Als unsere Gedanken laufen lernten ...

Ich mache mir da so meine Gedanken ...

Haltestelle KA-Innenstadt ... Gedanken kommen auf

Das pulsierende Herz von Karlsruhes Innenstadt schlägt über ein paar 100 Meter zwischen Marktplatz und Europaplatz. Wenn ich dort an einer Haltestelle auf die Straßenbahn warte, sehe ich viele Menschen hin- und hereilen: Mit und ohne Handys,  mit und ohne Kopftuch – Trupps von Girlies, an denen man unschwer das aktuelle Modediktat ablesen kann; Jugendliche mit drive zu McDonalds; Radfahrer bei ihrem beängstigenden Slalom um die Fußgänger: Fast alle hektisch und in Eile; und - was mir sehr auffällt: mit oft leeren, ausdruckslosen Gesichtern. Ja, manchen Menschen scheint man fast anzusehen, wie geplagt sie sind. 

  • Da mache ich mir so meine Gedanken…: Wovor rennen die denn alle davon?

Da fällt mir eine Szene im „Kleinen Prinzen“ von Antoine de St. Exupéry ein. Er fragt einen Weichensteller nach den Reisenden, die an seinem Bahnwärterhäuschen vorbeifahren. „Sie haben es sehr eilig!“ sagte der kleine Prinz. „Wohin wollen sie?“ “Kommen sie schon wieder zurück…; waren sie nicht zufrieden, dort, wo sie waren?“ „Man ist nie zufrieden dort, wo man ist“ sagte der Weichensteller. 

  • Da mache ich mir so meine Gedanken…: Wovor laufen wir davon?

Könnte es sein, daß wir manchmal unseren Alltag – oder streckenweise auch uns selbst nicht mehr aushalten. Dann ist  die Gefahr groß, dass wir unbewußt vor uns selbst davon laufen: Ich glaube, eine der großen Lebenskünste besteht darin, sich so anzunehmen, wie man ist, ohne vor sich selbst davon zu laufen.

Begleiten Sie mich durch unser erstes Kapitel: "SELBSTANNAHME . wie schwer das ist!"