Was sind eigentlich Ampeln ....

Was sind eigentlich AMPELN und wie funktionieren sie ... ?

 

1. Was ist eigentlich eine Ampel und wozu brauchen wir sie? 

 

Was ist eine Ampel? Die korrekte Bezeichnung ist zunächst einmal "Lichtzeichenanlage". Die Straßenverkehrsordnung (StVO) geht noch einen Schritt weiter; da heißt es im § 38 ".... Wechsel-Lichtzeichenanlage ....".     Eigentlich logisch, da ja bei einer Ampel - meistens - 3 Lichter ihre Farbe wechseln, wenn sie in Ordnung ist. Dann erklärt uns die StVO noch, daß es sich hierbei um eine "verkehrliche Einrichtung" handelt. Und diese kann nicht jeder einfach so aufstellen, auch wenn er Material und Werkzeug zu Hause hat. Fakt ist: "Bau und Betrieb einer Wechsel-Lichtzeichenanlage" bedürfen einer behördlichen Anordnung, d.h. schlaue Menschen der juristisch-verwaltungstechnischen Seite einer Stadtverwaltung oder eines Landkreises ordnen eine solche an. Dies kann das Ordnungsamt, die Polizeibehörde oder allgemein ausgedrückt die Straßenverkehrs-Rechtsbehörde sein. 

 

Dabei tun sie gut daran, sich mit den Verkehrs-Ingenieuren, die meist in einem anderen Amt, z.B. Tiefbauamt, ihre Brötchen verdienen, zu einigen. Eigentlich ist es sogar besser, wenn die "Cleverle" (Ingenieure) den "Verwaltungs-Beamten" die Vorgaben für diese Anordnung geben. Dies bedarf ihrerseits aber auch wieder einer großen Verantwortung, da sie dann alle "Schuld" auf sich nehmen und sie nicht abdrücken können. Ein Verfahren, das Politiker und Bundespräsidenten nur zu gerne für sich in Anspruch nehmen. Hier aber hat die Verantwortung sofortige Auswirkungen und oft ist es so: Ist die Ampel erst mal installiert - ist es oft zu spät und der "Schaden" (auch des Ansehens der Ingenieure) groß!

 

Nun gibt es durchaus nicht wenige Zeitgenossen, welche die Meinung vertreten, nur eine nicht installierte Ampel oder eine Ampel außer Betrieb sei eine gute Ampel. Das sind dann meist diejenigen, die auf der Vorfahrtsstraße unterwegs sind und wie der Name schon sagt: Vorfahrt haben. Sie scheren sich nicht um die "armen Schweine" (Entschuldigung!), die, aus einer Nebenstraße kommend, an der Kreuzung schier verhungern, da sie niemand vorlässt. Angewiesen auf die Gnade anderer Verkehrsteilnehmer fristen sie ihr morgendliches oder abendliches Warte-Dasein zu den sogenannten "Stoßzeiten". Sie tun gut daran, ausreichend Vesper einzupacken. Oder sie stehen als "arme Hunde" an einer Hauptverkehrsstraße, die sie als Fußgänger gerne überqueren möchten. An stark befahrenen Straßen haben sie ohne Ampel und zur "Stoßzeit" wenig Chancen, es sei denn, Sie sind flink wie ein Hase und robust wie ein Elefant.                                          Aber wer ist das schon?

 

Liebe Leserinnen und Leser, Sie merken vielleicht schon, auf was ich hinaus möchte. Die Gründe für die Anordnung, die Planung, den Bau und den Betrieb einer "Ampel" kann man im Grunde auf drei reduzieren:

 

1.) Sicherheit: Ich schaffe es, unbeschadet und gesund am Verkehr teilnehmen zu können. Ich erhalte durch eine Ampel  überhaupt erst eine Chance dazu.

 

2.) Wartezeit: Ich bin nicht auf die Verkehrsgnade anderer angewiesen. Meine Wartezeit hält sich in Grenzen. Ich komme auch mal dran.

 

3.) Leistung: Die Ampeln sorgen dafür, dass überhaupt eine gerechte Leistungsfähigkeit für alle Verkehrsteilnehmer entsteht.

 

Diese drei Gründe berücksichtigen die Belange aller Verkehrsteilnehmer. Leider sind die Zielkonflikte von Fußgängern - Radfahrern - Autos - ÖPNV-Benutzern sehr groß, aber eines haben sie alle gemeinsam: Keiner will warten! Und da die Minute in der Regel nur 60 Sekunden hat, ist es die Aufgabe für den Verkehrsingenieur in dieser kurzen Zeit alles unter einen Hut zu bringen. Ganz schön knifflig. Man kann im Allgemeinen also schon den Hut davor ziehen!

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