Abu Dhabi

27. Feb, 2017

5 Tage in Abu Dhabi

14.02.2017 (Dienstag, Reisetag 1)

Wir hatten für unseren diesmaligen Aufenthalt nur Flug und Hotels inclusive Frühstück gebucht, da wir unabhängig sein wollten. Lediglich 2 uns wichtige Events wurden vorab online gebucht, da sie ziemlich begehrt schienen: "Falcon-Hospital, Abu Dhabi" und "Burj Khalifa, Dubai".

Morgens um 06:30 geht es in Leopoldshafen, Baden-Württemberg mit dem PKW los. Wir fahren zum Airport Frankfurt, Departure, Parkhaus: Terminal 1, Ebene 700, hatten wir vorab online gebucht  für 80 € vom 14.02/8:00 Uhr bis 25.02/9:00 Uhr. Nach der Online-Buchung erhält man eine Bestätigungsmail mit einem QR-Code, den man entweder mobil oder ausgedruckt bei der Einfahrt/Schranke an den Reader hält. Hat einwandfrei geklappt. Nach dem Parken kommt eine Mail: "Sie haben geparkt in: Terminal 1, Ebene 700, Platz 56 (den muss man sich allerdings notieren). Sehr easy zum Wiederfinden! Aber stellt Euch auf einen langen Weg zum Abflugterminal inclusive Shuttlebus ein. Rechtzeitig da sein, dann ist auch das kein Problem. Näher Parken ist sicher möglich, aber wahrscheinlich teurer!?

Alle Check-Ins klappen, kein Übergewicht (23 Kilo sind erlaubt), auch Handgepäck mit zusätzlicher kleiner zB Hand-/Laptoptasche ist kein Problem. Handgepäckgröße: 55 x 40 x 25 cm. Meine große Videotasche ist genau richtig! Hier ist jede Menge Technik drin, das wird nochmals überprüft, ok!

Viel Zeit, zB für DutyFree, bleibt uns nicht, da man für die VAE 60 min vorher im Gatebereich sein muss!!! Also, Zeit einplanen ist wirklich erforderlich !!! 

09:45 Uhr, wir sind im Gatebereich 55, 15 min später ist bereits der Aufruf fürs Boarding.

10:45 Uhr, wir sind im Flieger von Etihad Airlines, aber los geht es leider noch nicht. Es gibt technische Probleme mit der Schließung der Türen, na ja, das sollte ja wohl für den Flug behoben werden müssen, wer will schon mit offener Tür fliegen .... !!??

Leider dauert es aber über 45 min, bis wir endlich loskommen!!!

11:45 Uhr, wir starten. Über den Flug gibt es nix zu berichten, außer dass uns die Beinfreiheit nicht so großzügig vorkommt wie bei Air Berlin das letzte Mal. Gefüttert werden wir ähnlich gut.

20:30 Uhr, wir landen in Abu Dhabi nach ca. 7 Stunden Flug (30 min haben wir wieder aufgeholt).

Uns erwarten angenehme 24 Grad, das tut gut nach dem coolen Germany.

Es dauert ziemlich lange, bis das Gepäckband bestückt wird, aber auch das überstehen wir, haben wir doch tolle Tage vor uns. Wir werden um 22:00 Uhr von Tina und Wael, das sind Verwandte, die in Abu Dhabi für 3 Jahre leben, abgeholt und auf gehts in rasanter Fahrt  zum Hotel "Jannah Burj al Sarab" in der Meena-Street (Wael ist "Formel-1-Hobby-Wohnzimmer-Pilot"). Das Hotel kennen wir vom letzten Jahr und sind gerne wieder dort: 4 ****, superfreundliches Personal, guter Service und das Breakfast-Buffet ist auch gut und reichlich. Was will man mehr! Unser Zimmer, Standard regular, mit großer begehbarer "Familiendusche", Riesenbett, Schreibtisch mit Superschaukelsessel, kleiner Sitzecke .... und preislich-ziviler Minibar (Straßenpreise: zB Cola, Sprite 5 AED = 1,25 €) ist für den Preis (wir zahlen umgerechnet 255 €/pP und 5 Nächten, Reisebüro TUI) echt ok. Lediglich eine hier übliche Taxe von umgerechnet 3,50 €/Zimmer und Nacht kommen hinzu. Das macht: 272,50 €/pP/5 ÜF oder 54,50 € pP/Nacht. Ein Schnäppchen!!!

Inzwischen ist es doch 23:30 geworden und wir sind müde, gute Nacht!!! Koffer auspacken wird auf morgen verschoben. 

 

 

ABU DHABI

15.02.2017 (Mittwoch, Tag 2) ❤😀👍

Guten Morgen, Abu Dhabi! Wetter: bedeckt, 28 Grad, etwas schwül.

09:15 Uhr, Frühstück im Hotel, danach suchen wir einen Shop, da der Mann (ich) einige Utensilien vergessen hat. Hinter dem "Jannah" gibt es eine Art Hinterhof-Bereich, ein Viertel, in dem viele "Expatriates" (Gastarbeiter) leben, Essen gehen und Touris kennenlernen ... doch dazu später, da es eine eigene Anekdote ist! Jedenfalls gibt es hier einige Filialen von "Little-LIDL, Little-ALDI etc". Bei einem freundlichen Inder kaufen wir Rasierklingen, EdT (Eau de Toilette), das zwar nicht lang anhält, aber ganz passabel riecht und für 12 Dirham (3€) superbillig ist. Es soll ja auch nur 10 Tage halten! Ein Spaziergang durch dieses Viertel eröffnet uns mehrere Reinigungen, Friseure bzw. Barber-Shops, kleine Imbiss-Cafes diverser Kulinarität und vieles mehr. Dass es so etwas in der Nähe gibt speichern wir auf der "Human-Festplatte ab!

 

Highlight "Falcon-Hospital Abu Dhabi" (Falkenhospital) 

Um 12:30 fahren wir mit dem Taxi zum Falcon-Hospital, zumindest wollen wir, denn zunächst versteht der Taxi-Driver nicht, wohin wir wollen, er kennt es nicht!!!??? Erst mit der Hilfe von Stadtplan und Hotelportier weiss er endlich, wo`s langgeht. Wir wissen, dass es nicht gerade um die Ecke ist und stellen uns auf eine längere Fahrt ein. Tatsächlich werden es dann auch 44 km und 20,50 € (ca. 80 AED = Arabische Emirate Dirham). Wir rechnen ca. 4:1, der tatsächliche Kurs ist ca. 3,70, vor einem Jahr bekamen wir noch 5 AED für 1 €!! Der Grundpreis fürs Taxi in Abu Dhabi ist: 3,50 AED. Wenn es gerufen wird, zB per Call oder Hotelportier: 6,50 AED. Der km kostet 1,60, ab 22:00 Uhr: 1,69 AED. Sehr günstig gegenüber Germany!

Das Falcon-Hospital liegt in einem wüstenähnlichen Gebiet, wir fühlen uns wie bei der Zufahrt zu einer einsamen Hazienda oder Ponderosa, jedenfalls staubt es mächtig, als "Gorhar Ali", unser Taxi Driver aus Pakistan, hier durchbrettert. Die Einfahrt ist großzügig bemessen, das eigentliche Hospital müssen wir mangels Beschilderung etwas suchen (das Gelände ist groß). Pünktlich, also 30 min vor der Führung, betreten wir das "Wartezimmer", in dem auch einige "Privatfalken" auf ihre Sprechstunde warten.

Um 14:00 geht es los, unser Guide ist "Hassan" aus Abu Dhabi, der überwiegend englisch und einige Brocken deutsch, französisch und äthiopisch spricht. Das ist gut so für unsere bunt zusammengewürfelte Gruppe von ca. 20 Personen. Über das Wichtigste bezüglich der Falcons, also Herkunft, Arten, Speisekarte, Reisepass für jeden Falken !!! (kein Witz) ..... klärt uns "Hassan" mit viel Humor in 25 Minuten auf. Dann erst gelangen wir zum Herzstück des Hospitals, dem OP-Raum.

Ganz nah am OP-Tisch erlebt man die Behandlung eines "Patienten", also die Narkose und die anschließende Bearbeitung von Schnabel und Krallen, die zu lang geworden sind. 3 Arbeitsschritte muss der Falke über sich ergehen lassen: Schneiden (mit großem Nagelknipser), wieder schärfen (mit einem Teppichmesser !!!) und Feilen (mit einem Dremel). Dann ist er/sie wieder bereit für die Jagd, wobei nur die Weibchen (im Sommer) jagen, die Männchen sind zu faul dazu. Eben Arabische Mentalität, oder!?

Im Frühling wird gebrütet, im Sommer gejagt, im Herbst ist Mauserzeit und im Winter sind die Falken in den Mountains, in den Bergen.

Nebenan erzählt "Alissah" viel in einem sehr schnellen Englisch. Was genau ... ? bleibt uns verborgen, so fit sind wir nicht in Fremdsprachen, außerdem ist der OP-Bereich interessanter. Wir erleben einen Falken beim Verzehr einer Mahlzeit auf dem Arm einer Touristin. Die Speisekarte ist jedoch ziemlich einseitig, denn es gibt nur frisches Fleisch (damit ist natürlich nicht der Arm der Frau gemein, sondern ein Stück Hase/Kaninchen). Das obligatorische Foto mit einem Falken auf dem Lederhandschuh darf natürlich nicht fehlen, also reihen wir uns in die Schlange der darauf Wartenden ein. Klick!!! Fertig!!!

"Hassan" drängt weiter: "Snell, also Schnell, Avanti, Dawai .... !!! Das Außengelände wartet, in dem sich einige Freiluftvolieren und das "Mauserhaus" befinden. Wir werden in diesem Haus/Freiluftraum tatsächlich mit den dort herumschwirrenden Falken, die allerdings nur mauserabhängig  fliegen können, allein gelassen, nachdem "Hassan" die Aussentür abgeschlossen hat. Kein Witz!!! Aber wir stellen uns längs der runden Wände auf, die Falken "gehen" (einige scheinen total gemausert zu sein) oder flattern eher in der Mitte. 15 Minuten später: "Hassan" sperrt wieder auf, die Luft draußen ist besser oder hat der Angstschweiss die Luftfeuchtigkeit im Mauserhaus in die Höhe getrieben?

Der Besuch eines Souvenir-Shops fehlt natürlich nicht, wobei die Preise dort überraschend zivil sind und es für Falken-Liebhaber doch so manche Erinnerung zu kaufen gibt. Wir wollen nix, bei uns im Haus ist alles voller Deko, dafür sorgt schon meine Frau. Um kurz vor 16:00 Uhr ist die Führung nach 2 Stunden vorbei und wir sind um 92 € ärmer (2 x 46 €/pP). Bei 20 Leuten pro Gruppe gibt das ein ganz schönes Zubrot für das Hospital, in dem natürlich auch wirkliche OPs stattfinden, bishin zur Behandlung von Feder- und Knochenbrüchen, sogar unter Einsatz von Metallschienen. Viele Urkunden loben die deutsche Klinikleitung, Margit-Gabriele Müller und ihr Team und so mancher Prominente wie zB Barack Obama ist fototechnisch vertreten. Ob Trumpp wohl auch her kommt? Dazu müsste er seine Probezeit überstehen, was ich persönlich nicht glaube!!! Doch das nur nebenbei. Wer Donald mag, schreibt mir bitte besser nicht.

Es dauert einige Zeit, bis wir ein Taxi bekommen (per Call) und haben Glück, dass wir eine Mitfahrgelegenheit zu Viert bis Abu Dhabi Mall organisieren können (halber Preis!).

 

Abu Dhabi, Mall und Rückweg zum Hotel

In der großen Mall, die aber längst nicht so riesig ist wie die in Dubai, relaxen wir erst mal. Wir "guggen", shoppen Cigars (ich) für 23 AED/Stück, die billigsten aus dem Humidor, in € sind das 5,50/Stück. 4 gönne ich mir. Gegen Abend entdecken wir in der Mall einen Italiener, "Il Forno", bei dem wir essen und trinken und sogar noch ein Geschenk bekommen, 2 Kaffeetassen vom Valentinstag, der ja gestern war und der dort über längere Zeit "gefeiert" wird. Der Besuch hat sich gelohnt; die Tassen verschenken wir weiter (an Tina und Wael).

Da der Rückweg lt. Stadtplan nur ca. 1,2 km ist, laufen wir von der Mall ins Hotel. Mit etwas Umweg kommen wir dort um 20:00 Uhr an, leicht verschwitzt, denn die Luft ist doch schwül-warm. Das waren heute immerhin 9,5 Stunden Ausflug/Event und insgesamt 195 € Ausgaben!!! Aber es hat sich gelohnt!!!

Gute Nacht Abu Dhabi bis zum 16.Februar 2017!!! 😋👍😀

 

16.02.2017 (Donnerstag, Tag 3)

Guten Morgen Abu Dhabi! Wetter: stark bewölkt, 20 - 28 Grad, schwül-warm

08:15 Uhr, ein frühes Frühstück, denn wir wollen heute in die ca. 170 km entfernte Oasen-Stadt "Al Ain" (an der Grenze zum Emirat Oman) und zwar mit dem Bus, da ist für ausgiebige Frühstücksgenüsse halt mal keine Zeit.

Um 09:30 Uhr nehmen wir ein Taxi vom Hotel Jannah zum "Zentralen-Bus-Bahnhof" (Main Bus Station) in der Stadtmitte. Die Fahrt dauert nicht lang und reißt mit 20 AED (5 €) nur ein kleines Loch in unsere Reisekasse. Wir kommen um 09:50 Uhr an. Es gibt zZ widersprüchliche Infos über das Bezahlen, wenn man mit dem Bus fährt. Fakt ist, dass es unterschiedlich ist. Wir müssen unseren Obolus von 25 AED/pP (6,25 €) im Bus nach Al Ain cash zahlen. Tickets nach Dubai, Sharjah etc. muss man am Ticket-Schalter in der Station vorher kaufen.

Da wir das aber so auch nicht genau wussten, der nette "Abu-Dhabi-aner" am Schalter zwar sagte: "Al Ain im Bus", finden wir an der Haltestelle "Al Ain" einen Automaten, was uns wieder verunsichert. Die Zeit wird knapp und ohne Tickets in den Bus??? Also kaufe ich dort, nachdem ich mich durch das englische Automaten-Menü gehangelt habe: 2 Tickets a`20 AED. Gut!!!

Der Bus kommt auch gleich, 10.00 Uhr (stündlich), und wir nehmen Platz. 2 nette arabische Herren wollen uns dann aber doch um 50 AED erleichtern, cash, da meine Tickets nur für Abu Dhabi City gelten, aber vom Automaten an der Haltestelle "Al Ain" sind!!!??? Ok, andere Länder .....   Wir zahlen, denn wir wollen ja schließlich schnell zu dieser so gepriesenen Oasen-Stadt.

Nach fast 2 Stunden Fahrt, der Bus ist nicht sonderlich gut klimatisiert, erreichen wir die "Main Bus Station" von "Al Ain". Dort empfängt uns ein supernetter Security-Man, der für uns in die Rolle des Reiseführers schlüpft. Wir bekommen Wasser und Mini-Äpfel und ein mehrfaches "Welcome".

 

Al Ain

"Al Ain ist wesentlich größer als wir uns vorgestellt haben, für eine Stadtbesichtigung wird leider die Zeit fehlen. Übrigens, die Grenze zwischen Abu Dhabi und Oman verläuft mitten durch die Stadt.

Nachdem wir wissen, wo`s langgehen soll, erstmal eine Imbiss-Pause. Wir finden "Karak`s Imbiss" in der Nähe und essen arabische (?) Fladen mit Fleischfüllung und stärken uns mit unserem geliebten "Lemon-Mint", einem herrlichen Mix-Getränk, dass uns/Euch in diesem Bericht (und auf den Fotos) noch oft begleiten wird (kennen wir schon vom letzten Mal). Der Weg zum "Oasis-Garden" führt uns zunächst durch einen herrlichen, da natürlichen Souk mit all seiner einfachen Schönheit und seinen Gerüchen, Pardon: "Düften", besonders in der Fischabteilung. Schade, dass man Video nicht mit Geruch filmen kann, kommt aber sicher auch noch!!! Ich frage die Menschen immer, ob ich Sie filmen darf und habe noch nie Probleme gehabt; im Gegenteil, sie stellen sich in Pose und sind scheinbar stolz, auf einem "Film from Germany" zu sein. Die Fische konnte ich nicht mehr fragen!

 

Oasis-Garden (Palmengarten) in Al Ain

Der Eingang zum "Oasis-Garden" mit einer Größe von 1.000 !!! ha Palmen ist nicht weit, er liegt ab der Main Bus Station, den braunen Wegweisern  "Al Ain National Museum" folgend auf dem Weg rechts und wir schreiten durch das imposante Eingangstor. Wir folgen den Hauptwegen, die sehr gut & attraktiv gebaut sind (Arabic Style). Zunächst sind wir die einzigen Touristen in diesem riesigen Areal, zumindest hat es den Anschein. Palmen, Palmen, Palmen .... und mehrere Arten von Vögeln, die zwar zwitschern, aber wo? Lediglich 1 Foto gelingt mit 2 kleinen Piepmätzen. Den ersehnten Wiedehopf bekommen wir leider nicht vor die Linse? Meine Frau sagt, er war da, aber ich habe ihn vertrieben!

Der direkte Durchgang zur anderen Seite des Parks, ab und zu tauchen nun doch Menschen auf, dauert ca. 30 Minuten, wenn man nicht trödelt, aber wir beobachten ja. Bänke, aus Palmen gemacht, gibt es reichlich, so dass ein 65-jähriger Mann wie ich sich auch mal ausruhen kann. Meine Frau hat das irgendwie nicht so nötig, sie ist ja auch jünger, 6 Monate. Die Luft ist sehr schwül, aber ich habe immer meinen mobilen Ventilator (Großversion, nicht diese kleinen Handpuster) dabei, also überlebe ich auch das. Man kann auch sehr viel mehr Zeit verbringen, indem man noch anderen Wegen folgt oder auch ins Gelände geht (erlaubt?), aber Palmen satt gibt es auch auf dem besagten Hauptweg.

14:15 Uhr, wir erreichen den West-Ausgang mit Sitzgelegenheiten, Getränkeshop etc. und !!! einem klimatisierten Klo (18 Grad), da verweile ich ein bisschen. Ach tut das gut (die Temperatur)

Ach ja, der Eintritt in den "Oasis-Garden" kostet übrigens nix!

 

Um 15:45 Uhr nehmen wir uns an der großen Straße nahe dem Garden-Ausgang ein Taxi, wollen wir zumindest, denn alle, die vorbeifahren, fahren vorbei, weil sie besetzt sind. Das erkennt man an den roten Lichtern im Taxischild. Nach 20 Minuten wandern wir ein Stück die Straße weiter Richtung Zentrum und am nächsten Kreisel hält auf der Straße ein Taxifahrer und winkt uns !!! Jetzt aber flott !!! Als wir einsteigen erklärt er (aus Indien) uns, dass er hier nur bei einer Strafe von 500 AED (125 €) angehalten hat, wenn er erwischt wird, natürlich. Aber uns zuliebe tat er das gerne. Ok, wir erklären ihm, dass wir zum "Animal-Souk" wollen, der ziemlich außerhalb liegt und auch den von uns so heiss begehrten "Kamelmarkt" beinhaltet. Unser Stadtplan erweist sich wieder als nützlich, der Taxi-Driver ist im Bilde und düst los. Die Fahrt dauert etwas länger, ist dafür aber auch etwas teurer (35 AED/8,50 €) Wenn ich diese Preise nenne, so ist das immer aufgerundet, mit einem kleinen "Bakschisch". Wer sparen möchte, spart sich das, hinterlässt aber auch einen Driver, der "not-amused" ist. Unser Fahrer versucht, uns einige Male von unserem eigentlichen Ziel abzubringen und lieber auf die "Mountains" zu fahren, das wäre viel schöner. Aber erstens ist es bedeckt, die Sicht wäre nicht so toll und zweitens will er mehr verdienen, denn die "Mountains" sind ein gutes Stück entfernt.

 

Animal-Souk & Kamelmarkt

Wir erreichen den "Animal-Souk" nach ca. 30 Minuten, inzwischen ist es 16:20 Uhr. Das macht Sinn, denn der Kamelmarkt hat von 12:00 - 16:00 Uhr Pause, das wussten wir aber und Ihr jetzt auch. Zunächst landen wir bei Ziegen, Ochsen- und anderen Tierställen und fragen uns schon, wo die Kamele sind. Das Gelände ist aber riesig und so müssen wir noch ein wenig marschieren und dann .....  sind sie da, diese "Wüstenschiffe", in beachtlicher Größe!!! Einige Kamelhelfer fangen uns gleich ab und zeigen uns die Attraktion des Tages, ein erst 2 Tage altes schwarzes "Kamel-chen", das meist liegt, da es noch ziemlich wackelig auf den Beinen ist. Ok, diese Führung kostet zunächst 5 AED (1,25 €). Der Beschenkte macht sich mit dem bisschen Geld gleich aus dem Staub, verfolgt von anderen, die es ihm wieder abjagen. Nun ist "Polen offen", sie wollen mehr Geld, aber dafür auch mehr Attraktion: So wollen sie Karin, meine Frau, in einen Kamelstall lotsen, wegen der besseren Fotos, "not-afraid, not-afraid, Madame". Nach 10 AED (2,50 €) geben sie Ruhe, aber ich gehe rein, wegen der besseren Videos. Mit abschließend 5 AED (1,25 €) sind sie dann zufrieden, grüßen freundlich und sind fort. Also haben wir für 20 AED (5 €) ein tolles Erlebnis gehabt!!!

In der Nähe hören wir Geschrei und viele weiss gekleidete Araber, wohl die Kamelkäufer, laufen zu einem großen Platz. Wir natürlich hinterher, wir wollen ja nichts verpassen. Und dann sind wir mitten im Gewühl von Kamelen, Verkäufern, Käufern, Kamelhelfern und Pick-Ups, welche die Kamele anliefern. Damit die Tiere transportiert werden können, sind ihnen die Beine zusammengebunden und sie "hocken" auf der Ladefläche der Pick-Ups. Daher wohl auch der Name: "Kamelhocker".

Karin, meine Frau hält sich etwas verängstigt abseits, ob der großen Tiere und dem Getümmel, aber ich ob der besseren Video-Chancen bin mittendrin. Manchmal muss ich aufpassen, dass mich so ein Ungetüm nicht umrennt, denn einige Kamele laufen wirklich frei rum. Aber alles ist gut und ich habe schöne Aufnahmen im "Kasten". Auf die eigentliche Attraktioin und Auktion gegen 18:00 Uhr können wir leider nicht warten, wir haben schließlich einen langen "Heim"-Weg.

Mann, war das ein Erlebnis!!!

Also bitte merken, Kamelmarkt Al Ain, unbedingt empfehlenswert.

 

17:00 Uhr, auf dem Gelände hat es tatsächlich eine Bus-Haltestelle, Linie 950, mit der man auch hierher kommen kann. Der Bus kommt fast pünktlich und kostengünstiger als auf dem Hinweg fahren wir für 2 AED (1 €/p2P) zurück und erreichen auf den Punkt den Bus nach Abu Dhabi. Snacks/Wasser für unterwegs kaufen nicht vergessen!

18:00 Uhr Wir fahren mit dem Bus (wieder 50 AED/12,50 €) zur Main Bus Station nach Abu Dhabi, um 20.15 Uhr mit dem Taxi zum Hotel Jannah und Ufff!!!, geschafft.

11,5 Stunden Eventausflug, davon 5 Stunden in Bus/Taxi, 80 € hats gekostet, aber das war`s wert.

Gute Nacht, Abu Dhabi!!! Bis zum 17. Februar. 😀👍😋

 

17.02.2017 (Freitag, Tag 4) 

 Guten Morgen, Abu Dhabi!!!  🙂❤

Wetter: In der Nacht hat es geregnet, bedeckt, ab Mittag sonnig, 25 Grad

 

09:30, heute frühstücken wir genüsslich und ausgiebig. Der Laden ist "proppenvoll". Eine japanische Reisegruppe hat es geschafft, ihren Weg nach Abu Dhabi und in unser Hotel zu findenNach dem Frühstück gönne ich mir mein morgendliches Ritual: Eine "Zigarre" vor dem Hotel und Motive einfangen für meinen Film. Wenn da nicht diese Japaner wären. Sorry!

12: 30 Uhr, wir relaxen immer noch und die zweite 1/2 Zigarre rauche ich am Swimmung-Pool auf der Dachterrasse, neben den Feuerlöschern, was ja ganz praktisch sein kann. Karin kommt dazu und wir genießen die Sonne, die durch das nach oben offene Dach vom Himmel strahlt. Die Ruhe, wir sind die einzigen, nach der "Bahnhofsatmosphäre" beim Frühstück tut sooo gut. Vielleicht bleiben die Reisegruppen nur einen Tag und es geht "snell, snell" weiter. Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Da Tina und Wael uns erst um 14: 00 Uhr zum Sightseeing abholen, gehen wir nach nebenan in den Bereich der "Shisha-Bar" und genießen 2 Lemon-Mint, die hier allerdings sehr teuer sind, 62,40 AED (16 € mit Service/Gebühr). Das Handy klingelt: "Wir sind in 10 Minuten da!" Der arme Lemon-Mint muss sich fast die Kehle herunter stürzen, so sind wir nun in Zeitdruck, aber es gibt ja hoffentlich noch viele Gelegenheiten, unseren Liebling zu genießen.

Tipp: Unbedingt Lemon-Mint versuchen, aber Achtung: Wenn er zu billig ist, so 3 €, kommt er oft fertig aus der Juice-Maschine. Er muss frisch sein!!!  Preis so ca. 5€ ist ok.

Es ist 13:30 Uhr, wir besuchen zunächst Tina und Wael in ihrem zuhause im 22. Stock und machen uns dann später auf den Weg zur "Marina Mall" mit Zwischenstopp bei BMW. Wael und ich sind durchaus autobegeistert; spätestens in den VAE wird man das, wenn die tollen Flitzer vor einem stehen. Auch preislich kann man hier durchaus ein Schnäppchen machen, aber wie die > 200 PS-Kiste heimbringen?

Ich bin etwas abgeschweift, waren wir doch in Abu Dhabi, Marina Mall.

Und dann!!! Wir gehen libanesisch Essen bei "Abd el Wahab", ebenerdig, mit Blick auf die Große Moschee, die abends blau angestrahlt ist. Zum draussen sitzen ist es leider zu windig-kühl. Wie letztes Jahr bestellt Wael lauter libanesische Vorspeisen, der Tisch ist mal wieder übervoll und wir leben wie "Gott im Libanon". Da gibt es die guten prallrunden Fladenbrote, Humus, Petersiliensalat, gebratene Leberstückchen (Huhn) in scharfer Soße, Fleischbällchen in Kartoffelteigmantel, pikant/scharfe Würstchen auch vom Huhn ..... ich kann nicht alles aufzählen und bekomme schon wieder Appetit! Jetzt ein Appetizer!!!  Wir tafeln gemütlich, mit einer Shisha für Wael zwischendurch und flanieren dann an der abendlich glitzernden Promenade entlang, Selfies mit der "Sheik Zayed Moschee" im Hintergrund natürlich inbegriffen.

19:45 Uhr, wir sind wieder im Hotel Jannah und machen uns frisch. Nach relaxen auf dem Zimmer oder im Hotel ist uns nicht und wir begeben uns auf die Suche nach einer kleinen "Beiz" in der Nähe. Stadtplan und Hotelportier sind uns diesmal keine Hilfe, der nette Mensch will uns immer in die Bars anderer Hotels lotsen. Also streifen wir spontan durch das schon erwähnte Hinterhof-Viertel, das sich abseits der Straße hinter unserem Hotel anschließt, nicht gerade hell beleuchtet, aber spannend. Vorbei an den beschriebenen Shops, Reinigungen ..... entdecken wir eine "Teestube" mit Aussenbestuhlung, 5 wackelige Plastikhocker, davon 2 frei. Ein kurzer Blick zwischen Karin und mir genügt und wir sitzen, neben uns einige "Expatriates" (Gastarbeiter), natürlich Männer. In den nächsten beiden Stunden sollen hier insgesamt 7 Frauen auftauchen, meine inbegriffen! Aber ist ja auch logisch, alle (die allermeisten) Gastarbeiter sind ohne Frauen/Familie hier! Karins Englisch wird auf einmal deutlich besser, da sie neben einem gut aussehenden Pakistani, besserer Herkunft?, sitzt. Zumindest spricht er gutes Englisch und ist sehr höflich und zuvorkommend. 

Der Besitzer ist sehr erfreut über die anscheinend exotische Kundschaft und bringt uns gleich die Karte, auf der wir alles finden, natürlich auch unsere Lieblings-Drinks. 1 x grün (Lemon-Mint und 1 x rot (Strawberry-Kräuter), weil es so mal bunter ist. Ein mitservierter 3. Hocker dient als Getränketisch und Videokamera-Ablage. Zwischen den Drinks kann ich so (fast) heimlich Motive einfangen.

Ich glaube, 1 Stunde sitzen wir hier schon, nehmen noch einen 2 Drink und zahlen alles in allem ca. 10 € (40 AED). Ein schöner Abschluss eines sehr guten 4. Tages. Auf dem Heimweg zum Hotel überqueren die "Nas-Street", sehr passend, da es regnet!

22:15 Uhr, wir sind wieder im Hotel, Fotos und Videos checken, alles ok,

Gute Nacht Abu Dhabi!!! Bis zum 18. Februar!!! 😋😀👍

 

18. 02.  2017 (Samstag, Tag 5)       

Guten Morgen Abu Dhabi !!!  🙂

Wetter: bedeckt, teilweise sehr stürmisch, 22 Grad, aber die Sonne kommt doch öfter durch!

 

09:30 Uhr, Frühstück und dann meine "rituelle 1/2 Cigar on the roof oder before the door". Alle Nichtraucher mögen es mir verzeihen, dass ich die V.A.E.-Luft etwas mit Tabak anreichere, aber ich bin nun ma Raucher von Zigarren und Pfeife, also verzeiht mir und lest bitte weiter. Alle Shisha-Raucher haben sowieso Verständnis!!!

11:15 Uhr, wir callen uns ein Taxi und fahren zur "Corniche", dem Strandbereich, der über etliche Kilometer sehr einladend und attraktiv wirkt, nicht nur auf Touristen. Denn wir wählen als Fahrtziel für unseren Taxi-Driver, diesmal wieder aus Indien, die "Family-Corniche". Dort strömen am Sonntag, also Freitag, viele-viele Familien zusammen und besetzen die dortigen Grünflächen zum Grillen und relaxen. Heute, am Samstag, ist es leer, warum ??? Denn auch heute ist ja freier Tag in Abu Dhabi! Sei`s drum, wir genießen einen langen Spaziergang; viele Sitzgelegenheiten, nicht nur für ältere Menschen, laden zum Verweilen und natürlich zum "Leute-beobachten" ein. 

Leider haben wir nur 1 1/2 Stunden Zeit, denn um 14:00 Uhr wollen um Tina und Wael abholen; es soll zum "Emirates-Palace-Hotel" gehen, der Hauptattraktion von Abu Dhabi schlechthin. Und für dieses Event müssen wir wieder rechtzeitig im Hotel sein, "Palace-like" umziehen und so. Aber den Bereich der "Surf-Glider", deren bunte Segel wir schon aus weiter Ferne sehen, wollen wir unbedingt aus der Nähe betrachten. Dort angekommen sehen wir auf der gegenüber liegenden Seite des Meeresarmes das "Objekt der Begierde", die "Marina Mall" und dicht daneben den "Mall-Tower" mit dem Dreh-Restaurant, dem wir am Abend einen Besuch abstatten wollen. Dort wollen wir eine schöne "Vierer-Hocketse" (für Nicht-Schwaben: Ein gemütliches Zusammensein zu Viert mit Essen / Trinken), genießen, während sich das Restaurant für uns dreht, so 1 Mal / Stunde. Darauf freuen wir uns so sehr, dass die Enttäuschung ...... aber dazu später, noch ist alles gut!!!

Noch ist alles bunt und voller Surfer, die mal besser, mal schlechter durch das Wasser gleiten. Uns wundert es sehr, dass die Schnüre/Seile, die sie mit ihren Segeln verbinden, sich nicht verheddern, denn diese scheinen  kreuz und quer am Himmerl zu sein. Allah ist groß!!! Dem bunten Treiben müssen wir von unserer Seite leider ein Ende setzen, sprich: Wir sollten langsam den Heimweg antreten!" Auf der anderen Seite der 2 x 4-spurigen "Corniche-Street" erscheint uns die Aussicht auf ein freies Taxi besser. 30 Minuten später werden wir von Ali, unserem Driver, wieder heil am Hotel Jannah abgeliefert, was ja nicht immer selbstverständlich ist. Aber der Verkehr um die Mittagszeit an diesem Samstag ist erträglich und Ali hatte keine Probleme. Es ist 13:00 Uhr.

14:00 Uhr, wir starten zum "Emirates Palace Hotel", ergattern einen Parkplatz in der Nähe, nahe den Etihad-Towers und gegenüber des "Emirates Palace Hotels". Wir tasten uns an den schon aus Ferne beeindruckenden Hotel-Palast heran. Kaum zu glauben, dass man da ohne Eintritt, Anmeldung oder sonstige Formalitäten hinein kommt. Der Aussenbereich mit seiner gigantischen Treppe, den großzügigen Springbrunnen-Anlagen und einem fantastischen Blick zurück auf die Etihad-Towers ist schon eine Reise wert. Das sehen viele Andere genauso wie wir, überwiegend Menschen aus dem "Land der aufgehenden Sonne".

Nach der Treppe folgt die "Luxus-Auto-Vorfahrt", selbstverständlich überdacht. Einen Rolls-Royce bekommen wir leider nicht zu sehen. Den konnten wir letztes Jahr einige Tage vor dem Hotel Jannah bewundern. Das machte uns damals schon klar, dass wir standesgemäß gebucht hatten. Nach dem Durchgang zum eigentlichen Palast kommt dann das "Wow-Feeling", alles ist groß, größer, am Größten!!! Ein ähnliches Erlebnis hatte ich 1984 in Rom, als ich die Via della Conzilliazione entlang spazierte und sich dann auf einmal dieser Petersplatz vor mir öffnete. Die Katholiken unter Euch mögen mir den Vergleich verzeihen, aber ich bin auch einer!!!

Leider wirkt sich diese Größe  auch auf die Fußwege aus, die wir zurücklegen müssen, um auch nur einen Bruchteil der gesamten Anlage zu sehen. Herrliche Sitzgarnituren und lauschige Plätzchen laden zum Ausruhen und natürlich zum Fotografieren ein. Klick, Selfie, Klick!!! Ach wie gut, dass es Dich gibt! Niemand meckert (ich meine Leute von der Security, den herumhuschenden Scheichs oder dem Personal, dass für den mittig angeordneten luxuriösen Cafe-Bereich zuständig ist) oder weist einen zurecht, dabei gibt es ausser uns etliche, die sich nicht an die vorgeschriebene Kleiderordnung gehalten haben: "Mr. Short-Trouser" aus zB England oder "Lady Kurzrock", natürlich passend dazu. Ich glaube, es wird viel über die Touristen hier ge-"dacht", aber sie werden halt akzeptiert. Na ja, wir 4 können uns sehen lassen, siehe Beweisfotos.

Wir entdecken einen riesigen Wandteppich, von dem gesagt wird, dass er über 2 Tonnen wiegt! Glauben kann man`s ja mal. Groß ist er jedenfalls. Die Lobby(?) des E.P. (Emirates Palace), wie will man es sonst nennen, wirkt wie eine gigantische Halle, die einen durch ihre warmen Goldtöne voller Luxus in ihren Bann zieht. Auch die Videoaufnahmen später geben diese Wärme wieder, die Farbsättigung muss ich sogar herunterregeln, sonst wäre der Eindruck zu unglaubwürdig geworden (Irgendwie überfällt mich beim Schreiben gerade die Erinnerung an das "Bernsteinzimmer" in St. Petersburg). Die luxuriöse Halle verzweigt sich immer weiter und bietet Platz für viele Einzelevents, die es zu erlaufen gilt, ob das nun das große "Le Café" in der Mitte ist (Reservierung oder Warten ist angesagt. Wir fragen lieber nicht, denn ehrlich gesagt möchte ich die Preise nicht unbedingt wissen!!!??? Aber viele Einheimische und sogar jüngere Touristen gönnen sich dieses Erlebnis, mal nicht wie in einem Straßencafé sitzend Menschen zu beobachten, sondern eher "gesehen" zu werden. Dies kann man im "Le Café" von den frühen Morgenstunden (6:30 Uhr) bis spät in die Nacht (1:00 Uhr) tun, wobei die Frage aufkommt, ob man um 6:30 schon gesehen wird?

Mich überfällt wiederum ein Gedanke, nämlich der an einen Zoo ......

Auch hier bekommt man wie zB im "Burj Al Arab" in Dubai einen Cappuccino mit Goldstaub für 18 € (dort soll er 30 € kosten!?); ein kleiner Imbiss mit 2 Hauptgerichten, einer Flasche Wasser und einem Goldkaffee reißt mit 125 € doch schon ein größeres Löchlein in die Reisekasse ..... ein Zoobesuch ist billiger. Ich kann diese Internet-Infos nicht bestätigen, denn ich habe mein Geld noch.

Von einer Empore sehen wir auf eine "Arabische Zusammenkunft" älterer Männer herab, die 2 Etagen tiefer mit Musik und Tanz abgehalten wird. Es sieht wie ein Ältestenrat aus, der Sinn bleibt uns eher rätselhaft, lockt aber nach unten. Hier setzt sich das "Großzügige" der Eingangsetage fort, auch hier gibt es im Mittelpunkt ein Café, das aber eher auf Tee spezialisiert ist. Wir wandeln durch eine Mall mit Geschäften, die wie Kleinode wirken, einschl. des Barber Shops. Was fehlt ist lt. Tina und Wael der legendäre "Gold-Automat", an dem man für gutes Geld (hoffentlich) gutes Gold bekam. Schade, ich hätte mir gerne einen Barren mit genommen.

Nach fast 2 Stunden ist auch das Interesse am "Emirates Palast Hotel" erschöpft (wir haben Hunger und Durst und wollen das zu zivilen Preisen befriedigen), also bewegen wir uns zu Fuß und Auto in die "Marina Mall" von Abu Dhabi, von außen ebenfalls ein architektonisches Meisterwerk mit einer großen Glaskuppel und dem "Marina Mall Tower", von dessen Spitze man eine phantastische Aussicht hat. Im dortigen Dreh-"Restaurant" wollen wir später dinieren (wollen wir!). Zunächst aber landen wir in der Mall bei "Le Brioche", einem gehobeneren Cafeimbiss im französischen Stil mit philippinischer Bedienung. Den Rest der insgesamt 122.000 m2 der Mall wollen wir uns später anschauen. Die "Dubai Mall" ist übrigens mit ca. 350.000 m2 nur 3 mal größer! Doch dazu später.

Mein Schoko-Croissant im "Le Brioche" ist supergut, die Füllung herrlich warm und zartschmelzend, die Schokoladendeko außen aber hart, ich bekomme keine Schokofinger!!!??? Auch die Törtchen von Karin und Tina, der Erdbeereisbecher von Wael sind empfehlenswert. Man muss halt wissen, wohin man geht! Hier bekommt man auch sein Gebäck und Cakes für den Sonntags/Freitagskaffee daheim, den Bäcker mal so nebenan findet man eher nicht.

Frisch gestärkt und noch gut gelaunt machen wir uns auf den Weg zum "Marina Mall Tower", wir wollen dort für abends reservieren, im einzigen "Revolver-Restaurant" von Abu Dhabi (ein sich drehendes Nobel-Restaurant, dreht sich meist 1 mal in einer Stunde). Die Vorfreude ist groß, aber die Enttäuschung größer: Man erklärt uns, dass hier, aus welchen Gründen??? auch immer, seit mehreren Monaten geschlossen ist. Kein Essen, kein drehen, uns wird schwindlig!!!  

Unbedingt merken: Abu Dhabi, Marina Mall Tower, Restaurant vorher klären!!!

Sie kennen das, wenn man sich etwas in den Kopf gesetzt hat ist alles andere nur noch eine Notlösung, ein "wertloser" Ersatz. Und eben nach diesem suchten wir dann ..... und landeten nach einem eher eingeschränkten Angebot bei "Toni Roma`s", einer Art Steak-Restaurant a la USA (noch nicht unter Leitung von Donald, also akzeptabel). Kurzum, wir finden was zu essen und zu trinken, es ist auch ok und ich teste das erste mal meine Master-Card. Auch das klappt, die Laune steigt und soll an diesem Abend sogar noch Höhepunkte haben.

Der Rückweg zum Hotel Jannah ist schnell gefunden, Wael gibt das Auto in die TG des Hotels ab und wir entschwinden in die Shisha-Bar im 19. Stock. Die Bar ist mäßig besucht und noch kann man sein Gegenüber ohne zu viel Shisha-Dampf sehen; das soll sich noch ändern. Am Nebentisch qualmt ein junges arabisches Pärchen ohne Kopftuch und Schnick-Schnack vor sich hin, es blubbert gemütlich und der Dampf kommt aus Mund und Nasen. Wael bestellt sich sogleich eine Shisha "Mixed Flavor" o.s.ä. (oder so ähnlich), die puren Aromen wären zu intensiv. Die Shisha hat ein Leck, das aber vom geschulten Rauchpersonal schnell gestopft wird, das Dampfen kann beginnen. Ich lasse mir auch ein eigenes Mundstück geben und versuche mal, zu shi-schaen! Gar nicht so einfach, irgendwie muss man in die Backe ein- und ausatmen, aber ohne zu schlucken oder Rauch in die Lunge zu bekommen .... schon passiert. Ich huste! Ich huste nochmal und gebe erstmal wieder an den Profi Wael ab, der sofort eine Riesendampfwolke aus seinen Nasenlöchern lässt. Zwischendurch genießen wir marokkanischen Tee, der fertig gesüßt von der freundlichen Shisha-Dame elegant serviert wird. Dabei schafft sie es, den Tee aus der Kanne aus ca. 1 m Höhe zielsicher in ein Gläschen zu schenken. Beachtlich! Der Abend erreicht dann seinen Höhepunkt, als Karin die Shisha-Pfeife übernimmt! Aussprüche wie:; "Mach zu, ich habe nur noch 12 Stunden Videomaterial" oder "Du sollst nicht flöten, sondern dampfen" erzeugen auf unserer Seite großes Gelächter und animieren Karin andererseits, es weiter zu versuchen bis hin zu ihrem Ausspruch: "Oh, es kommt Rauch!" Diesem herrlichen Abend auch nur etwas hinzu zu fügen wäre schade!!!

Wir verabschieden uns von Tina und Wael. Nun heißt es, Koffer packen und: Auf zum nächsten Abenteuer am folgenden Tag: "Mit Gepäck per Bus nach Dubai"!!!

Gute Nacht, Abu Dhabi (ein letztes Mal), bis zum 19.02.2017😅❤️😰

 

19.02.2017 (Sonntag, Tag 6)

Guten Morgen Abu Dhabi !!! 😎😜🤧

Wetter: bewölkt, aber auch sonnig, 21 - 25 Grad

Ich will es kurz machen. Wir checken gemütlich um 11:00 Uhr aus und lassen uns ein Taxi rufen. Hoppla, das war ein Missverständnis!!! An der Rezeption erwähnen wir, dass es nun nach Dubai weitergeht und davon geht anscheinend unser eh schon nicht so gut gelaunter Taxi-Driver aus Indien auch aus. Wir aber wollen nur zur Main Bus Station in Abu Dhabi. Das ist km-mäßig schon ein Unterschied von 145 km bzw 60 € Fahrpreis. Es kostet einige Mühe, ihn zu überzeugen, dass er nicht nach Dubai fährt und die 25 AED inclusive gutem Trinkgeld " nutzen nix: "he is not amused" und fährt davon. Die Koffer mussten wir selbst ausladen. 

💔👎🤪Unsere Laune ist davon nicht beeinträchtigt, irgendwie tut er uns leid.

Fortsetzung folgt in: "5 Tage in Dubai"