3 Tage HAMBURG ... es geht los

Liebe Blogfreunde und Hamburg-Fans,


wir freuen uns riesig wieder in dieser herrlichen Stadt zu sein, in die wir uns bereits beim ersten Besuch 2012 verliebt haben. Diesmal zu einer Jahreszeit, die neu für uns ist ... Winter. Wir hoffen aber, dass die Stadt uns wohlgesonnen ist und uns 3 Tage mit gutem Wetter verwöhnen wird.
Bevor wir am Samstag, 24. Februar an Bord der AIDAcara gehen und Norwegen bei Eis und Schnee bestaunen werden soll Hamburg uns gewohnte und neue Erlebnisse bieten ...


... den "Spielbudenplatz", nur wenige Meter von unserem Hotel entfernt
... die "Landungsbrücken", die uns immer wieder neu begeistern ... Fischbrötchen inklusive
... die Aussicht vom "Michel" auf diese tolle Stadt
... das Musical "Heisse Ecke" in Schmidts Tivoli (zum 2. Mal ... weil`s so toll ist) ... mit Dinner
... "Blankenese" mit seinem Kapitäns-Charme aus vergangenen ... nicht vergessenen Zeiten
... die eeendlich fertige "ElPhi" mit Führung
... und alles was wir in 2 1/2 Tagen so schaffen können ohne uns zu stressen


Aber nun gehts los ... es ist


Donnerstag, 22. Februar 2018


Meine geplante Früh-Tour um 5:00 Uhr über die Reeperbahn muss ich auf morgen verschieben ... das Bett hat mich nicht losgelassen. Also schreibe ich in der Hotellobby bei einem guten Morgenkaffee an dieser Blogseite, damit ihr was zu lesen habt. Das WLAN hier ist nicht gerade das schnellste und die Bearbeitung der Seite fordert mir Geduld ab ... MIR!!!


Naja, um 7:30 Uhr wecke ich Karin, Frühstück und dann geht`s los ... zunächst nach Blankenese.

Nachdem wir nach dem Frühstück unser (noch) Problem in Angriff genommen haben: Gepäckrücktransport nach der Kreuzfahrt ... die einzige realistische Lösung ist der Transport mit "TEFRA" ... eine Firma, die mit den Reedereien zusammenarbeitet und diese Nachfrage schamlos ausnutzt ... 1 Koffer kostet 44,95 € !!! ... HERMES hatte 17,95 € verlangt. Meherer Telefonate mit der DB, mit HERMES haben nichts gebracht ... ein Transport vom Schiff und vom Bahnhof ist nicht möglich ... also vertagen wir dieses Problem.


HAMBURG wartet schließlich. So kommen wir erst um 10:15 Uhr los ... U 3 ab St. Pauli zu den Landungsbrücken ... endlich wieder zuhause.


Der Wettergott hat sich leider nicht an die Prognose gehalten ... keine Sonne ... dafür Feuchtkalt, -2 Grad. Der erste "kleine" Kältetest" für uns und meine Videokamera. Nachdem wir die Highlights an den Landungsbrücken abgelaufen sind nehmen wir die S 3 nach "Blankenese", denn das ist ja unser heutiges Hauptziel. Nach 30 Minuten Fahrtzeit steigen wir am S-Bahnhof in Blankenese aus. Wir müssen aus Klo … ein öffentliches bietet sich an … 50 Ct Einwurf. Nebanan ist ein Starbucks … WC inbegriffen … sparen wo es geht oder ?

So wird der sehr gute Tee dort etwas günstiger … rechnet man die 50 Ct ab. Ich nehme mangels eines Yasmintees halt einen Earl Grey … Karin entscheidet sich für einen Exoten: „Grüner Tee Latte“. Sieht gut aus … cremig … hat eine giftig-grüne Farbe und schmeckt nach Spinat !? Nach diesem kulinarischen Hochgenuss treten wir unsere Tour in Richtung ELBE an … wir wollen zum „Treppenviertel“, das über viele Stufen dorthin führt. 700 m … die Treppen beginnen. Schöne alte Häuser beidseitig, oft aber auch etwas heruntergekommen … da fehlt wohl das Geld für Renovierungen. In einem Schaufenster eines Immo-Maklers hatten wir unterwegs mal die Preise in Blenkenese angeschaut … mein lieber Scholli … ab 1,2 Mio Euro für eine eher kleine Maisonette-Wohnung bis 1,9 Millionen für eine alte Villa eben in diesem Treppenviertel an der „Strandtreppe“… in diesem Rahmen spilet sich das ab. Unser Gedanke hierher zu ziehen löst sich schnellstens in Luft auf.

Insgesamt sind es (Internet-Info) …  Stufen, dann sind wir an der ELBE und am Strand von Blankenese, an dem um diese Jahreszeit verständlicherweise nix los ist. Auch das Strandhotel hat geschlossen. Wir spazieren ein gutes Stück entlang und überlegen, an welcher Stelle wir wieder „hoch“ wollen … das wir müssen steht außer Frage. Da sehen wir eine BUS-Haltestelle und in der Erwartung, dass hier vielleicht alle Stunde einer fährt schauen wir auf die Tafel … alle 10 Minuten nach Blankenes rein … na, da gibt es nichts zu überlegen. Ich wollte zwar die Stufen beim Aufstieg zählen … aber die Info aus dem Internet tuts auch, oder?

Bald sind wir wieder an der S-Bahn, es ist 13:30. Die S-Bahn 3 führt uns wieder zu den Landungsbrücken, wo wir bei uns „Königs-Fisch-Imbiss“ erst mal stärken … Karin mit einem Matjes-Brötchen/Weck und mich gelüstet es nach etwas gesundem … ich wähle „Fish & Chips“ … knuspriges Fischfilet mit Pommes und Remoulade in der großen Tüte … ha, und wie das gesund ist … jedenfalls wenn man es am Geschmack misst.

Oberhalb der Landungsbrücken erwartet uns um 14.45 schon der „Alte Elbtunnel“, den wir nach „Steinwerder“ durchlaufen wollen … m sind nicht viel und wir sind bald drüben. In Deutschland geht ja Sicherheit über alles … uns so bewundern wir die Schadhaftigkeit des über 100 Jahre alten Bauwerks mit gemischten Gefühlen … siehe Fotos. Am Ende steht noch ein Baugerüst … vielleicht um die Decke abzustützen … also schnell durch und in den alten Aufzug, der uns mit Poltern und Knarren wieder an die Oberfläche bringt.

Der Blick von „Steinwerder“ rüber zu den Landungsbrücken … dem Michel“ … der ElPhi … ist schön, aber leider genauso bedeckt … soviel ur Wetterprognose, die für heute Sonne vorausgesagt hatte. Fotoshooting … Aussicht genießen … es ist kalt und wir wollen lieber eher im Hotel sein und uns auf den Abend vorbereiten. Also … Aufzug … Tunnel … m … Aufzug … U-Bahn.

Um 15:30 Uhr sind wir eher als geplant wieder im „Imperial“ und machen es uns relaxet … Karin geht Kaffee trinken … ich kontrolliere meinen Blutzucker, ruhe kurz aus und gehe zu „dm“, Getränke holen … sparen wegen Koffertransport, Ihr erinnert Euch?

Es ist 17:30 … wir laufen zum Spielbudenplatz, Reeperbahn Nr. 22-23 zum Abenddinner bei „dips and stix“. Das ist diesmal ein anderes Restaurant als 2013, als wir mit Freunden hier waren. Uns erwartet ein modernes, nicht hoch-gemütliches „Bistro“ mit unbequemen Stühlen. Man sollte halt niemals mit alten Erwartungen irgendwo hingehen … wir versucvhen, das Neue zu genießen … die weiblivhe Bedienung mit großem Mundwerk ist nicht unsympathisch, hat viele Sprüche auf Lager und serviert uns ab 17:45 den ersten Gang des Menüs … der zweite folgt sogleich und so wissen wir nicht, was wir bis 19:30 zum Einlass ins Theater so machen sollen. Das genau ist aber die Strategie des Lokals … früher Zeitpunkt zum Essen und die restliche Zeit ebenfalls hier verbringen und noch was trinken. Aber nicht mit uns! Nachdem wir dass Dessert für 19:00 Uhr geordert haben bestellen wir nochmal Getränke … wo sollen wir auch hin?

Es ist 19:30 Uhr … zwei Häuser weiter … wir sind in „SCHMIDT`s TIVOLI“. Garderobe 1,50 € … Sitzplatz Tisch 12 … wie beim letzten Mal. Wir sind so gespannt, was Stück „HEISSE ECKE“ und Darsteller uns bieten werden … alte Erinnerungen werden wach … „Ist Margot“ hinter der Imbiss-Thecke der Heissen Ecke mit ihrem herrlichen Dialekt und ihrer unnachahmlichen Art, Gags zu versprühen … und … NEIN!!! … sie ist es nicht. Erste Enttäuschung macht sich breit … doch … geben wie der Neuen eine faire Chance.

Um es kurz zu machen … das Stück mit seinen 24 Szenen, die 24 Stunden auf dem Kiez widerspiegeln … ist wieder einsame Spitze. Alte Szenen, bei denen wir mit machen können … textmäßig … und uns auf den Gag freuen … wechseln mit neuen Szenen und Dialogen, die spritzen und sprühen. Regisseur ist ja auch CORNY LIPMANN, der die AIDA-Shows in Hamburg betreut und arrangiert, ehe sie dann auf die Schiffe kommen.

Mit einer Pause von 20 Minuten dauert das Feuerwerk bis 22:45 … tosender Beifall … Zugaben … einfach herrlich. Wir nehmen Abschied … für diesmal und wenden uns dem kurzen Spaziergang zum Hotel zu.

23:00 Uhr ... zurück vom Musial "Heiße Ecke" ... müde, aber glücklich und gelacht und gesungen, was das Zeug hält ... das spüre ich an meiner Stimme und etwas im Hals …
Gute Nacht, Ihr Lieben!

Freitag 23. Februar

Die Sonne begrüßt uns heute morgen mit voller Kraft … aber gegen die -2 Grad und einen eiskalten Wind kommt sie nicht an. Nach unserem … wieder sehr guten … Frühstück im Hotel „Imperial“ nehmen wir die U3 ab Station St. Pauli … zu Fuß mal gerade 100 m.

Wir fahren zunächst noch in die Innenstadt, da wir bis zum Treffen an der „ElPhi“, wie die Elbphilharmonie hier scherzhaft genannt wird, noch Zeit haben. Das Rathaus mit seinem großzügigen Platz flitzert genauso in der Sonne wie die Binnenalster, der wir natürlich auch einen Besuch abstatten. Die dortige Temperaturanzeige bestätigt die -2 Grad und hier herrscht ein noch eisigerer Wind, der uns nach kurzer Zeit die „Europa Passage aufsuchen lässt, eine Einkaufspassage, in der wir im Sommer 2013 vom Wiener Kaffeehaus einen herrlichen Blick auf die Binnenalster hatten.

In der Passage entdecke ich eine „James Rizzi-Galerie“ … wooohhh … tolle Bilder zu unerschwinglichen Preisen, aber das weiß ich ja. Ich bin schon geneigt, der Galeriedame einige Fotos meiner „RIZZI-Werke“ zu zeigen, lasse es dann aber doch … ich will ja nicht hausieren gehen mit meiner bescheidenen Kunst.

Nach WC-Gang und genügend aufgewärmt machen wir uns wieder auf den Weg zurück Richtung „Baumwall“, der U3-Station in der Nähe der „ElPhie“. Bis zum Treffen haben wir noch genügend Zeit und gönnen uns bei „TOM`s“, dem Treffpunkt-Imbiss erst mal einen guten Yasmintee. Später bekommen wir hier ein Fischbrötchen nach Wahl … das ist bei der „ElPhie-Führung“ inklusive. Als die „Guiderin“, Frau Hülsbach, auftauscht sind wir erstmal nur zur Zweit … sollen aber letztendlich 4 werden.

Um 12:00 Uhr geht es dann los … zunächst eineige Info`s über die Baugeschichte der ElPhie, die auf 1966 zurück geht. Ich will hier keinen ElPhie-Bericht schreiben, aber so einige Details und „Schmankerl“, wie wir im Süden sagen, müssen einfach sein. Nach dem Krieg und der zerstörten Kirche auf dem heutigen Standort der Philharmonie entstand im Stil des „Bauhauses“ ein Lagerhaus aus Backsteinen, zT mit Steinen der Trümmerfrauen aus dem Krieg. Rote schöne Backsteine wechselte sich mit eher schwarz-dreckigen in bunter Reihenfolge. Da dies Gebäude unter Denkmalschutz stand/steht war an einen Abriss nicht zu denken … also entstand später, als die Container aufkamen und Lagerhäuser nicht mehr benötigt wurden, die Idee hier eine Konzertsaal oben auf zu setzen.

Nach vielen Jahern geistig-intensiver Zusammenarbeit zwischen Rathaus und Architekten musste das Lagerhaus „ausgebeint“ werden, die Mauern aber unbedingt erhalten bleiben. Das auf Eichenpfählen gestütze Gebäude … siehe: Statik „Speicherstadt“ … musste statisch enorm aufgerüstet werden … viele andere Ideen, als man erstmal „Blut geleckt“ hatte, was hier Einmaliges entstehen könnte, führten zu aufwendigeren Planungen und damit natürlich auch zu Mehrkosten. Rechtsstreitereien zwischen der Stadt und den Architekten verzögerten die Fertigstellung dann um ein weiteres Jahr oder mehr. Die Dreidimensionale Glasfassade mit den gewölbten Scheiben war eine tolle Idee, die aber finanziell umgesetzt werden musste. Und … und … und eben …

Dies alles erfuhren wir noch draußen, ehe es zum Eingang der ElPhie ging. Etwas durchgefroren freuten wir uns jetzt auf ein warmes Gebäude … aber der Mensch kann zwar hoffen, wird aber enttäuscht. Der eigentliche Innenbereich, den man zunächst über eine archtitektonisch wertvolle und deshalb gebogene Rolltreppe erreicht … man soll das Ende nicht sehen können, sondern den „AHA-Effekt“ genießen, wenn man dann oben und innen angelangt ist … Aha!

Es tut sich ein kleiner Vorraum auf, dessen besonderes „AHA-Merkmal“ die freie Sicht auf den Hamburger Hafen ist … erst ganz nah dran erkennt man die Glasscheibe, die einen vor einen Sturz ins das kühle Nass bewahrt … soviel zum „AHA-Effekt“.

Noch ist es hier im Inneren saukalt … von Heizung keine Spur. Über eine kleinere und damit auch unscheinbare Rolltreppe erreicht man dann den Innenbereich, in dem man über eher nüchterene Pflasterflächen an gewölbten riesengroßen Glasfronten vorbei Zugang zu den insgesamt 3 Sälen hat. Immer noch arschkalt … wird sich auch nicht ändern. Luftiges Abendkleid? … Ich weiß nicht so recht. Zu den Konzertsälen haben wir bei dieser kleinen Führung keinen Zugang, aber auf gestylten Monitoren sieht man Drohnenflüge, die auch diese Räumlichkeiten abgefflogen haben … leider nicht bei menschlicher Bestzung.

Wir erfahren im „Foyer“ so einiges über den japanischen Prof. TOYOTA … dem „AkustikGuru“ schlechthin. Ausgefuxte Materialien und ausgefeilte Technik des 21. JH und warscheinlich auch Hochleistungs-PCs machten es möglich, seinen Willen umszustzen … eine einmalige Akustik, die auf allen Plätzen gleich gut ist. Wenn man überlegt, dass es bereits für 20 € Karten gibt, dann ist das vielleicht schonmal erlebenswert. Im Moment ist man noch in einer Erprobungsphase, in der man alle möglichen Musikrichtungen hier ausdprobieren will … mit allen möglichen guten und auch schrägen Künstlern. Und die reißen sich hier um einen Auftritt. Die „Toten Hosen“ haben hier ebenso ein Konzert wie auch „Helge Schneider“ oder die „New Yorcker Philharmoniker“. Hatte man für das erste Jahr noch mit einem Besucherandrand von ca. 2 Millionen gerechnet, um die hohen Kosten aufzufangen, so hat man die 4 Mio-Marke überschritten und sogar saftigen Gewinn eingefahren … Donnerwetter … Negativ-Werbung zahlt sich halt doch aus.

Damit möchte ich es mit den Details für die ElPhie bewenden lassen, wer möchte … Internet.

Wir genießen noch den Rundgang um das gesamte Gebäude mit Blick sowohl auf die Highlights der Innenstadt als auch den Hamburger Hafen … steife Brise inbegriffen. An der Südseite bleiben wir noch ein Weilchen, denn hier gibt es Sitzplätze in der heute herrlichen Sonne … sogar mit Sitzkissen.

 


Fortsetzung folgt -

Das WLAN hier im Hotel ist eine Katastrophe ... ich werde wohl viele Details erst auf der AIDAcara beschreiben können ... tut mir leid.

Euer
Gerd K.