Wie doch die Zeit vergeht ...

Das Fernsehen setzt sich durch

Spätestens 1959 hatte sich der Fernseher in deutschen Wohnzimmern durchgesetzt. In einer Ecke plaziert "bereicherte" er den Alltag der deutschen Familie, der Nachbarn und Freunde, die noch keinen hatten. Als Kind mit vielleicht 8 Jahren (also 1960) schaute ich "Peterchen`s Mondfahrt" an Weihnachten bei Nachbarn an; das war ein Erlebnis: Herr Sumsemann, der ein Bein verloren hatte und es auf dem Mond wiederfinden musste.

Aber so richtige Spannung erzeugten die amerikanischen Serien, die in der ARD ausgestrahlt wurden. 1959 begann: "Am Fuß der blauen Berge" mit John Smith als Slim Sherman und Robert Fuller als Jess Harper.

Westernserien kamen in Deutschland gut an. In der Serie "Bonanza" ritten ab Oktober 1962 Ben Cartwright und seine Söhne Adam, Hoss und Little Joe über die Ranch und die Prärie. Besonders Little Joe geriet immer wieder (eigentlich in jeder Folge) in Prügeleien im Saloon und musste von seinen großen Brüdern herausgehauen werden. Ab 1967 liebten wir Matt Dillon in "Rauchende Colts", stets begleitet vom kauzigen Festus Hagen und Kitty, der Saloonbesitzerin in Dodge City.

Kinder, also auch ich liebten besonders die Fernsehhunde und -Pferde. Da war Rin Tin Tin, der an der Seite seines "Herrchens" Rusty ab Februar 1956 im Fernsehen lief; übrigens die erste amerikanische Serie, die bei uns ausgestrahlt wurde, in 9 Jahren aber nur 20 mal gezeigt wurde. Öfter zu sehen gab es dann schon "Lassie" mit Timmy und "Fury" mit Joey ab 1958. 

Übrigens: Von den o.g. Serien gab es früher auch Comic-Hefte, 60 Dfg damals, einige Original-Exemplare habe ich natürlich in meinem Museum.