Schären dicht an der Küste entlang entschädigt dafür sehr, es ist einfach nur herrlich … Gott mss ein Norweger sein. Leichtes „Gänsehautfeeling“ stellt sich ein. Diesen Anblick werden wir heute den ganzen Tag genießen können, da wir erst um 18:00 Uhr in ALTA anlegen. Leider ist das Wetter sehr bedeckt … eigentlich total nebelig. Manchmal sehe ich noch nicht einmal die nahe Küste.

Ab 11:00 Uhr findet die Polarkreistaufe statt. Damit wird die gestrige Polarkreis-Überquerung abgeschlossen und es gibt wieder einen Grund zu feiern. Hoteldirektor Christopher Leikauf himself nimmt die Taufe gemeinsam mit der „Schneefee“ vor. Dabei versammelt sich die durch Urkunde bestätigte Gemeinde auf Deck 10, um dann das Taufwasser … Eiswasser!!! … von oben entgegen zu nehmen. Eine Massentaufe eben, die die Prozedur doch erheblich verkürzt. Zwei … ein Päärchen mittleren Alters sind scharf auf die versprochene Flasche Sekt und lassen es sich nehmen in den Pool zu hopfen wo bereits eine kleine weiße Insel mit Sektflasche und Gläsern sowie ein bissche hübsche Deko auf sie wartet … die Gemeinde jubelt.

13:30 Uhr ist die erste Probe des „Gästechors“, bei dem Karin mitmacht. Vorher waren wir noch an der Pool-Bar und sie hat sich als Hausmittel gegen ihre beginnende Erkältung 2 Grog verschrieben … steife Grog, versteht sich. Das Essen im Restaurant mildert die Grog-Beschwerden etwas, die Probe kann beginnen. „Harry Popp“, der Piano-Man an Bord … er heißt wirklich so … leitet die maritimen Lieder. „My Bonny Is Over The Ocean“, „Auf der Reeperbahn …“ uns so weiter. 9 sangeswillige ind hoffentlich auch -könnende haben sich eingefunden. Zu Beginn noch etwas dünn steigert sich die Chorpower etwas … bis zum Auftritt am letzten Tag ist noch Zeit … die ist auch nötig, denke ich.

17:30 Uhr müssen wir zum Essen, da 18:30 unser Ausflug zum „Polarlicht-Camp“ losgeht und was wie dort erlebt haben …

Etwas abgehetzt aber pünktlich kommen wir zum Bus.der ist natürlich proppenvoll und wir müssen die letzten Plätze … natürlich hinten … nehmen. Da ich heute auch mein Stativ dabei habe ist das besonders lustig. Der Reiseleiter … Tommy aus Wangen im Allgäu … ist gut, erzählt frisch von der Leber weg und die 45-minütige Fahrt vergeht wie im Flug, obwohl ja die Landschaft nichts bietet … schließlich ist es dunkel. Noch eine kurze Strecke auf einem Nebenweg und wir sind da.

Uns erwartet ein liebevoll gestaltetes Camp, das aus einer größeren Hütte besteht, in der es auch Getränke und Kuchen gibt … dazu gesellen sich ein Lavvo-Zelt (Behausung der Samen) mit Lagerfeuer und Rentierfellen auf Holzbänken und ein WC-Häuschen. Das wiederum ist sehr nostalgisch, da … ein kleiner Raum mit Plumps-Klo aus längst vergangenen Zeiten. Ein Waschbecken fehlt sowieso. Aber das würde man ja alles in Kauf nehmen und sogar noch mehr … wäre der Himmel nicht total bedeckt. Ab und zu lugt vorsichtig der Mond mal durch, so mals wollte er kurz schauen, ob wir da sind und sich verschreckt wieder zurückzieht. An das Auftauchen von Polarlichtern ist üüüberhauuupt nicht zu denken … das Camp entschuldigt sich immer wieder … Thats Life!!!

Hinter dem Plumps-Klo-Häuschen entdecken wir noch ein schönes Plätzchen mit einem Lagerfeuer und Holzbänken, die ebenfalls von Rentierfellen gepolstert werden. Wir machen eine „Polarlicht-Such-Pause“ und holen uns Tee. Bei wieder ins Freie treten erwischt Karin zielsicher die Spalte zwischen Hüttenaussenwand und Treppenstufe … bleibt mit dem Stiefel hängen und … auuuaaa!! Na Hauptsache der neue Stiefel ist heil geblieben.

Irgendwann vergehen die 90 Minuten Aufenthalt, in denen das Camp zur Entschädigung eine „Schiefer-Show“ vorführt … inklusive Sägen und Bearbeitung der Schieferplatten. Hier ensteht doch großer Andrang vieler Schaulustigen, welche die Hoffnung auf „Grüne Lichter“ ebenfalls aufgegeben haben. Tommy gibt das Zeichen zum Aufbruch und alle scheinen erleichtert zu sein … die wieder 45-minütige Rückfahrt ist eher schweigsam und „Trauer-geschängert“ … Tommy bemüht sich, die Stimmung nicht auf den absoluten Nullpunkt sinken zu lassen.

Ich für meinen Teil gehöre ja eher zu den Reisenden, welche die Tour nicht nur wegen der Nordlichter gebucht haben … viele aber schon. Mein Tipp: Fliegt nur nach ALTA und mietet euch für 8 Tage in einem Hotel ein … mit Polarlicht-Garantie … und billiger! Manchmal geht mir diese Hysterie und dieses Tunneldenken schon auf den Keks … SORRY!!!

Es ist 21:30 Uhr … We Are Back On AIDA … ist doch auch schön, oder ???

PolarlichtCamp-Nachtrag:
Tommy nennt eine interessante Statistik:
„75 % aller Besucher im Camp erleben Polarlichter … wir gehören zum letzten Viertel … verbuchen wir es unter Lebenserfahrung“

Der Abend klingt aus an der Pool-Bar. Ich lerne „Corinna aus Kölle“ kennen, die mich auf Polarlichter und Kameratechnik anspricht. Sie möchte sich auch eine kaufen … aber welche??? Ich packe das Wissen aus, dass ich bei meinen fotografen-Freunden erworben habe und Corinna hört aufmerksam zu. „Wissen ist Macht!“ Bald gesellt sich noch Karin dazu und wir quatschen über Gott-und-die-Welt … und AIDA natürlich. Corinna ist die „KIDS-CLUB-Mutti“ und ich verspreche, sie mal dort zu besuchen. 23:15 Uhr … ab ins Bett.

Gute Nacht!!!

 

Freitag, 02. März ALTA Tag 2

Heute ist Vollmond und es gibt tolle Videomotive ab 5:30 Uhr auf den Außendecks. Die Wettervorhersage: Sonnig … - 7 ° … soll sich als Fake erweisen. Dazu fällt mir ein: „Jede Prognose geht in die Hose“. Zumindest leichter Schneefall stellt sich ein. Um 8:15 Uhr ergibt sich ein gemütliches Frühstück mit einigen aus der Fan-Truppe. Ich beginne Visitenkarten zu verteilen … die Farbe darf man sich aussuchen … Karin rollt mit den Augen, aber Klappern gehört zum Handwerk!

„Sami-Camp und Rentierschlitten-Fahrt“ … so heißt unser heutiger Ausflug, der uns ab 10:30 Uhr über 1 Stunde durch eine phantastische Berglandschaft führt. Herrliche Panoramen wechseln sich mit Eis-Details ab … große Wasserflächen an den Bergen sind gefroren und schimmern in einem faszinierenden türkisblau. Teilweise kommt sogar die Sonne heraus. Tommy, wieder unser Guide von der Polarlicht-Tour, erzählt erneut locker und interessant und bietet so die perfekte Untermalung für diese Fahrt. Wir erfahren, dass in 8 Tagen das „Borreal-Festival in ALTA stattfindet und alle schon ganz hysterisch sind … scheint eine weit verbreitete Krankheit in Norwegen zu sein (siehe: Lachsfischen). Bei diesem Großevent finden auch die längsten Hundeschlittenrennen der Welt statt. 1.200 km geht es bis an die russische Grenze … das Rennen für Kids geht immerhin über eine Distanz von 200 km. In jeder größeren Stadt in Norwegen gibt es ein so genanntes Sprach-Cafe für „Zuagreiste“, die dort in gemütlicher Runde ihre ersten Gehversuche in norwegischer Sprache machen können … der ganze Ort ist behilflich. Bei uns Bayern … und auch anderswo natürlich … wirst erstmal blöd angeschaut als Fremder. In Norwegen gibt es auch nur noch das „DU“, das „SIE“ wurde per Gesetz abgeschafft. Man sagt nur noch: „Sie, Herr König“ … zum Beispiel … die Königsfamilie ist ausgenommen.

Das Thema „Lachsfischen“ ist soooo wichtig … es gibt in Norwegen kein wichtigeres Event im Sommer. Dabei kann sich hier nicht jeder einfach ans Wasser setzten und die Angel auspacken … bevorzugt am Lachs-Fluß in ALTA, dem angeblich Besten … ein besonderes ritual glit`s einzuhalten. Dabei meldet sich Jeder natürlich gegen eine Gebühr bei der Fisch-Verwaltung an, der Fischen möchte und hofft einen Lachs von 30 kg an Land zu ziehen, soviel wog der bisher größte Fisch. Dann gibt es 2 Losverfahren. Die Fischer, die beim ersten Mal gezogen werden, dürfen sich den Standort aussuchen, den sie für den Besten halten. Die zweite Ziehung bestimmt dann die endgültigen Sieger. Diese werden interviewt und müssen Rede und Antwort zu ihren redlichen Fischerei-Absichten stehen. Das wird in Norwegen ernster genommen als die politischen Wahlen … hebe ich zumindest den Eindruck … Tommy unser Guide auch.

Weitere Meldungen in Kürze:

- in ALTA ist das Flugzeug ein ebenso selbstverständliches verkehrsmittel wie bei uns Bus
und Straßenbahn. Man fährt nicht ins Geschäft, man fliegt. Es gibt sogar Monatskarten. - - in Norwegen wurden 2017 40.000 Elche geschossen, um den Artbestand zu erhalten.
- ein Hüttenaufenthalt, ob allein, zu Zweit oder in dr Familie ist bei den Norwegern im
Winter ein beliebter Kurz- oder auch längerer Urlaub. Dabei isst und trinkt man, spielt
Gesellschaftsspiele und geht spazieren oder macht Ausflüge mit dem Schneemobil. Das
ist für die Menschen hier „Entschleunigung.

Im Bus müssen wir noch eine Einverständniserklärung unterschreiben … „Wir verpflichten uns, die Rentiere nicht zu beißen“ … Nein, Quatsch … die Schlittenfahrt geschieht auf eigenes Risiko, na klar, ein Rentier hat ja auch keine Versicherung, also müssen wir haften im Falle eines Falles. Wir kommen endlich im „Samicamp“ an, wo „Johann der 15.“ uns im Bus begrüßt … scheint ein beliebter Name zu sein. Johann trägt die typische bunte, aber überwiegend in weiß-blau-rot gehaltene Sami-Tracht … an der Seite steckt ein großes Jagdmesser … gegen aufmüpfige Touris wahrscheinlich.

Im typischen „Lavvo“, dem mit offenem Feuer beheizten Zelt der Samen sitzen wir auf rustikalen Bänken, die mit Rentierfellen bedeckt sind. Johann`s Tochter kocht über dem Feuer Kaffee und Tee für später.

Nach erfolgreichem Klo-Gang werden wir in 2 Gruppen aufgeteilt … die einen dürfen gleich Rentierschlitten fahren … die anderen müssen erst die Renntiere dafür einfangen. Sechs Rentiere mit angehängten Schlitten warten auf uns … teilweise mit Geweih, teilweise ohne. Wie wir später erfahren sollen hat das nichts mit dem Gechlecht zu tun … bei Rentieren trage Männchen und Weibchen ein Geweih. Es hängt damit zusammen ob Rentiere über 5 Jahre alt sind, denn dann tragen sie dauerhaft ein Geweih. Vorher wird es immer wieder erneuert. Auch kann mann man an den Geweihen nicht das Alter ablesen wie bei Hirschen … die Größe ist eine Laune der Natur. Wir werden izu zweit in einen Schlitten mit Wolldecke warm verpackt und los geht die wilde Jagd. Da der Rentierführer, Johanns Sohn die Karawane zu Fuß anführt ist es eher der Ausflug eines Rentierbegleitenden Seniorenheimes. Wäre da nicht … ja wäre da nicht das Rentier zu unserer linken. Es ist wohl zu kurz angebunden und sensibel, jedenfalls bäumt es sich immer wieder auf und sorgt für „Action-Szenen“ in meinem Film. Mehrmals müssen wir Johanns sohn herbei rufen … das Tier ist schon ganz verunsichert … hat große angsterfüllte Augen und schnauft wie eine Dampflok. Wir haben richtig Mitleid und fragen uns, ob hier alles in Ordnung ist. Irgendwann hat es sich beruhigt und der Rest der großen Runde durch herrlichen Schnee, die ungefähr 30 Minuten dauert verläuft ohne „Action“.

Nun getht`s ins „Lavvo“, dem Sami-Zelt. Alle finden Platz auf den gemütlichen Bänken mit dicken Rentierfellen und Johann`s Tochter bereitet Kaffee und Tee auf tradionelle Art. Schwarze Gußkessel haängen über dem Feuer … sie nimmt immer wieder einen weg und schüttet Kaffee- oder Teepulver nach eigenem Ermessen hinein … die Rentiermilch ist aus dem Supermarkt. Das liegt aber daran, dass keine Rentiere mehr gemolken werden zB für Käseerzeugung. Als Erwerbsquelle dient lediglich das Fleisch der geschlachteten Tiere … braucht man in einem Jahr mal mehr Geld, so werden mehr Tiere geschlachtet oder andersrum. Johann „joikt“ zunächst. Joiken ist der traditionelle „Schamanengesang“ der Samen, der in Trance versetzt und auch den Kontakt zu den Toten ermöglichen soll. Darum war das Leben der Samen unter christlicher „Herrschaft“ nicht einfach … Vieles war verboten und die Samen waren unterdrückt … kennt man ja von der ach so christlichen und menschlichen Kirche … mir geht schon wieder das „Messer in der Hosentasche auf“. Der Gesang ist stimmungsabhängig … am Sänger und seinem Lied kann man dessen Stimmung ablesen.

Die anschließenden englischen Informationen von Johann werden vom Reiseleiter übersetzt und wir erfahren doch Einiges über das Leben der Samen. Irgendwann ist es Zeit, den Rückweg anzutreten … nicht ohne dass wir noch Gelegenheit haben handgefertigte Dinge der Töchter an einem Außenstand zu bewundern und natürlich käuflich zu erwerben. Abgerechnet wird dabei mit einem iPad von Apple … ganz so einfach geht es auch bei den Samen nicht mehr zu. Johann steht am Bus und wünscht Jedem von uns viel Glück, ein gutes Leben und bedankt sich für den Besuch … ein symphatischer Mensch … wie auch der gesamte Aufenthalt sehr „nice“ und angenehm war. Wir haben authentische Samen erlebt, wenn das auch „Camp“ natürlich für Touristen aufgebaut ist.

Um 15:30 zurück richten wir uns darauf ein, doch noch den letztmöglichen „Shuttle-Bus“ zur Innstadt von TROMSÖ zu nehmen, auch wenn der Aufenthalt nicht lang sein wird. Es gilt, wenigstens die „Eismeer-Kathedrale“ mit ihren Eis-Skulpturen anzuschauen. Dort angekommen verbleibt uns eine halbe Stunde … Kreuzfahrt ist keine Vergnügen!!! Es ergeben sich so manche Video- und Fotomotive, wenn wir auch die erst um 16:50 einsetzende Illumination gerade nur in ihren Anfängen erleben können. Der Bus wartet und 3 km laufen ist heute nicht mehr unser Ding.

Um 18:30 sind wir im „Selection-Restaurant“ angemeldet, das was auf den anderen Schiffen das „Rossini“ ist. Bis dahin ist noch ein wenig Ruhe möglich, dann duschen und entsprechend „outfitten“. Was es dort seeehr Guuutes zu speisen gab …

... es ist Montag, der 12. März und ich schreibe weiter. Karin liegt mit hohem Fieber im Bett ... der Arzt heute hat Ruhe verordnet ... mir geht es sosolala und für Euch, meine Lieben, arbeite ich an diesem Bericht weiter, der ja auch mir sehr am Herzen liegt.

 

"Selection-Restaurant" am Abend des 02. März ...

... Obwohl fast schon für das Gänge-Menü "Buffalo-Steak-House" entschieden nehmen wir doch die umfangreiche Speisekarte in die Hand und suchen uns a-la-carte ein 4-Gang-Menü heraus. Das beginnt mit "Diversem auf dem Tisch" ... knusprige kleine Gebäckteilchen ... die kann man bestreichen mit "Olivenöl und Hawaianischem Steinsalz" ... schwarz und lecker ... oder mit "Cremes aus Lachs und Kräuterkäse". Die erste Vorspeise ist "Fjördlachs auf rohem Kohl mit Nüssen" ... es folgt eine "Norwegische Fischsuppe mit Garneelen" ... "Wildkräutersalat mit 'Eismeergarneelen" ... "Hirschkalbsteak mit Rosmarin-Katoffelstampf und zarten Gemüsen" ... und als Abschluß "Moltebeerensorbet" bzw. "Moltebeeren-Rahmeis auf Apfel-Vanille-Küchlein" !!!

Das Finale inklusive einer "3-Etagen-Pralinen-Etagere" bildet natürlich ein Espresso/Capuccino und ein "Grappa-Prosecco". Nach über 2 Stunden sind wir rundum zufrieden mit Service und Qualität ... der Abend im Selection hat uns 78 € gekostet ... das war er aber auch wert. Danilo (Chefkoch im Selection) ... wir danken Dir !!!

Um 20:45 ziehen wir uns uns leichter an und genießen noch das Showprogramm im Theater ... und gegen 22:45 Uhr fallen wir glücklich und zufrieden in unser Bett auf Kabine 6107, Deck 6.

Gute Nacht!!!

Da ich nun auch - Stand: 14. März - ganz schön krank bin muss ich leider die Fortsetzung der Blogseite etwas verschieben bzw. den Umständen anpassen ... ich bitte um Nachsicht ...

 

03.03. Samstag, TROMSÖ Tag 1

Heute ist "Bergfest", sozusagen Halbzeit unserer Reise ... 1 Woche ist vorbei, voller phantastischer Eindrücke und Erlebnisse ... Was wird die 2. Woche bringen?

Das tägliche Ritual an der "Pool-Bar" ab 5:30 Uhr bleibt ... es ist eine herrliche Zeit, um sich zu besinnen und die AIDAcara (fast) für mich zu haben. Wenn der Morgenhimmel von einem zunächst grau in grau zu einem blaugrau und dann in die Farben wechselt, die der Sonnenaufgang gegen 7:00 Uhr mit sich bringt, das ist ein Erlebnis, das ich nicht missen möchte und das die Vielen noch Schlafenden leider nicht genießen können ... so auch Karin. Sie wird sich das auf den Videos anschauen müssen ... schade!!!

Das Frühstück ab 8:00 Uhr in gemütlicher Runde entschädigt zusätzlich für Manches, das man doch auf so einer besonderen Reise an Abstrichen machen muss.

Die folgende Ereignisse sind ebenso trivial wie dramatisch … wenn es einen selbst betrifft. Es ist 9:27 Uhr … ich befinde mich in der AIDA Bar auf Deck 8 und es überkommt mich mit Macht … das Ziel ist das einzige (Herren)-Klo auf Deck 8. !!!WC-REINIGUNG!!! Ich schaffe es grade noch auf die Kabine. Das Weitere inressiert Euch nicht, ist für mich aber sehr angenehm. Vorsorglich werde ich mir einen Cara-Kloplan erstellen … am Besten mit GPS.

Nachdem ich Corinna aus Kölle … Ihr erinnert Euch … im Kid`s-Club einen kleinen Besuch abgestattet habe und dort auch Katharina und 1 Kind angetroffen habe … also anders ausgedrückt, es war nix los, ziehe ich mich lieber warm an und starte zu einem kleinen Stadtspaziergang. Laut Durchsage des Kapitäns soll es -12 Grad sein, volle Sonne aber ein frischer Wind. Ich nehme außer Spikes alles mit … vergesse aber zB Geld. Das soll sich noch rächen … Beides. Der Weg in die Stadt und zur alten Kirche ist wirklich nicht weit und es eröffnet sich mir eine herrliche kleinstädtliche Atmosphäre mit gemütlichen Holzhäusern, Läden und Cafes. Videomotive gibt es genug, ich brauche nur zu zugreifen. Aus technischen Gründen verzichte ich eine Zeit lang auf meine wärmenden Handschuhe, aber die stecken ja in meiner linken Jackentasche … steckten!!! Verloren auf dem Weg von ??? nach ??? Es hilft nix, ich muss meinen schönen Bummel abbrechen und den Weg zurück gehen … immer den Blick auf ein kleines braunes Flecken im weißen Schnee gerichtet … meine Handschuhe. Leider gibt es Flecken in allen möglichen Farben, aber keines ähnelt meinen ersehnten Handschuhen. Abwechslend die Hände links und rechts in einer Jackentasche notdürftig gewärmt … die Kamera musste ich ja ohne Tasche mitnehmen … ausgerüstet wie ein Laie, der mal kurz zur Polarexpedition startet.

Mein Weg führt mich wieder vorbei an den schönen Norweger-Shops, die auch herrlich warme Handschuhe im Sortiment haben … doch der Geldbeutel ist im Safe auf der AIDA und ob ich als ehemaliger deutsch-technischer Beamter noch meine seriöse Ausstrahlung und damit auch Kredit habe ... ich bezweifle es. Bereits in Hafennähe … meine Finger spüre ich kaum noch, aber den Schmerz im Rücken, als ich trotz aller Vorsicht auf einer Eisfläche ausrutsche … Zack, ich denke nur noch: SPIKES!!! Wie ein „alter“ Mann mit großer Videokamera sich wieder aufrappelt, das hätte ich filmen sollen … Norweger sind ja sehr hilfsbereit, aber zu weit weg und die in der Nähe sind Touris von der AIDA. Ich sehne mich nur noch nach Wärme … Wärme … Wärme. Die letzten 100 m wollen nicht enden … noch die Gangway rauf und alles Weitere auf den Nachmittag verschieben.

Der Tag bis zu unserem Highlight "Husky-Tour in der Dunkelheit" ab 19:00 Uhr vergeht mit Essen und Tinken, relaxen, Ersatzhandschuhe packen ... und ... und ... und. 

Da das Markt-Restaurant als frühestes um 17:30 Uhr öffnet, der "Husky-Tripp" bereits um 18:30 startet kommen wir in Planungsstress. Mit allen Klamotten an und dabei Essen gehen ... keine gute Idee. Also schneller essen oder weniger, um Zeit fürs Umziehen zu haben ... wir entscheiden uns für ... Weniger, genau!!! Bereits um 18:15 fertig muss ich an die Luft ... Polarkleidung auf der Kabine kommt nicht so gut, sondern erzeugt Hitzewallungen. 18:20 am Bus erwartet bereits der Hoteldirektor Christopher das Ehepaar Diesing ... nun noch Frau Diesing. Wie haben es die anderen nur geschafft, schon im Bus zu sitzen? Um 18:30 Uhr fragt er vorsichtig nach, ob meine Frau noch kommt ... was ich jetzt auch frage!!! 18:37 taucht sie auf ... schuldlos. Sia haben vor ihrer Nase den Ausgang von Deck 3 nach Deck 6 verlegt ... das kostet natürlich Zeit.

Wir freuen uns auf eine erholsame 1 stündige Bus-Fahrt, bei es nichts zu sehen geben wird, denn es ist dunkel. Also Klamotten aus, Auge zu ... und ...

... dann sprach "Marcciello" aus Südtirol ... mit der Ruhe war es aus und Nerven hat es zusätzlich gekostet. Er versüßte uns die 2 x 1-Stündige Busfahrt mit viel Wissen, aber einer ebensolch-pebetranten Art sein breites Schweizer-Düütsch o.ä. durch ständiges Anhaänge von "ääh" so zu verbreitern, dass wir es fast sehen konnten. "Ihhrää Liebenää, ich möchteääh Euchääh einiges überäääh Norwegenääh und die Norwegeräääh erzählenäääh ..." Mamma Miaäääh ... wer hältäääh dasäääh ausäääh!!!

Miräääh waräääh ... Entschuldigung ... Mir war die Lust auf Huskys und Schlittenfahrt fast vergällt. Aber auch diese stunde geht herum und wir erreichen das Camp ... frische Luft tut jetzt gut. Aber ... aufgrund schlechter Organisation müssen wir alle im Bus erst noch eine Erklärung unterschreiben ... wahrscheinlich, dass wir die Hunde nicht beißen oder so ... und da wir im hinteren Teil sind, dauert das für uns über 30 Minuten!!!. Isch habe sooon Hals!!! Dann ist der Weg frei zum Gelände. Ich folge Dani, dem AIDA-Scout zu den Lavvo-Zelten öffne die Tür und ... schnell wieder raus: Drinnen hält Mr. M. schon wieder einen Monolog. Dann lieber ins eher ungemütliche, aber warme und mit Essen und Trinken versehene "Restaurant".

Den Anschluss an die "Gruppe" ... wo sind überhaupt alle ... habe ich verloren ... Karin treibt sich auch irgendwo auf dem Gelände rum ... also erstmal Tee und Gebäck. Wo sind die denn alle? Ich bauche wieder frische Luft und gehe ins Gelände, folge dem fernen Hundegebell ... irgendwo heult ein Wolf den Vollmond an. Beim Näherkommen ist es doch nur ein Husky ... ich heule auch, er antwortet ... im Wechsel. Auf dem Video ist er leider nur als grauer Schatten zu erkennen, logisch bei Dunkelheit. Das Hundegebell wird stärker und der "einsame Wolf", also ich, zieht weiter. Da ich den richtigen Pfad anscheinend verlassen habe such ich mir meinen Weg durch den Schnee und durch Scheewehen, stecke mal fest, stürze ... die Kamera bleibt heil ... ich fühle mich, naja. Dann erreiche ich den Schlittenparquors in der Meinung, dass da jetzt unsere Gruppe mit "Wilder Husky-Fahrt" dran ist. Aber alle Schlitten sind besetzt und ich bin irritiert. Der Schlittencorso aus ca. 6 Schlitten zischt auch schon unter lautem Gebell ... der Huskys ... los.

Plötzlich ist Christopher Leikauf da: "Herr Diesing, wo sind Sie denn nur. Wir suchen Sie überall!!! Sie haben die Sicherheitseinweisung versäumt!!!" Naja, wenn man von keiner Einweisung weiß kann man die eigentlich auch nicht verpassen, oder? Neue ... leere ... Schlitten tauchen auf, meine Frau auch und auf einmal sehe ich lauter bekannte Gesichter. Ich verteile mich auf einen Schlitten ganz vorne ... ich soll, wegen der Filmerei. 4 Husky-Schlittenfahrt-Begeisterte, 10 wilde Hunde und der Hundeführer machen es sich bequem. Noch sitze ich aufrecht, die Kamera fest in den Händen und meine dünnen Lederhandschuhe um meine jetzt schon kalten Hände (die warmen hatte ich verloren, Ihr erinnert Euch?).

Die Huskys ziehen mächtig an und los geht`s ... und mit aufrechter Filmhaltung ist es vorbei. Mit Füßen und Po rutsche ich nach vorne, mit dem Oberkörper nach hinten. Ich lige auf meiner Hinterfrau, einer 65-jährigen noch gut erhaltenen und weichen ... meiner nämlich. Die Fahrt über wechselt die Haltung immer zwischen den Versuchen, aufrecht zu sitzen ... bei Stops zum Beispiel ... und der überwiegenden beschriebenen Liegeposition. Dazu kommt, dass so ein Huskyschlitten nicht still hält, ich mich also mit mindestens einer Hand irgendwo festhalten muss. An den Einsatz einer 2. Kamera, die sich in meiner Jackentasche befindet, ist gar nicht zu denken.

Landschaftlich ist es sehr schön, ab und zu kommt ein rötlicher Vollmond mit Wolkenbegleitung heraus und der Scheinwerfer des Schlittens beleuchtet einen herrlichen Schneepfad. Die Tour führt durch kleine Baumgruppen, die im Licht schon eine gewisse Mysthik ausstrahlen. Videotechnisch lasse ich es meistens laufen, versuche, die Einstellungen abwechslungsreich u halten und schaffe es sogar, die Kamera mal nach hinten zu schwenken, um den Schlitten und seine Insassen zu filmen. Ich kann nicht immer nur Husky-Ärsche vor der Linse haben. Meine Hände und Finger ... reden wir lieber nicht davon ... habe ich überhaupt noch welche? Gott bin ich froh, dass dieses Event nur ca. 30 Minuten dauert ... die gehen irgendwann vorbei und wir stoppen wieder am Ausgangspunkt. Kommentar von Karin: " Mir sinn noch ganz!" Mühsam erhebe ich mich aus meiner endgültigen Liegeposition und bin glücklich ... zunächst, dass es vorbei ist.

Vorbei sind leider nicht meine Fingerprobleme, die werden sich innerhalb der näöchsten 30 Minten in der Wärme erst einstellen. Wer schon mal frostige und dann wieder auftauende Finger hatte, der weiß von welchen Schmerzen ich rede. Ich kann im Restaurant zunächst nix Essen und Trinken ... das ist das größte Leid ... sondern muss "geduldig" abwarten, bis die Hände und ich und somit meine Laune wieder normal sind.

Da kommt die Meldung: "Polarlichter vorrraaaus!!!" Alles stürzt aus dem Raum auf die Vorfläche, die für so viele Polarlicht-Experten viel zu klein ist. Wild wird drauf los geknipst, geblitzt, die Hände in den Himmel gereckt: "Da ist es noch viel schöner!" ... es ist ein Graus ... und meine irgendwann zT schon etwas beleidigenden Äußerungen stoßen nicht gerade auf Verständnis oder Gegenliebe. Also ziehe ich mich wieder zurück, wohl wissend, dass meine Videoaufnahmen eh nicht geeignet sind, diese Naturphänomene kunstgerecht einzufangen. Ich widme mich lieber wieder meinen Händen und endlich einem heißen Kaffee ... das erscheint mir sinnvoller.

Christopher Leikauf, der Chef-Guide heute auf der Tour, gibt eine halbe Stunde "Zugabe", aber um 21:45 Uhr bläst er zum Aufbruch ... schließlich wartet noch eine Stunde Busfahrt auf uns. BUSFAHRT ... erst jetzt denke ich mit Schrecken wieder an Mr. Ääähhh. Die Erwartung, das er auf der Rückfahrt sein Schweizer Göschli hält ... leider nicht. Aus einem Papiertaschentuch forme ich mir 2 Kügelchen für meine Gehörgänge ... was etwas Erleichterung verschafft, schlafen kann ich aber doch nicht, erst auf der AIDA so gegen 23:15 Uhr,

Gute Nacht!!!

 

4.03. Sonntag, TROMSÖ Tag 2

Tromsö Tag 2  Sonnig, -5 Grad

 

Heute bin ich bereits um 5:10 Uhr ausserhalb der Kabine und hole in der gemütlichen Sitzecke auf Deck 6 meine Datensicherung von gestern nach, da ich nach der abendlichen Huskytour dazu nicht mehr fähig war. Ausserdem versuche ich meinen defekten Haltegriff der großen Videokamera zu reparieren … der hat sich bei der wilden Hatz gelockert. Dazu brauche ich aber passende Imbusschlüssel, die ich natürlich nicht dabei habe … schlecht vorbereitet. Also muss ich wohl zur Rezeption oder in den Maschinenraum …

Bis 6:30 bin ich auf Deck 6, 10 und 11 auf Motivsuche … dann lege ich nochmal in die Heia. Um 8:00 Uhr bin ich im Marktrestaurant mit herrlichem Aussenblick beim Frühstück … zunächst alleine, bis sich die anderen dazu gesellen. Wir beschließen, bei diesem herrlichen Wetter Tromsö einen Besuch abzustatten und natürlich der ca. 2,5 km entfernten Eismeerkathedrale.

Der Weg führt uns ab 9:30 Uhr zunächst am Hafen entlang und dann an schnuckeligen Häuschen vorbei zur „Tromsöbrua“ (Tromsöbrücke). Aus Spannbeton und dem Jahr 1960 ist das ein Bauwerk, das mit 43 m Höhe und einer Länge von 1034 m über den Tromsösund führt und die Stadt auf der Insel Tromsöya mit dem Stadtteil Tromsdalen auf dem Festland verbindet. Diese kleine Strapaze nehmen wir gerne in Kauf, bieten sich doch von der Brücke zu beiden Seiten phantastische Ausblicke auf den unter uns liegenden Fjord … natürlich auch auf die im Hafen liegende AIDAcara. Ab der Mitte der Brücke, die nur einseitig freigegeben ist … es ergibt sich also ständig Gegenverkehr … sehen wir die weiße Eismeerkathedrale bereits … aber noch ist sei ca. 700 m weit entfernt.

Der Rest des Weges besteht aus der Überquerung einer großen Kreuzung, die aber nur durch ihre vereisten Flächen gefährlich ist. Aufpassen muss man als Fußgänger in Norwegen schon, es ist so gut wie nix gestreut und Salz kennen die nur fürs Frühstücksei. Dann kommt man seitlich an der Kirche vorbei zum Hauptplatz vor der Kathedrale und zum Eingang. Jeden juckt es hier in seinem Smartphone, ein Selfie mit der Eismeerkathedrale im Hintergrund zu machen … gar nicht so einfach, man muss bis ans Ende des Platzes gehen … !!!Achtung Zaun!!! … dann geht es gerade so. Es ist noch Gottesdienst und wir müssen noch 15 Minuten warten, bis sich die Tore durch eine sehr freundliche Norwegerin mit englischer Begrüßung öffnen.

Gerne entrichten wir unserer Obulus von 50 NOK, als 5 € pro Person. Erst mal aufs Klo im Untergeschoss, um die nötige Muße und Demut für den Kirchenraum haben zu können. Der wirkt durch die phantastische bute Glasfront an der Stirnseite schon überwältigend. Ansonsten ist der Raum eher einfach, fast spartanisch eingerichtet … lediglich die Licht durchlassenden schmalen Seitenfenster mit sichtbaren statischen Elementen ergeben ein gewisses Highlight. Wir lassen die Kathedrale einige Zeit auf uns wirken, ehe wir wieder zur Bewegung bereit sind. 

Auf dem Rückweg wird mir auf dem gegenläufigen Brückenweg mal wieder die Eiligkeit der Menschen bewusst … ich denke mal, diejenigen die den Ausblick ab und zu genießen sind Touris, die anderen eilige Norweger, denen man doch aber Gelassenheit nachsagt.  Wir machen immer wieder mal Halt … auch ohne „Schafensterkrankheit“ … erreichen wieder das Ende der „Brua“ und wenden uns der Historischen Dorkirche und der Altstadt zu. Blauer Himmel über bunten oder weißen Häuschen und strahlender Sonnenschein … Seele was willst Du mehr!!! „Pizza und Salat“ sage ich und denke an das um 16:00 Uhr schließende  „Calypso-Restaurant“.

14:45 Uhr sind wir zurück, eine günstige Zeit, da sich nun Pizza mit Kaffee & Kuchen ab 15:00 Uhr nahtlos ineinander fügen. Wieder was gelernt für die kulinarische Zukunft der Reise. Essen rutscht bekanntlich in den Magen und hemmt die Bewegungswilligkeit, als nehme wir uns die Zeit auf „6107“ zu relaxen. 16:45 Uhr treiben mich die Angst Videomotive zu verpassen und mein Durst an die Poolbar zu Jeannie auf Deck 10. Bei einem Treff mit Birgit & Peggy ergibt sich wieder ein längeres Pläuschchen oder ein „Klön“, wie man im Norden sagt. Ab 18:00 Uhr sind dann wieder mehr Passagiere auf den Beinen … das Typhon lädt unüberhörbar zum Auslaufen ein. „Sail Away …Sail Away … Sail Away“. Herrlich Motive wie die „Eismeerkathedrale“ und die „Tromsöbrua“ als Highlights begleiten das Drehen der AIDAcara … die sich in Position begibt. Majestätisch langsam ziehen die besagten Highlights an uns vorbei und lange Zeit braucht es, bis wir uns losreißen können … das Abendessen wartet!!!

Nach der Sättigung Vieler ab 19:30 Uhr im Mart-Restaurant ziehe ich mich in die AIDAbar zurück … meine Datensicherung will ich heute nicht versäumen. Hier ergibt sich auch immer wieder die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen … meist natürlich über: „Waren Sie auch schon mal mit der AIDA unterwegs? Bei mir erkennt man das auf den ersten Blick, wenn ich meine Weste anhabe, die mit den 10 Buttons … 1 x Filmemacher … 1 x Winter … und 8 x Reisen gemacht/geplant bis 2020.

Irgendwann dann die Durchsage: „Polarlichter voraus!!!“

Ziemlich schnell leert sich der Barbereich und die Gänge zu den Kabinen und dann in anderer Richtung verstopfen sich. Alles trifft sich dann auf Deck 10, 80 % mit Stativ. Ich erwische noch einen guten Platz auf der Aussenbühne. Diesmal finde ich mein „Nachtprogramm“ für meine Videokamera nicht … keine Chance überhaupt akzeptable Aufnahmen machen zu können. Auch der Rückzug ins Schiffsinnere und die suche in aller (Un)-Ruhe nutzt nix … Programm verschwunden … morgen sicher wieder da!!! Frustriert höre ich mir noch eine Weile das „Song-Bingo“ in der AIDAbar mit „Party of Six“ an und dann …

Gute Nacht!!!

 

05.03. Sortland, sonnig  - 6 Grad

Der „Ort der Blauen Häuser“, aber dazu später.

Wieder bereits um 5:00 Uhr Bettflucht und Schaffensdrang … die Blogseite hinkt arg hinten nach. Alleine in der AIDbar ist zwar spannend, aber das Büro ist mir zu groß. So suche ich mir wieder meine Sitzecke auf Deck 10, diesmal die andere Seite … etwas andere Polsterfarbe. Aber bereits 5:45 Uhr Pooldeck-Durst und Croissant-Hunger. Habe ich noch eine Zigarre dabei … ja … also los. Das Ritual kennt Ihr bereits … Früh-Frühstück, dann Motivsuche bis 7:30/8:00 Uhr. 

In Sortland lasse ich mir auch mal die Zeit, das Anlegen bis zum Schluss zu verfolgen und von Deck 6 zu filmen. Die Gangway auszubringen ist für die Crew ganz schöne Schwerstarbeit … gut, das mal zu sehen.

Um 8:15 Uhr … ein herrliches Frühstück mit vollem Sonnen-Panorama im hinteren Teil des Markt-Restaurants, natürlich wieder zu 6 oder 8 … lustige Runde … wir lieben uns immer mehr. Es fällt schwer, sich los zu reißen … aber: Um 10:45 Uhr startet unser Ausflug: „Das Leben der Samen Teil 2 - zu Laila und ihren Rentieren“. Die Busfahrt dauert nur gute 20 Minuten und schon dürfen wir zu Laila auf den Hügel, also eine kurze Wegstrecke zu Fuß. Draußen gibt es heißen Tee, den wir mit ins „Lavvo“ nehmen, dem Nomadenzelt der Samen. Hier empfängt uns Laila mit kräftigem „JOIK-Gesang“ und schlägt damit „Johann the 15th“ um Längen. 

Laila erzählt uns sehr informativ und humorvoll von ihrem Leben mit den Rentieren, die eigentlich ihr Leben bestimmen. Unser sächsischer Reiseleiter übersetzt ins sächsisch-deutsche.Wir erfahren viel über „Ohrbeschneidung“, um die Rentiere zu markieren, Rentierfell-Verwertung … Hosen … Schuhe … Mützen … Die Stunde vergeht wie im Flug und wir wollen noch gar nicht ins Freie, so gemütlich ist es bei „Laila“.

Der Weg zu den Rentiergehegen geht wieder hügelabwärts und idt zT ganz schön mit Eis überzogen … unsere spikes sind auf der Kabine!!! Laila umgeht das Problem … sie düst mit einem Schneemobil an uns vorbei und fast hätte ich gesagt: Hält mit quietschenden Reifen vor dem Gatter. Die ersten mutigen Touris trauen sich zu den wilden Tieren in das Gehege, nachdem sie sich vorher mit Trockenfutter versorgt haben. Sofort stürzen sich die „reißenden Ungeheuer“ auf sie und man hat den Eindruck, an Trockenfutter sind die gar nicht interessiert, sondern an …

Spaß beiseite, so liebevolle Tiere habe ich seit den Huskys nicht erlebt. Zutrauluch fressen sie behutsam aus der Hand und sogar Karin traut sich unter die Meute. Ich fange einige Szenen mit ihr und den Tieren ein … aber … meine Blase drückt doch sehr und ich halte unauffällig nach einem größeren Baum in der Nähe Ausschau. Nix!!! Ich muss den Weg hinunter, ehe noch andere zum Aufbruch blasen. Eine große Schneewehe am Wegesrand zieht mich magisch an und ich „hole ihn raus“ … so kalt ist es nicht … Erleichterung eine Weile, dann höre ich Stimmen … wieder rein, aber nioch nicht fertig. „Ist doch eine herrliche Landschaft hier, oder?“ sage ich zu Birgit & Peggy, die mir gefolgt sind. Naja, es bleibt in der „Fan-Familie“!!!  Ein letzter Panoramablick auf „Laila`s Hügel“ und zurück geht es zur AIDA, die wir ja bald erreichen, nicht ohne nochmal herrliche Blicke auf eine Winterlandschaft werfen zu können.

Nachdem wir 12:45 Uhr zurück sind hängen wir gleich einen Rundgang durch Sortland an … wo sind diese „Blauen Häuser“??? Aber erst mal nach rechts zur Ortskirche, die auf einem Hügel etwas abseits der Stadt trohnt. Der Umweg lohnt sich … eine schöne Kirche, in der wir gerne eine Zeit verweilen. Aber die „Blauen Häuser“ locken … hätten wir sie vorher gesehen, wären wir sitzen geblieben … aber ich will nicht vorgreifen.

Also erheben wir uns und erreichen nach ca. 3 km Sortland-Stadt und das erste „Blaue Haus“.  Ein Wohn- und Geschäftshaus, hässlich blau und grün gestrichen … als das nächste. Je weiter wir in das „wunderschöne“ Städtchen kommen, umso mehr verstehen wir, dass dieses Projekt „Blaue Häuser“ eingestellt wurde. Der zweite Grund für unseren Besuch ist es, Geld zu tauschen, zwar etwas spät, aber bis jetzt noch keine Gelegenheit gehabt, etwas auszugeben. Einen Bankautomaten finden wir … in normalen Farben … in einem „Blauen Haus“. Wir tauschen 100 €, also 1.000 NOK … um es vorweg zu nehmen … ich glaube 800 NOK haben wir noch zu Hause. 

Unser Weg führt uns zum Wasser, auch dort einige letzte „Blaue Häuser“ und die AIDAcara in der Ferne … blau-weiß … immerhin. Aber das Panorama mit Blick auf die schneebedeckten Berge hinter dem Fjord ist wunderschön und entschädigt für den Fehlgriff der Architektur in Sortland. Am Wasser entlang schlendern wir zum Schiff zurück und um 14:45 Uhr heißt es wieder: „Pizza … Kaffee & Kuchen“ Yeaahhh!!!

Um 18:00 Uhr erwartet uns ein sehr stimmungsvolles Auslaufen und wir verlassen Sortland. Die Videomotive, die ich an diesem Abend einfange, machen sich gut im Film … Sortland - Ich danke Dir!!! Der Abend schließt sich nach einer kurzen Pool-Party und einem fast obligatorischen Besuch bei „Party Of Six“ …

Gute Nacht!!!

 

06.03. Seetag 3. 

Heute habe ich verschlafen … erst um 5:50 Uhr bin ich an der Pool-Bar, an der schon einige Früh-Frühstücker auf mich warten. Besonders spektakulär sind Ausblicke um die Zeit nicht, da wir uns auf „Hoher See“ befinden und sich keine nahe Küste abzeichnet.

- siehe Film - wie gehts weiter -

Heute abend … !!! Kulinarische Highlights !!!

Um 17:45 haben wir zunächst die Ehre, an eine „Kulinarischen-Schiffs-Bauch-Führung“ teilzunehmen. Tief im Innern der AIDAcara … entlang der „Turjunnen Road“, der Hauptstraße, die den Crew-eigenen Teil des Schiffes als Längsader verbindet … gelangen wir immer tiefer zu den Lagerräumen, wo uns nicht nur der „Proviantmeister“ als auch wundervolle Häppchen aus dem „Selection“ erwarten. Fotografiert habe ich sie … wie sie heißen weiß ich nicht, was bei dem köstlichen Geschmack aber auch egal ist. Wir erfahren so Einiges über Proviantlogistik … Lagerhaltung … Abfallwirtschaft auf einem Schiff, vor allem wenn die Firmen in den Häfen mal nicht nach Absprache arbeiten. Was aber noch wichtiger ist … wir erhalten authentische Informationen über die Teamarbeit mit der ausländischen Crew. Sowohl Arbeitsverträge, Arbeitszeiten, rechtliche Bestimmungen, die nicht von einer Reederei audgearbeitet sind, sondern internationale Gültigkeit haben. Ich bin sehr dankbar für diese Klarheit der Aussagen. Sie können jetzt einwenden, ja, das sind ja AIDAinterne Infos … stimmt … aber wir haben die Gelegenheit, diese „Tatsachen“ anhand genannter Quellen zu überprüfen. 

Wir hangeln uns von Lagerräumen für Obst und Gemüse bis hin zu Lebensmitteln, die bei - 16 Grad gelagert werden. Nur wenige gehen mit in diesen „Tiefkühlraum“ … naja … 10 Minuten hält man es schon im T-Shirt aus. Nochmal zurück zu Häppchen, Sekt und Orangensaft und dann … nachdem die Security wieder passiert wurde … mit dem Lift auf Deck 8. Das „Selection“ mit der „Kitchenparty mit Danilo Schulz“ wartet. Der uns bereits bekannte gute Service erwartet uns und Danilo weist uns erst mal ein: „Ihr könnt im Restaurant sitzen und essen … Ihr könnt in die Küche kommen, beim Kochen zuschauen und auch dort essen … wie Ihr wollt … aber bitte: Essen … Essen … Essen“ Sprach`s und verschwand.

Wir genießen zunächst unseren „Snowflack-Coktail“ aus: Likör 43, Malibu, Mozart weiß, Wasser & Minze. Danach ab in die Küche zur Suppe: „Kartoffelrahmsuppe mit Garneelen, Lachstreifen und Elchsalami“. Davon esse ich gleich mal 2!!! In der Küche!!! Dort stehen auch tolle Coktails rum … in fester Form … er heißt: „Coktail vom Yellofin Tuna“ … ok. Weitere Vorspeisen: „Khampa Beef Sashimi“ … „Ceviche vom Fjordlachs“ und „Shrimpssalat mit Coktailsauce“ … Ufff … Gut!!!  Doch machen wir weiter, ja weiter. Danilo greift weiter an, mit dem Haupakt, der eigentlich aus 3 Akten besteht. Wir haben nicht die Wahl, sondern wir „müssen“ alle 3 verspeisen: „Garneelen Reis-Pfanne philippinisch“ … „Konfiertes Ochsenkarree und Trüffel Tagliatelle“. 

Kommen wir nach einer gewissen gemütlichen Zeit in Küche und Restaurant zu „Erfrischenden Sorbets“ und „Süßen Verführungen“. Schoko-, Ananas., Maracuja-, und Apfel-Sorbet. Verführen konnten wir uns lassen von: „Himbeereis, Marzipaneis, Karamelisierte Früchte und Geflämmte Bananen“.

Wenn Ihr doch nur den Film darüber sehen könntet … der ist nämlich toll geworden … fast mit Duftaroma. Wir werden ihn jedenfalls immer wieder anschauen … Nachkochen ist eh nicht. Nach langer … langer Zeit jedenfalls fallen wir Danilo um den Hals und anschließend in unser Bett.

Gute Nacht!!!

 

Endlich finde ich wieder Zeit, die Blogseite weiter zu schreiben. Rentner - keine Zeit - Ihr wißt schon …

 

07.03 Trondheim sonnig/bewölkt - 6 Grad

Heute bin ich erst um 6:00 Uhr auf Deck 10 an der PoolBar.  Um diese „späte“ Zeit ist die Bar schon gut besucht … die Raucher hält es nicht länger in ihren Betten. Es hat wunderbar geschneit … ich fange wieder schöne „Gerd`s Videomomente“ ein. Um 8:15 Uhr gibt es ein wunderbares Frühstück mit 8 Freunden aus der Fan-Gruppe am großen runden Tisch im hinteren Panoramateil des Markt-Restaurants … und das zieht sich sowohl kulinarisch als auch „gesellschaftlich“ wunderbar bis 10:00 Uhr hin.

Karin und ich machen uns dann bei diesem herrlichen Wetter gerne zu einem großen Spaziergang sowohl durch Trondheim als auch zur Eismeerkathedrale auf. Diese können wir nur über die „Tromsöbrua“ erreichen, die Trondheim-Stadt mit der Insel, auf der die Kathedrale liegt, verbindet. Wir schlendern zunächst an malerischen Häuschen vorbei … begegnen Gruppen von Schulkindern, die uns „norwegisch-freundlich“ entgegen lächeln … und erreichen dann die Brücke. Mit 43 m Höhe und 1.034 m Länge müssen wir schon etwas fußgängerische Leistung aufbieten, ehe wir auf der anderen Seite des Fjordes dieses Wahrzeichen von Trondheim … die Eismeerkathedrale … erreichen. Dafür aber entschädigen uns herrliche Ausblicke zu beiden Seiten auf die Fjordlandschaft … AIDAcara inklusive. Auch an diesem Geländer hier zieren viele viele „Liebsschlößer“ die Brücke … deutsche Namen sind hier ebenso schlössermäßig verewigt wie internationale  … hoffentlich auch in der Realität. 

Nur noch die Überquerung einer großen Kreuzung am Ende der „Tromsöbrua“ und dann simd wir am Ziel: die „Eismeerkathedrale“, die wir zunächst von der Seite erkunden müpssen, bis wir an die Hauptpforte kommen. Ein etwas größerer Platz eröffnet sich uns und wir tun es den anderen Touristen nach … ein Selfie mit der Kathedrale im Hintergrund als Erinnerung zu fotografieren. Gar nicht so einfach, da die Kathedrale ziemlich groß und der Platz scheinbar nicht groß genug ist … ganz am Ende gelingt es dann, unser Selfie. Der Dom hat noch nicht geöffnet, wie uns eine sehr nette „Domfrau“ auf englisch erklärt … noch 15 Minuten. Dann aber dürfen wir eintreten … 100 NOK, also 10 € kostet es.

Die innere Atmosphäre genießen wir, nachdem wir zunächst auf dem Klo im UG waren … so ist es dann wesentlich entspannter. Lichtdurchflutet und farbenprächtig durch die bunten Glasscheiben an der Frontseite gönnen wir uns eine Zeit der Muße und inneren Einkehr, was ja manchmal durchaus angebracht ist. Wir entdecken Details in den Glasfenstern und in den Seitenfenstern der Kathedrale, die ebenfalls architektonisch interessant sind, bis wir wieder die Ruhe und Kraft für den Heimweg gefunden haben. Auf gehts … 2 km bis zur AIDAcara … über die Brücke und durch die Altstadt mit ihren schnuckeligen Häusern.

Der Rückweg gestaltet sich für uns ebenso gemütlich wie für die meist Einheimischen eilig und optisch hektisch … manchmal ist von norwegischer Gelassenheit doch nicht so viel zu spüren, habe ich den Eindruck. Die Sonne ist inzwischen weiter unten und taucht den Hafen und die AIDAcara in ein ein goldenes Licht. Es gesellt sich eine kleinere Hurtigruten-Fähre dazu, die rechts neben der AIDA vor Anker geht. Ich hätte nicht gedacht, dass die Cara doch um einiges größer ist als die „Spitsbergen“, so heißt das norwegische Schiff. Obwohl wir es auf dem Rückweg durch die Altstadt ebenfalls gemütlich angehen lassen sind wir bereits um 14:30 Uhr zurück auf der AIDA und können uns im Calypso-Restaurant leckere Snacks mit anschließendem Kaffee und Kuchen gönnen … etwas ungesund, aber schmackhaft … Urlaub!!!

16:45 Uhr ist die 3. und letzte Chorprobe des „Gästechors“ für den maritimen Abend um 22:00 Uhr. Ärgere ich mich, dass ich mich habe breitschlagen lassen, mitzumachen??? Eigentlich nicht … habe ich mir doch ein besonderes Outfit überlegt … wenn schon keine Uniform zur Verfügung steht. Wer’s sehen möchte … Reisefilm anschauen. Das anschließende Programm bis zum Auftritt ist nebensächlich … duschen/rasieren … Markt-Restaurant … relaxen. Ab 21:45 Uhr finden wir uns in der „Lambada-Bar“ ein … ausverkauft, sprich: proppenvoll … ob die alle uns sehen wollen??? 

22:00 Uhr … Auftritt nach Ankündigung von Thomas, dem Entertainer des Abends. Unter lautem Jubel und Applaus traben wir mit etwas weichen Knien nach vorne … Harry, der Pianoman erwartet uns bereits. Erster Song „My Bonnie Is Over The Ocean“ … Einsatz geht voll daneben … guter Anfang. Zweiter Einsatz … volle Power und gar nicht so schlecht. Kurzum … das Ende ist auch nicht schlecht und wir bekommen unseren ersten „verdienten“ Applaus. Standing Ovations müssen noch etwas warten. Beim nächsten Shantie … La Paloma … sind wir lockerer und besser drauf und machen Hans Albers eine nicht so große Schande. Besonders das Ende ist kraftvoll und bewegt die Zuhörer doch zu einem langen und tosenden Beifall … na also, geht doch.

Der dritte Song „Auf der Reeperbahn“ findet spontane Unterstützung durch den Offizierschor, der unter großem Beifall einmarschiert und sich bei uns einreiht. Nun sind es doch schon so etwa 25 Kehlen, welche die Zuhörer begeistern werden. Besonders der Refrain, auch durch wiegende Animationen eingeleitet … geht voll auf und verwandelt die Lambada- in eine „Haifisch“-Bar der 70er Jahre. Ach, es sollte nie enden … tut es aber … nach der letzten Strophe. „Zugabe … Zugabe … Zugabe“ … haben wir nicht, aber singen noch 2 mal den Refrain, auch gut. Nach den ersehnten „Standing Ovations“ gibt es endlich eine Schnapsrunde und den „Ausmarsch“. Die Boys von der Showtruppe machen dann ersatzweise mit anderen Liedern weiter … so schlecht sind die gar nicht, oder??? Ich bin müde … 23:30 Uhr „Bedtime“,

Gute Nacht!!!  

 

Ach Herrjeh ... der Bericht ist ja noch gar nicht fertig ... Schlamperei ... ich bemühe mich bald!!!

 

08.03. BERGEN

Vormittag (Wetter?): Spaziergang durch Bergen

13:15 - 16:15 (beide) Ausflug „BER13“: Mit der Seilbahn auf den Ulriken

 

09.03 Freitag, Seetag 4

9:00 Gourmet-Frühstück im Selection

 

10.03. Samstag, HAMBURG

08:00 Einlaufen Hamburg

08:30 Frühstück

10:15 Auschecken, 10:30/11:00 Shuttle-Bus zum Bahnhof,

ca. 11:30 Koffer bei DB-Reisezentrum/Hermes aufgeben

12:24 Zug nach Karlsruhe (direkt): ICE 77 Gleis 14

Ankunft KA: 17:08 Gleis 2

Straba nach Leopoldshafen:

 

WIEDER ZUHAUSE und KRAAANK !!!

 

Euer

Gerd K.